Eines der besten Tower-Defense-Spiele aller Zeiten

Dass auch Tower Defense einen riesigen Spaß machen kann, ist mir spätestens seit Pflanzen gegen Zombies bewusst. Damals verbreitete sich das Spiel...

von Bakefish am: 22.12.2013

Dass auch Tower Defense einen riesigen Spaß machen kann, ist mir spätestens seit Pflanzen gegen Zombies bewusst. Damals verbreitete sich das Spiel wie ein Virus unter meinen Freunden, und das völlig zu Recht. Aber was genau macht den Reiz dieses Spiels aus? Diese Frage beantworte ich nun in meiner Rezension.

Mit Botanik gegen Pathologie

Zombies greifen dich an! Mit diesem Satz kann man die Handlung des Spiels am besten beschreiben. Denn tatsächlich fällt eine Horde Untoter in unseren Garten ein, mit nur einem Ziel: Das Gehirn des Besitzers fressen. Doch wir können uns zur Wehr setzen, nämlich mit der Macht der Pflanzen.

Erbse vs. Totes Fleisch

Zuallererst müssen wir uns durch den Abenteuer-Modus schlagen und werden in diesem in die grundlegende Mechanik des Spiels eingeführt. Unser Garten ist in 6 Reihen angelegt, auf jeder dieser Reihen können Zombies entlanglaufen, langsam und gemächlich in Richtung Eingangstür. Gleichzeitig dürfen wir auf jeder dieser Reihen unsere Pflanzenarmee niedersetzen.

Klingt simpel, ist es auch. Eines jedoch müssen wir beachten: Je nachdem, welche Pflanzen wir verwenden, müssen wir Sonnenenergie dafür zahlen. Diese Sonnenenergie erhalten wir- wer glaubt´s anders- durch die Sonne, alternativ (und viel schneller) auch durch Sonnenblumen, welche wir pflanzen.

Mit jeder weiteren Runde, die sich selbst nochmal in mehrere Zombieangriffswellen unterteilt, bekommen wir neue Pflanzen hinzu, jede hat verschiedene Fähigkeiten. So bombardiert die Erbsenkanone die Zombies mit Erbsen, die Wall-Nuss bildet eine Schutzmauer vor ihrer Gefräßigkeit, die Hagelzuckererbse verschießt Erbsen, die Gegner verlangsamen usw. usw. Dazu kommt allerdings, dass auch mit weiteren Runden immer mehr verschiedene Zombies auf dem Schlachtfeld, äh, Garten, landen. Sind es anfangs noch ganz typisch langsam schlurfende, „BRAAAAIIIIIIINNNNSS!“, rufende Wichte, gelangen bald schon Zombies mit Eimern als Schutz oder Zombies auf Pogostöcken aufs Feld. Einige davon sind wirklich übel drauf, daher muss man den gesamten Garten immer so anlegen, dass man gegen alle ankommenden Gegner (welche dies sind, wird immer vorher gezeigt) gut vorgehen kann. Taktische Tiefe fehlt hier also keineswegs.

Um das ganze Haus

Es dauert nicht lange, und wechselt der Tag in die Nacht. