Ich bekomme jeden Tag Anfragen für Gaming-Peripherie zum Testen. Nach weit über zehn Jahren im Job schafft es kaum noch ein Gerät, eine starke Reaktion in mir hervorzurufen. Gestern hat nun aber ausgerechnet eine Gaming-Maus von einer MediaMarkt-Eigenmarke genau das geschafft.
Ich habe sie ausgepackt und direkt beschlossen, dass ich sie euch unbedingt zeigen möchte. Es geht um die Xperion XP One.
Sie löst bisher als einzige einen Konflikt, den ich jedes Mal habe, wenn ich mal eine Gaming-Maus irgendwo anders mithinnehmen möchte: ein Hartschalenetui.
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Aber ich fange mal bei null an und erzähle euch erst einmal allgemein etwas zur Maus, denn die bietet natürlich noch viel mehr, als bloß ein nettes Etui.
MediaMarkt als Vorreiter
Ab 2027 müssen Hersteller bei kabellosen Kleingeräten gewährleisten, dass Nutzerinnen und Nutzer leicht an den Akku herankommen, um ihn wechseln zu können.
In weiser Voraussicht greifen manche Produzenten dem vorweg und bieten bereits 2026 bei ihren Neuerscheinungen wechselbare Akkus. So etwa die Turtle Beach Command Series MC7.
Bei der Xperion XP One kann der Akku nicht bloß gewechselt werden, die MediaMarkt-Eigenmarke legt sogar direkt einen Zweitakku bei. Beide sind wiederaufladbar via USB-C. Ein Akku kann bequem laden, während mit dem anderen weitergespielt wird. Eine Ladestation gibt es allerdings nicht, bloß Kabel. Aber die reichen an sich auch.
Apropos Kabel: Weitere vorausschauende Merkmale der Maus sind neben dem üblichen USB-A nach USB-C-Kabel auch noch ein USB-C nach USB-C-Kabel.
Mehr dazu: Bald USB-C-Pflicht bei Laptops
Beide Strippen sind textil ummantelt und 180 Zentimeter lang.
Die Haltbarkeit wird zudem mit einigen mitgelieferten Ersatz-Gleitfüßen und Griptape weiter verlängert.
Ansonsten ist die Xperion XP One eine gewöhnliche Gaming-Maus mit E-Sport-Fokus.
Die Spezifikationen lauten wie folgt:
- Verbindung: Kabel, Bluetooth und 2,4 GHz-Funk (per Umschalter auf Unterboden)
- Ergonomie: Symmetrisch, als Beidhändig gekennzeichnet, Daumentasten aber links
- Betriebssystemunterstützung: Windows 7/8/10/11, Mac
- Sensor: PAW3950, 30.000 DPI, 8K Polling, PIXART MCU
- Schalter: Kalih GM
- DPI-Schalter: Ja, auf der Unterseite. Oberhalb der Maus per Lichtindikator unterscheidbar.
- Tastenanzahl: 5
- Reichweite (Funk): 10 Meter (Herstellerangabe)
- Beleuchtung: Nein
- Kabelloses Laden: Ja
- Akku: 2 x 400 MAh
- Gewicht: 64 Gramm
- Abmessungen: 9,6 x 17,8 x 12 cm
Optisch erinnert die Maus an Logitechs G Pro 2 Lightspeed, Corsair Sabre V2 Pro und andere moderne Hochleistungsmäuse.
Die Maus ist symmetrisch, hat aber nur auf der linken Seite Daumentasten. Praktischerweise bin ich Mischhänderin und werde für den Test ausprobieren, ob ich mit Links und Rechts gleich gut zurechtkomme. Aufgrund der einseitig liegenden Daumentasten deutet sich das Ergebnis natürlich an – zumindest dann, wenn man die überhaupt benutzen möchte.
Was aber wieder einigermaßen originell ist, ist die Farbe. Die Xperion XP One kommt nicht etwa in Schwarz, Weiß oder einem Pinkton, sondern in einem kräftigen Blau, das leicht schimmert (ein wenig wie bei einem dünn aufgetragenen Schellack).
Warum das Etui ein Gamechanger ist
Leute, das mag banal klingen, aber wenn ihr einmal mich gesehen habt, wie ich versuche, eine Gaming-Maus in irgendeine Tupperware zu stopfen, versteht ihr mich vielleicht. Denn genau so habe ich bislang Gaming-Mäuse transportiert. Etwa, als ich vor einigen Monaten mal eine Weile lang ins Krankenhaus musste und nicht ohne Gaming-Laptop und Peripherie loswollte.
Für gewöhnlich stehe ich vor einer solchen Reise nicht zuerst im Lager für Testgeräte, um mir die perfekte Maus für mein Unterfangen auszusuchen, sondern vor meinem Flurschrank, um nach einer passenden Tupperdose zu schauen.
Manchmal nehme ich auch bewusst ein veraltetes, günstiges Modell mit, das ich dann zwischen meine Klamotten packe. Nicht optimal.
Das Hardcase kann sich sehen lassen und überzeugt mit einer sauberen Verarbeitung. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)
Ich habe es nie begriffen. Warum gibt es bei jedem High-End-Controller (Kaufberatung) standardmäßig ein Hartschalenetui dazu, aber nicht bei Mäusen (egal, wie teuer sie sind)? Selbst Tastaturhersteller liefern ab einem gewissen Preisbereich Transporttaschen für ihre Modelle. Logitech wäre da ein Beispiel.
Vielleicht liegt es an der geringen Größe von Mäusen. Es könnte sein, dass sich der Aufwand nicht lohnt. Ich weiß es nicht. Jedenfalls hatte ich auch nach weit über 150 Gaming-Maus-Tests (dazu kommen noch zusätzlich rund 100 Büromäuse) noch keine einzige mit Etui dabei. Das höchste der Gefühle war gelegentlich (selten!) ein dünnes Stoffbeutelchen.
Ich habe mir genau diese Kleinigkeit so lange immer wieder gewünscht und war beim Auspacken der Xperion XP One deshalb, und wegen der anderen äußerst positiven Eigenschaften, einfach nur glücklich.
Jetzt seid ihr gefragt: Welche Gimmicks wünscht ihr euch bei Gaming-Mäusen und anderer Peripherie? Erzählt es uns in den Kommentaren.

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