Ein Stück harte Arbeit

Eine ehrliche und ausführliche Meinung nach 2 Jahren

von MALI3U am: 30.08.2021

Na das hat jetzt aber mal gedauert. Nach fast 2 Jahren habe ich das Spiel von Rockstar Games dann auch endlich mal durch. Wieso das so lange gedauert hat und ob RDR 2 ein gutes Spiel ist, erfahrt Ihr in dieser Review. Ich möchte jedoch vorneweg klarstellen, dass ich teils zu Ausführlichkeit und Ausschweifungen neige. Wer meine Cyberpunk Review gelesen hat, weiß was auf einen zukommt. Falls Ihr euch also langen Text sparen wollt, könnt Ihr auch direkt zum Fazit scrollen. Der Rest hat eben jetzt etwas zu lesen. Zur besseren Lesbarkeit habe ich die Review in einzelne Abschnitte unterteilt. Doch nun zum Spiel.

 

Optik:

Fangen wir wie immer erstmal mit der Technik bzw. mit der Optik des Spiels an. Obwohl RDR 2 bereits 2018 erschienen ist, haben wir hier wohl weiterhin einer der absolut schönsten Spiele aktuell. Da so Sachen wie scharfe Texturen mittlerweile Standard sind, möchte ich den unglaublichen Detailgrad in diesem Spiel hervorheben. Die Entwickler haben sich extrem viel Zeit genommen um nicht nur kleinste Details an der Kleidung sondern auch bei anderen Texturen zu kreieren. Dies fängt bei feinen Nähfäden an und zieht sich durch bis zu den Pferdehaufen, welche unser Pferd von Zeit zu Zeit (wenn es eben mal muss) in der Gegend platziert. Des Weiteren ist die Landschaft unglaublich schön und auch abwechslungsreich designed. So kann es vorkommen, dass wir Mittags in einer kargen Wüste reiten und im Verlauf in einem düsteren und nebligen Mohr.  Dabei spielt das Spiel mit Farben, Schärfe und mit Licht (auch wenn wir hier kein Raytracing haben). Ich war in der ganzen Zeit mehr als einmal von einer Szenerie voll eingenommen und habe diese quasi in mich aufgesogen. Weiterhin muss man die ganz guten Gesichtsanimationen erwähnen. Wir haben hier zwar kein Meisterwerk wie bei manch anderen Spielen aber trotzdem ein deutlich besseren Standard als in den meisten Open-World-Titeln. 

 

 

Gameplay:

Das Gameplay umfasst so viele Aspekte, dass ich dies in mehrere Kapitel unterteilen muss.

 

Movement:

Als ich das erste Mal das Spiel gestartet habe, habe ich einen actiongeladenen Third-Person-Shooter erwartet. Genau aus diesem Grund war ich auch absolut verwirrt, als mich das Spiel die ersten Minuten nur durch den Schnee stampfen lies. Und genau dies lässt sich auf das komplette Spiel übertragen. Es ist langsam. An manchen Stellen sehr langsam, was sich auch auf das komplette Gameplay übertragen lässt. Alles was Arthur macht und tut wirkt fast schon wie eine Simulation. Sitzen wir am Lagerfeuer und wollen aufstehen, so drücken wir die Taste hierfür. Arthur springt dabei aber nicht sofort auf - wie wir es sonnst bei anderen Spielen erwarten würden -, sondern legt seine Hände in den Schoß und rekelt sich langsam auf. Auch wenn wir unser Pferd besteigen wollen streichelt Arthur dieses nochmal kurz, bevor er sich dann auf den treuen Begleiter aufschwingt. Natürlich nicht immer aber doch ab und an. Und so zieht sich dies durch das gesamte Gameplay. Unser Charakter wirkt immer träge bzw. so als ob es noch eine Gedenkminute für alles geben müsste. Genau dies sorgt dafür, dass das Spiel wie oben beschrieben fast schon als eine Simulation angesehen werden kann, da der Charakter und das gesamte Gameplay eher langsam und absolut nachvollziehbar ist. Arthur steuert sich eben nicht wie eine Spielfigur, sondern wie ein Mensch. 

