Durchschnittlich, wie alles von Ascaron

Sacred 2 sollte alles besser und bunter machen als der Vorgänger.Leider ist davon nur wenig zu merken.Die ersten 5h sind ganz spassig. Man läuft durch die...

von - Gast - am: 16.10.2008

Sacred 2 sollte alles besser und bunter machen als der Vorgänger.
Leider ist davon nur wenig zu merken.

Die ersten 5h sind ganz spassig. Man läuft durch die Gegend macht einige 0815-Quests und kloppt sich durch die ständig wiederspawnenden Gegner. Diese lassen mehr oder weniger sinnvolle Sachen fallen, die man im nächsten Minidorf verkloppen kann.

Das Inventar ist keine Augenweide. Alles ist klein, fummelig und wenig übersichtlich.
Die ständigen Sprüche z.B. der Kobolde sind anfangs lustig, später nur noch nervig, so das man sich wünschen würde, die Gegner würden endlich aufhören ständig aus dem Grab aufzuerstehen.

Nach ca. 7-8h ist der erste Motivationsschub vorbei und man fragt sich, was es ausser kloppen, kloppen und Items aufsammeln noch so gibt.

Natürlich das leveln! Man steigt von Level zu Level steigert ein wenig die Attribute und Spezialfähigkeiten die, wie sollte es auch anders sein, primär helfen, noch besser zu töten.

Die Hauptstory ist nicht wirklich solide. Der Reiz sie zu verfolgen ist schwach, jedes neue Dorf übergiesst einen mit wenig motivierenden Quests, und kaum raus aus dem Dorf, darf man erneut die gleichen Monsterhorden niederknüppeln, die man vor 2min schon niedergeknüppelt hat.

Weiterhin gibt es keine normale Speicherfunktion, was schon echt nervig ist. Die alten Konsolen-Zeiten mit Checkpoint-System sind eigendlich, dachte ich zumindest, vorbei, und Sacred ist ein PC-Spiel, daher ist mir der Verzicht auf eine vernünftige Speicherfunktion noch ein grösseres Rätsel.

Ascaron liefert auch hier wieder völlige, und leider auch innovationslose, Durchschnittskost ab, die die meisten anspruchsvollen Spieler nicht lange unterhalten kann.

Nach spätestens 10h ist der Grafikeffekt und die anfängliche Sammelwut komplett verpufft.

Das Respawning nervt, die Items sind zu 90% schrott, man kann nicht vernünftig speichern, und die Story ist neben den hunderten 0815-Quest kaum der Rede wert.

Die Reittiere und die futuristische Tempelwächter-Klasse können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Ascaron einen Grafikblender, mit wenig Innovation und recht seelenloser aber mechanisch grundsolider Klopperei abgeliefert hat.

Mein Fazit:

Nach maximal 10h ist schluss. Die Sammelwut verpufft am Schrott und Fitzel-Inventar, die Sprüche und das ständige Respawning nerven, und die Quests sind zu herkömmlich, um motivieren zu können.

Sacred 2 ist ganz klar ein Casual-Produkt, dazu gedacht, dem arbeitenden Klopper abends 2-3h Stunden hirnlosen Spass zu ermöglichen.
Dafür ist es gut geeignet, für mehr allerdings nicht.

Viele Testzeitschriften erwähnen die grosse Anzahl von Bugs. Ich muss sagen, dass ich davon stark verschohnt geblieben bin. Ich hatte in etwa 12h Spielzeit nicht einen Absturz, und nur einmal den Karte-ist-verschwunden-Bug, der sich aber durch neu laden beheben liess.


Wertung
Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 10, weniger als 20 Stunden



Kommentare(8)

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