Nur durch die Energie der Sonne hebt die Drohne ab: Ein YouTuber hat sich der schwierigen Herausforderung gestellt, eine Drohne nur mithilfe von Solarpaneelen zu betreiben.
Das Problem: Multirotor-Drohnen benötigen ständig viel Energie zum Schweben. Je mehr Solarzellen man für diese Power benötigt, desto schwerer wird der Flugkörper – ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen galt.
Hier erfahrt ihr, wie er es trotzdem geschafft hat – und damit eine ganze Community zum Staunen bringt.
Kein Akku, nur die Kraft der Sonne
Der YouTuber Luke Maximo Bell macht auf seinem gleichnamigen YouTube-Kanal allerhand anspruchsvolle DIY-Projekte, besonders im Bereich Drohnen.
Auch sein neuestes Projekt ist extrem: Er möchte die erste Drohne der Welt bauen, die ausschließlich mit der Kraft der Sonne fliegt – ohne jeglichen Akku.
Warum ist es so schwierig, eine Drohne so zu bauen? Das Hauptproblem eines solchen Projekts ist die begrenzte, flächenabhängige Leistungsausbeute der Sonneneinstrahlung:
- Solarpaneele können nur eine geringe Menge der Sonnenenergie in Elektrizität umwandeln.
- Gleichzeitig hat die Drohne nur eine kleine Fläche für die Aufnahme zur Verfügung.
- Also muss das Fluggerät in jedem Aspekt extrem effizient konstruiert sein, um das geringe Leistungsangebot der Sonne in ausreichenden Auftrieb umzuwandeln.
Link zum YouTube-Inhalt
Um die Drohne flugfähig zu machen, musste sich Bell im Laufe der Konstruktion mit drei zentralen Problemen auseinandersetzen:
- Höchsteffizienz ist das A und O:
Um nur mit Sonnenenergie fliegen zu können, musste die Drohne extrem leicht sein und viel Schub pro Energieeinheit liefern.
Bells Lösung: Er wählte spezielle superleichte Motoren und baute riesige, ultradünne Propeller an, die die Drohne 24-mal effizienter machten als seine schnellsten Renn-Drohnen.
- Herausforderung beim Bau und der Stabilisierung:
Die Drohne musste präzise gebaut werden (mit 3D-Druckteilen, die er selbst entwarf) und war beim ersten Start extrem instabil und schüttelte sich.
Bells Lösung: Er verwendete spezielle Stützen und Halterungen für den Bau und musste dann die Flugsteuerung digital feinjustieren, bis der Flug ruhig und stabil war.
- Die Solarpaneele
Die Solarzellen mussten ultraleicht sein – was die extrem zerbrechlich macht. Außerdem war die Hitzeentwicklung ein großes Risiko, da die Panels in der Sonne schnell über 100 °C erreichten und dadurch an Leistung verloren.
Bells Lösung: Er baute einen stabilen Rahmen für die Zellen, führte intensive Hitze-Tests mit Kühlkörpern durch, um die Leistung bei hohen Temperaturen zu garantieren, und neigte die Panels, damit sie beim Flug optimal zur Sonne zeigen.
Schlussendlich schickt Bell die Drohne in den Feldtest und:
Sie ist ein bisschen wackelig, aber sie fliegt.
Die Community war skeptisch – und ist dafür umso begeisterter
In den Kommentaren zeigt sich die Community begeistert, einige hätten nicht gedacht, dass es überhaupt möglich ist, eine flugfähige Drohne so zu bauen. Nutzer psow4062 formuliert seine anfänglichen Zweifel ganz offen:
Ehrlich gesagt, habe ich angefangen, dieses Video zu schauen, mit der Erwartung, dass es am Ende nicht funktionieren würde.
Doch gerade die Skeptiker, wie etwa auch Nutzer JoelCreates, sind schlussendlich begeistert:
Ich dachte nicht, dass das noch für viele Jahre, wenn überhaupt, möglich sein würde. Der Moment, als sie abhob, war wirklich besonders, vielen Dank.
Nutzer HanzDeenz fragt sich sogar, ob Bell vielleicht eine »Drohnen-Revolution« gestartet hätte.
Zweifelsohne hat Bell mit dem erfolgreichen Flug seiner Drohne Pionierarbeit geleistet. Allerdings dürfte gerade die extreme Fragilität der Solarzellen bei einer fliegenden Drohne zu Folgeproblemen führen.
Wenn Bell es mit seiner Demonstration allerdings schafft, auch andere zu Experimenten mit solarbetriebenen Drohnen zu inspirieren, könnte dies durchaus eine neue Stufe der Entwicklung von extrem effizienten Flugsystemen einleiten.

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