 

Kampf:

Die Kämpfe in RDR 2 funktionieren zu 90% der Zeit tadellos und so wie man sich das vorstellen würde. Da wir im Wilden-Westen sind, gibt es eben keine vollautomatischen Waffen. Somit haben wir überwiegend Gewehre und Revolver, welche ebenfalls (passend zum Gameplay) eher langsam und unpräzise funktionieren. So trifft nicht jeder Schuss und es stirbt auch nicht jede Person bei jedem Schuss (außer Kopfschüsse). Das führt dazu, dass wir während des Kampfes nicht einfach durch Gegnerhorden „durchballern“ können, sondern unsere paar Schüsse gezielt ins Ziel bringen müssen, bevor wir das nächste mal nachladen. Dies kann je nach Waffe unterschiedlich sein, da jede Waffe natürlich individuell ist in ihren Stärken und Schwächen. Grundsätzlich ist es aber besser eine Deckung aufzusuchen und von dort aus immer ein oder zwei Gegner auszuschalten. Ein Feature, welches aus dem Vorgänger übernommen wurde ist das Dead-Eye. Dies sorgt bei entsprechendem Tastendruck für eine Superzeitlupe, welche es uns ermöglicht die Gegner zu markieren. Auf diese Markierung schießt unser Charakter dann bei Deaktivierung oder Ablauf der Zeit automatisch. Es ist also zum Vorteil in dem Modus auf die Köpfe zu zielen um so gleich mehrere Gegner gleichzeitig per Kopfschuss auszuschalten. Das hört sich nicht nur sehr cool an sondern ist es auch. Gleichzeitig ist das Dead-Eye keine übermächtige Waffe, da sich dies immer wieder aufladen muss um erneut eingesetzt zu werden. Es bleibt also immer cool wenn vor einem noch 2,3 oder vllt. 5 Gegner stehen und man diese dann gekonnt mit einem Magazin in kurzer Zeit fertig macht. Unterschiedliche Gegnertypen haben wir nicht. Es macht also auch in diesem Spiel keinen Unterschied ob wir gegen einen Banditen, Polizisten oder Soldaten kämpfen. Die KI und die Herangehensweise bleibt bei allen die Gleiche.

 

Interaktion mit der Welt und Weiteres:

Ich fasse in dieser Kategorie mal alles zusammen, was mir sonnst noch aufgefallen ist. Als erster Punkt und als einer meiner großen Pluspunkte, ist die Interaktion mit der Spielwelt. Arthur spielt sich in der Welt nicht wie ein Fremdkörper sondern wie ein Teil der Welt. Wie ein Teil in einem Ökosystem. Arthur hat insgesamt 3 Balken, welche gleichzeitig nochmal einen Kern besitzen. Einen Gesundheitsbalken, einen Energiebalken und einen Dead-Eye-Balken. Ist der Kern dieser Balken voll, so steigt der entsprechende Balken automatisch wieder an. Ist der Kern leer so erfolgt keine Wiederherstellung. Um einen Kern zu füllen müssen wir Essen (Gesundheit und Energie) und andere Mittel zu uns nehmen (Kokain, Kaffee, etc. für den Dead-Eye-Balken). Doch wo bekomme ich diese Güter her? Nun da gibt es verschiedene Wege. So können wir an einem See angeln, in der Wildnis verschiedene Tiere jagen oder einfach in ein Geschäft laufen und dort die entsprechenden Güter erwerben. Doch auch hier hört RDR 2 nicht auf. Nicht jeder See beherbergt die selben Fische und nicht jedes Areal wird von den selben Tieren bewohnt. Möchte man also bestimmte Arten fangen, so muss man sich erst mit der Materie auseinandersetzen und deren Territorien finden. Und hier hört RDR 2 immer noch nicht auf. Essen wir generell wenig, so nimmt unser Hauptcharakter ab. Dies hat Einfluss auf das Spiel, da wir nun weniger aushalten aber dafür mehr Ausdauer haben. Essen wir dafür sonnst relativ viel, so nimmt unser Hauptcharakter zu, was ihn zwar langsamer und inaktiver aber dafür widerstandsfähiger macht. Bei diesem Spiel wurde um so viele Ecken gedacht, dass manche Features im Verlauf des Spielens durchaus mal vergessen werden können, bevor diese wieder für einen relevant werden. Auch die Haare unseres Charakters wachsen im Verlauf und können dann wieder geschnitten werden. Anders als in GTA ist as also nicht möglich von einer radikalen Kurzhaarfrisur auf lange Haare umzuschwenken. Wir müssen somit warten, bis die Haare wieder nachgewachsen sind. Darüberhinaus ist auch die Spielwelt an sich zu loben. Wie oben beschrieben ist die Szenerie sehr Abwechslungsreich. So sehen wir im Verlauf Ödland, kleine Dörfer, Großstädte, Sümpfe und Grassteppen. Was jedoch noch viel wichtiger ist. Die Welt lebt und wir können mit ihr interagieren. So können wir fremde Personen freundlich grüßen oder diese verärgern und teilweise kleine Gespräche mit diesen führen. Und das alles komplett zufällig. Es kann sogar vorkommen, dass sich aus einem zufälligem Gespräch mit einem NPC eine kleine Mission entwickelt. Generell findet man in der Welt immer irgendwas zu tun oder irgendwas interessantes. Ob uns nun jemand am Straßenrand um Hilfe bittet oder uns zu einem Duell herausfordert, die Missionen ergänzen das Spiel und vor allem die Spielwelt deutlich. Hinzu kommt, dass das Spiel selbst in solchen Interaktionen noch Kleinigkeiten einbaut. Es kommt also auch mal vor, dass uns ein NPC am Straßenrand um Hilfe bittet, um uns dann auszurauben. Einer meiner größten Kritikpunkte bei Cyberpunk war die trostlose und gefühlt tote Welt. Man hatte keinen Spaß sich mit dieser zu beschäftigen. In RDR 2 ist dies anders. Es gibt allerhand zu tun und zu entdecken. Kleiner Kritikpunkt an dieser Stelle. Töten wir besagte Räuber, so werden wir, sofern es Zeugen gibt (denn einfach so Sterne bekommt man nicht), von der Polizei gesucht. Es gibt in diesem Moment auch keine Möglichkeit sich zu rechtfertigen, da man sich ja schließlich nur verteidigt hat. Dies hätte gerne anders umgesetzt werden können.

