Der Postmann Simulator - mit Werbung!

Gegenempfehlung: lieber das Geld SPAREN und im Wald spazieren gehen!

von Kontra am: 31.12.2020

Ein überteuerter Walking Simulator?

Ein Blick weg von der "Fach"presse offenbart: dieses Spiel polarisiert. Die einen nennen es eines der besten Spiele aller Zeiten, die anderen eines der langweiligsten Spiele aller Zeiten. Ich muss mich den letztgenannten anschliessen, den was Metal Gear Solid Erfinder Hideo Kojima hier abgeliefert hat lässt sich an langer Weile und repetitiven Gameplay kaum noch unterbieten.

Da hilft es auch nicht, dass man hier Norman Reedus aus The Walking Dead spielen "darf". Auch die -zugegebenermassen umwerfende Grafik - rettet das Spiel auch nicht.

Im Grunde spielt man eine Art Kurier und transportiert Ware von A nach B in einer post-apokalyptischen Welt. Nebenbei stellen einem sich ausserirdische Kreaturen und Banditen in den Weg. Man kann dabei entweder kämpfen oder die Stealth-Taktik wählen. Was in anderen Open-World-Spielen wie eine einzige Quest klingt ist bei Death Stranding aber das komplette Spiel.

 

Kauft Monster Energydrink!

Nebenbei mach Death Stranding noch ordentlich Werbung für Monster Energydrinks, welche Norman immer wieder schön in seiner Bude präsentiert (ohne schafft er es wohl nicht die Päckchen an den Mann zu bringen. Neben Norman ist also besagter Energy Drink der 2. Star des Spiels. Oder ist Death Stranding nur ein Marketing Gag des Getränkeherstellers?

 

Grafik hui! - Story... naja... - und Gameplay pfui!

Grafisch gesehen ist Death Stranding wahrlich ein Prachtstück. Die Landschaft sieht atemberaubend aus. Auch die Effekte hat man gut hinbekommen. Dann kommen die Animationen ins Bild und schon verpufft das Bild etwas.

Die Story hingegen braucht ewig bis sie in Fahrt kommt. Und mit Fahrt meine ich, sie tuckert dahin wie ein müder alter Traktor. Ich liebe Endzeitgeschichten zwar, aber das hier ist eher fade Endzeit gepaart mit noch faderem Gameplay. Es hat schon seinen Grund warum "Fetch und Sammelquests" sich immer mehr bei Open World Spielen zu einem Unwort entwickeln und so ziemlich die unbeliebtesten Quests darstellen. Das dann zur Haupaufgabe eines Spiels zu machen war keine gute Idee, vor allem nicht, wenn man sonst nicht viel zu bieten hat.

 

Fazit

Ein Waldspaziergang bietet einem A) bessere, fotorealistische Grafik, B) frische Luft und C) ist gut für die Gesundheit. Wer zusätzlich noch das Kurier-Feeling will füllt einfach seinen Rucksack mit Steinen und schleppt ihn mit. Immernoch nicht zufrieden? Ach, es fehlen die Gegner! Gut, sucht euch einen Wald mit Wildschweinen, am besten zur "Frischlingszeit", dann kommt der Survival-Aspekt voll zur Geltung. Challenge Mode: Pazifisten-Run ganz ohne Waffen ohne Rucksack ablegen verboten!

Um Death Stranding hingegen sollte man jedoch einen sehr weiten Bogen machen, den dieses "Spiel" ist mit Abstand das langweiligste was mir je untergekommen ist! 2/9 für diese Grafik-Demo.

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Wertung
Pro und Kontra
  • tolle Landschaften
  • ödes, repetitives Gameplay
  • keine Abwechslung
  • Monster Energy Drink-Werbung
  • nicht mehr als ein (teurer) Walking Simulator
  • nicht so gesundheitsfördernd wie eine echter Spaziergang

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

zu leicht

Bugs:

Häufiger, unregelmäßig

Spielzeit:

Weniger als 5 Stunden



Kommentare(1)

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