DLC Aftermath / Oder die Freude an der Zerstörung

Für den PC ist der dritte DLC Aftermath nun seit einem Tag verfügbar und für alle die zögern ob sie es kaufen sollen wollte ich hier meine...

von - Gast - am: 06.12.2012

Für den PC ist der dritte DLC Aftermath nun seit einem Tag verfügbar und für alle die zögern ob sie es kaufen sollen wollte ich hier meine Eindrücke schildern :)

 

Was ist neu:

- XBow, also Armbrust als Zweitwaffe in einem Gadget-Slot
- Wie immer 4 neue Maps
- neuer Modus "Plünderer" / "Scavenger"

Wie ist der XBOW?

Nachdem man drei Runden Plünderer gewonnen hat bekommt man die Armbrust als Werkzeug, das heißt, man kann sie statt eines Medikits oder Raketenwerfers ausrüsten. Die Spielbarkeit der Klassen wird dadurch einigermaßen beeinträchtigt, aber genau das ist der Sinn der Sache.

Bei der Armbrust gibt es zwei Varianten, die eine mit einem einfachen Kobra-Visier, die andere mit Fernrohr. Dazu kann man zusätzlich drei weitere Bolzenarten freischalten: einer zum Gegner aufspüren/markieren, einer mit Sprengstoff und einer für Langstrecken. Ausrüsten könnt ihr die, wenn ihr den Feuermodus wechselt, dann nimmt der Soldat ganz langsam den Pfeil heraus und steckt den nächsten rein.
Tipp: Wenn ihr z.B. den vierten, also den "Sniper-Bolt" haben möchtet, könnt ihr auch 3mal hintereinander "Modus wechseln" drücken und er überspringt die anderen!

Zur Performance: einen Abschuss mit dem XBOW zu erzielen ist das Größte, es macht einfach unheimlich Spass, wohl auch, weil es so schwer ist. Das Handling ist meiner Meinung nach realistisch, die Bolzen fliegen eben nicht so schnell wie Kugeln.
Treffer aus kurzer Distanz sind die meiste Zeit sog. One-Hits, dafür dauert es gefühlte 3 Jahre bis der Nachladevorgang abgeschlossen ist.

Mit gezückter Armbrust steigt die Spannung enorm, denn für einen eleganten Kill muss man meist weit mehr auf der Hut sein, als mit allen anderen Waffen. Vor allem bewegliche Ziele ab mittlerer Distanz erfordern ein höchstes Maß an Geschicklichkeit - und Nerven.

Der Standardpfeil macht zwar am meisten Schaden (100-60), aber für längere Strecken ist der Sniperbolt (80-50) Pflicht, er unterliegt nur -2m/s² Erdanziehungskraft (statt 9,81) und fliegt daher schnurgrade.

Der Spot-Bolzen ist mehr oder weniger sinnlos, denn der Radius ist viel zu klein, da kann man gleich manuell markieren. Ähnlich verhält es sich mit dem HE- / Spreng-Bolzen(-11m/s²). Der ist sehr kopflastig und sackt nach ein paar Metern merklich ab. Entweder man hält übertrieben hoch oder man geht gleich in den Nahkampf über. Der Explosionsradius ist so klein, dass er gegen Infanterie eigentlich sinnlos ist. Aber seine Bestimmung liegt ja wohl eher im Kampf gegen leichte Vehikel und Mauern, die er gekonnt auseinander nimmt. Endlich hat nun jede Klasse theoretisch etwas gegen bewaffnete Jeeps!

Die 4 Maps

Vielleicht würden mich viele gerne steinigen wenn ich das sage, aber die Armored Kill Karten waren zwar optisch top, aber für mich spielerisch eher mau ausgefallen sind.
Deshalb gefallen mir die neuen Maps umso mehr, denn die bieten hauptsächlich Infanteriekämpfe aufgelockert mit neuen Fahrzeugen und nur wenigen, dafür wichtigeren Panzern. (Keine Jets)

Jede Karte einzeln zu beschreiben macht gar nicht so viel Sinn, denn sie ähneln sich doch sehr stark. Man kann sagen, alle vier sind meist plan, also es geht nicht hoch und runter bie bei Alborz Mountains, dafür gibt es jeweils zig Gebäude, mit jeweils einer Art Zentrum in der Mitte. Auf Markarz Monolith trohnt ein monumentaler Wolkenkratzer, dessen untere Stockwerke man erklimmen kann. Bei Azadi Palace und Talah Market ist der Name Programm. Epicenter gilt laut Battlelog-Umfrage als beliebteste Map, hier gibts u.a. aufbebrochene Straßenzüge und visuell beidruckend marode Hochhausviertel. 