 

Darüber hinaus gibt es noch ein Feature, welches ich mal Map-Evolution nennen würde. So entwickelt sich die Karte in RDR 2 stetig und wirkt daher noch dynamischer. Als Beispiel könnte ich hier die Siedlung Valentine nennen. Am Anfang der Geschichte ist ein kleiner Platz neben einem Laden frei. Im Verlauf der Handlung wird dort ein weiteres kleines Geschäft gebaut. Dies wird in der Story nichtmal erwähnt, sodass man sagen könnte, dass die Entwickler extra darauf stoßen wollten. Nein. Es findet einfach statt. Natürlich ist es festgeschrieben, dass dieses Haus gebaut wird und es passiert auch immer. Trotzdem finde ich es beim durchspielen ein nettes Detail.

 

Story:

Zeitlich spielt RDR 2 vor dem ersten Teil der Reihe und behandelt die Thematik, welche ausschlaggebend für die Story des ersten Teils ist. Es handelt sich also um ein Prequel. Wer kurz Nachhilfe braucht. Der erste Teil handelt von John Marston, welcher von der Polizei gezwungen wird seine ehemaligen Bandenmitglieder zur Strecke zu bringen. Im Verlaufe des ersten Teils töten wir also Mitglieder unser Bande aus dem zweiten Teil, was tatsächlich eine echt coole Idee ist und fast schon gewollt wirkt. Ob da jemand Inspiration von den StarWars-Machern hatte?

 

Im zweiten Teil geht es inhaltlich um die Bande von Dutch van der Linde (welchen wir im ersten Teil am Ende töten), welcher ein mehr oder weniger erfolgreicher Bandit ist. Die Bande hat es als Hauptziel finanziell unabhängig zu sein und dann das Land zu verlassen um der Industrialisierung und den größer werdenden Städten zu entkommen. Unser Spielcharakter ist Arthur Morgan. Einer der engsten Vertrauten von Dutch van der Linde und ein waschechter Revolverheld. Wie oben beschrieben gehören auch alt bekannte Gesichter aus RDR1 zu unserer Bande. So sehen wir Bill Williamson, John Marston (samt Frau und Sohn) und Uncle. 

