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Seite 2: Winter's Bone - Wo die Welt zu Ende war

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Eine Kugel

Winter’s Bone ist jedoch nicht bloß Portrait erschreckender Umstände: inmitten dieser wird eine Kriminalgeschichte entwickelt, die Rees tägliches Leid noch erweitert. Plötzlich hat sie eine zeitliche Frist, in der sie herausfinden muss, was mit ihrem Vater geschah. Da in ihrer Ecke jeder jeden kennt und jeder irgendwie mit dem anderen unter der Decke steckt, tritt sie mit ihren Nachforschungen schnell auf die Füße gefährlicher Leute. Sie wird eingeschüchtert, zusammengeschlagen, und spätestens als man sie eines Nachts mit einer Kettensäge im Gepäck auf einen großen See führt, wird Rees Suche zum Horrortrip.

Video starten 2:19 Kino-Trailer zu Winter's Bone

Die Spannung des Films verläuft dabei relativ untypisch: es gibt keine Verfolgungsjagden, keine Kämpfe, Schießereien oder hollywoodreifen Rettungen in letzter Sekunde. Der Film behält seinen realistischen Dramencharakter bei und sorgt mit vielen ungemütlichen Szenen und schonungslosen Konflikten dafür, dass man immer wieder gebannt ist.

Gute Entscheidung

Schmutzig, leicht pausbäckig und von zukunftsloser Selbstaufgabe gekennzeichnet, liefert Jennifer Lawrence eine hervorragende Darbietung als knallharte Spürnase, die dem Tod wiederholt furchtlos trotzt und unter ihrer Maske reifer Stärke ein zerbrechliches junges Mädchen ist. Lawrence war somit zu Recht für den Oscar nominiert und lässt eine interess2ante Zukunft erwarten. Ebenso überzeugt John Hawkes, der im Film Rees mysteriösen Onkel spielt. Ein Mann, der mit hagerer Gestalt und von langen Nächten gezeichneten Augen auf den ersten Blick schwach und wehrlos wirken mag, erscheint einnehmend und droht ständig zu explodieren, sodass er in sämtlichen Szenen fasziniert.

Regisseurin Debra Granik lässt die Welt von Winter’s Bone vor allem echt aussehen – nichts erinnert an den gekünstelt dreckigen Look, den es etwa bei den Hinterwäldlern im The Texas Chainsaw Massacre Remake zu sehen gab. Dazu kommt, dass Regie und Soundtrack gleichauf arbeiten: beide sind zurückhaltend, aber bedrohlich, düster und stimmig umgesetzt. Ein exzellente Komposition, die als Film fantastisch ausfällt.

Fazit

Christian Mester: Mit seiner düsteren Art erinnert das zu Recht Oscar nominierte Drama an einen anderen Volltreffer der letzten Jahre: No Country for Old Men. Winter’s Bone ist ein ebenfalls unnachgiebig harter Überlebenskampf, stark inszeniert und fesselnd gespielt.

(Zusammen mit den Kollegen des Filmmagazins bereitsgesehen.de stellt GameStar wöchentlich einen neu im Kino angelaufenen Film vor.)

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