Obwohl die Maps doch sehr groß sind, fällt das nicht so negativ auf, wenn man gerade wieder 120m bis zum nächsten Punkt trottet. Sie sind so vollgepflastert mit Sehenswürdigkeiten, dass es mir zumindest sehr abwechslungsreich erschien, die ganzen Verwinklungen zu erkunden. Meine größte Sorge war ja, dass dadurch zu viele Camperpositionen (unfreiwillig) geschaffen wurden, aber bis auf Epicenter wurde ich nicht zu sehr fürs herumstreunen bestraft. Denn es gibt einfach viele, sehr viele Möglichkeiten um wichtige Punkte zu stürmen.

Zur Grafik: Ich habe sicherheitshalber mal die Einstellungen gaaanz tief runter gestellt, aber auch so sehen die Maps einfach grandios aus. Ich glaube, ich habe noch nie solch prächtige, aufgemaschelte Multiplayer-Karten gesehen. Obwohl dies ja nur Beiwerk ist, macht es für meine Begriffe viel Spass, von güldenen Staubkörnchen im Palast des Sultans umweht zu werden ;D

Neuer Modus "Scavenger"/"Plünderer"

Beim neuen Modus startet man mit einer Pistole seiner/ihrer (:D) Wahl und einem Perk, sonst nichts. Mich wundert also, was es außer der optischen Aufmachung bringt, eine Klassenauswahl zu ermöglichen.

Nun darf man auf den bekannten Karten Punkte einnehmen, genau so wie bei Close Quarters. Das gleiche gilt für das Spawnsystem, also alles wie gehabt, nur diesmal eine Nummer größer.
Gut so, wie ich finde. Denn die Partien spielen sich wirklich zackiger als der große Bruder Eroberung, zumal die Flaggen rasch eingenommen sind.

Waffen findet man überall auf fixen Spawnplätzen verteilt, wobei es drei verschiedene Qualitätsstufen gibt. Level 1 Economy Class ohne Extras bis zu Level 3 mit allen Aufsätzen die möglich sind. Jede Waffe ist nur begrenzt munitioniert, so um die zwei Magazine (~50 Schuss), was einen zwingt, neue Waffen aufzunehmen oder notdürftig auf die Pistole zu setzen. Während auf Hardcore letzeres kein Beinbruch ist, schauts auf Normal schon anders aus.

Auf jeden Fall etwas Neues mit etwas Pepp, was ein wenig an die alte Garde von FPS-Spielen wie Unreal Tournament erinnert.

Fazit

Ich finde Aftermath ist eine gelungene Erweiterung, mit tollen, aufwendigen Karten.
Die Armbrust als Gadget macht zwar hauptsächlich für den Supporter (Munitionsheini) Sinn, aber sie ist auf jeden Fall ein sehr nettes, aber nicht spielentscheidendes Beiwerk. Die Waffe ist zwar vielseitig und mächtig, aber auch äusserst schwer zu handhaben und deshalb eine neue Herausforderung.

Der neue Modus ist eine gute Mischung aus Gunmaster und Conquest Domination bekannt aus Close Quarters. Man rennt auf einmal nicht mehr mit der gleichen Knarre wie immer herum, sondern muss sich auf neuen Geräten beweisen und dabei die Punkte halten - gelungen.

Alles in allem eine klare Aufwertung von Battlefield 3, ob sich die Karten auf Dauer tatsächlich so toll spielen wie jetzt am Anfang ist zwar noch fraglich, aber momentan ziehen sie mich magisch an hehe :D

 

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Wertung
Pro und Kontra
  • Schöne, abwechslungsreiche Karten
  • Kein blauer Filter mehr (dafür brauner ;)
  • Armbrust nettes Gadget...
  • Anzahl der Vehikel perfekt
  • Viele Modi verfügbar
  • 65 Spieler stehen sich manchmal auf den Füßen
  • ..., aber nicht mehr und nicht weniger
  • Nichts für Jet-Piloten

Zusätzliche Angaben

Bugs:

Nein



Kommentare(6)

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