 

Die Charaktere der Story sind durchaus gut geschrieben und ich konnte keine großen out of character Momente (Das ist der Moment an dem ein Charakter absolut untypisch und nicht nachvollziehbar handelt) feststellen. Bestimmte Charakterentwicklungen fand ich jedoch zu vorhersehbar im Endeffekt aber ganz gut umgesetzt. Unsere Story beginnt an einem Tiefpunkt. Wie oben beschrieben befindet sich die Bande in einem Schneesturm und versucht sich hiervor zu schützen. Im späteren Verlauf finden wir einen neuen Unterschlupf in einem wärmeren Gebiet und planen den ersten Raubüberfall für unsere finanzielle Unabhängigkeit. Der Überfall läuft jedoch überhaupt nicht wie geplant und zwingt unsere Bande weiterziehen zu lassen. Und genau hier sehe ich die größte Schwäche von RDR 2. Auch wenn die Story und die Charaktere an sich ganz gut geschrieben sind, so wiederholt sich einfach zu oft ein bestimmtes Vorgehen. So suchen wir einen Unterschlupf, lassen uns dort nieder, planen einen Überfall - welcher uns dieses mal aber wirklich finanzielle Freiheit verschaffen soll -, dieser läuft nicht so wie geplant und wir müssen wieder flüchten. Nach der Flucht erfolgt wieder ein neues Lager, ein neuer Plan und so weiter. Das Ganze ist so repetitiv, dass ich mindestens 3x dachte, dass dies doch nun das Ende sein muss. Anschließend war ich dann schon grob genervt als ich hörte, dass wieder eine Flucht erfolgte, darauf wieder ein Plan erstellt wird und wir anschließend wieder einen Überfall durchführen. Das Vorgehen kann fast schon als running gag angesehen werden. Dabei hat mich das stark an Assassins Creed 1 erinnert. Dort hatten wir auch immer die gleiche Vorgehensweise. Anschließend erfolgte wie bei einer Serie das Staffelfinale und dann geht wieder alles von vorne los. Zwar spielt die Story mit den immer fortwährenden Misserfolgen der Bande, jedoch ändert dies nichts daran, dass der Spieler wieder und wieder und wieder die gleichen Ziele verfolgt. Wenn uns Dutch nach dem 4 gescheiterten Versuch erzählt, dass es dieses mal wirklich klappt und wir nur noch schnell XY ausrauben und dann abhauen, dann wirkt das tatsächlich irgendwann wie ein schlechter Scherz und nicht wie ein reizhaftes Vorhaben. Bereits nach dem 2ten Mal hätte ich mir hier mal eine Abwechslung gewünscht. Dabei wäre dies ohne Weiteres möglich gewesen. Eine Bande die Versucht einen Überfall (oder vllt. zwei -und dafür eine längere Vorbereitung) zu reißen und dann von der Polizei gejagt wird, bis diese zu einem letzten verzweifelten Gegenschlag ausholt, wäre für mich wahrscheinlich eine interessantere Geschichte gewesen. Zwar spielt die Story auch mit diesem Aspekt aber eben auch wieder nur eher im Hintergrund. Mir hätte es hier lieber gefallen einen Raubzug länger zu planen und dafür dann weniger Raubzüge insgesamt zu machen. Von den insgesamt bestimmt 80 Stunden Spielzeit, handeln circa 60 Stunden über diese Misserfolge. Eigentlich ist das Konzept auch kein schlechtes und bringt richtige Tiefe und lässt den Charakteren Zeit zur Entwicklung. Aber irgendwie fand ich diese Teile zum Spielen eher zäh. So hatte ich nach einem weiteren gescheiterten Misserfolg auch erstmal keine Lust mehr, was auch meine Distanz zwischen erstem Anschmeißen und Durchspielen erklärt. Rückblickend finde ich es wirklich gut gemacht aber während des Spielens sehr zäh. Keinen Abzug gibt es jedoch für die Abwechslung in den verschiedenen Missionen. Dort gab es allerhand an Aufgaben zu erledigen, welche sich selten wiederholten.

 

Im Nachgang an die Hauptstory erfolgt noch ein Epilog, welcher circa 8-10 Stunden fasst. Dies hat mich nochmal überrascht, doch bereicherte er für mich eindeutig das Spielgeschehen und vor allem das Gesamtpaket RDR. Sollte jemand nochmal genügend Zeit haben oder noch gar kein RDR gespielt haben, ist dies der perfekte Zeitpunkt. Fangt an mit RDR 2 und schließt dann mit RDR 1 ab. Mehrere hundert Stunden Spielzeit und eine grandios geschrieben Story. - Manchmal nur eben zäh zu erleben -

 

Ton:

Wie auch in meiner letzten Review, bewerte ich auch den Ton des Spiels, da dies einen nicht unwesentlichen Teil des Erlebnisses ausmacht. Dabei könnte man diese Punkt relativ kurz lassen und einfach sagen, dass die Vertonung top ist. Dies wäre jedoch nicht angemessen. RDR 2 hat tolle Synchronsprecher für die verschiedenen Charaktere engagiert, welche ihren Job auch noch großartig gemacht haben. Einer der schwersten Aspekte für ein Synchronsprecher in einem Spiel dürfte es sein, richtige Emotionen zu vermitteln. Passiert dies nicht, wirken Szenen oft merkwürdig oder eher lustig. Dies ist bei RDR 2 nicht der Fall. Die Charaktere bieten ein sehr breites Spektrum an Emotionen. So erkennen wir eindeutig Wut, Verzweiflung oder auch ein herzliches Hallo. Gleichzeitig haben die Charaktere eine gewisse rauchige Stimme, was das Leben, welches sie leben (was ein Satz) unterstreicht. Aber nicht nur die Charaktere sind gut vertont. Es gibt neben den zu erwartenden Geräuschen (z.B. die Schritte unseres Pferdes) auch noch viele kleine Details wie ein leichtes klappern unserer Gewehre oder unserer Sporen. Kurzum der Ton ist ähnlich detailverliebt wie alles andere auch. Gleiches gilt für die tollen Western-Tracks, welche ab und an einspielen. Dabei sind diese nie nervig sondern unterstreichen oft einfach die ganze Szenerie. Es hat eben schon was, wenn an einem Punkt alles zusammenkommt. So wirken Szenen bei denen wir durch eine Steppe reiten schon sehr cool. Wenn dann aber noch ein leichter Soundtrack ertönt, der diese Szenerie untermalt, dann zieht das Spiel einen förmlich in die Welt hinein. Kurze Anmerkung. Die Charaktere aus dem ersten Teil wurden mit den gleichen Synchronsprechern versehen. 

 

Fazit:

Nun warum habe ich denn nun knapp 2 Jahre gebraucht um RDR 2 durchzuspielen, wenn die Review doch eigentlich recht positiv ausfällt? Nun, es sind wie so oft die Details. An sich finde ich das Spiel sehr gut. Die Welt, der absolut bombastische Umfang, die Vertonung, die Grafik und vieles mehr sagen mir mehr als zu und sind für mich auf einem extrem hohen Niveau. Womit ich mich jedoch nicht anfreunden konnte war das teils repetitive Vorgehen in Verbindung mit dem teils langsamen Gameplay. Alles dauert lange und alles braucht in diesem Spiel viel Zeit. Als  Berufstätiger ist es daher schwer ein Spiel zu spielen bei dem scheint als würde es nicht vorangehen. Schlimmer noch. Nach langer Spielzeit wiederholt sich vieles wieder und wieder und wieder. Irgendwann möchte man das Spiel auch abschließen und beenden, doch gerade am Ende zieht sich das Spiel wie ein Kaugummi. Irgendwie schien es für mich nicht zu enden. Als es dann so endete und ich dann ein wenig darüber nachdachte, fand ich es eigentlich schon wieder gut. Wieso? Weil man sich Zeit genommen hat die Geschichte zu erzählen die Charaktere zu entwickeln und alles zu einem schlüssigem Ende zu führen. Anders als in manchen Spielen in denen das Ende ein wenig plötzlich folgte und alles auf einmal Platz, ist das Ende von RDR 2 irgendwie antiklimaktisch. RDR 2 ist an sich einfach anders. Es ist langsam. Es nimmt sich Zeit und wirkt daher auf Spieler, welche das nicht gewöhnt sind einfach eher befremdlich. Lässt man sich drauf ein, dann zieht einen das Spiel mit seinem unglaublichen Umfang und Detailreichtum in seine Welt hinein.

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Wertung
Pro und Kontra
  • - Umfang
  • - Details
  • - Charaktere
  • - Story
  • - Optik
  • - Ton
  • - Teils zu zäh beim Vorankommen
  • - Viel reiten

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 40, weniger als 100 Stunden



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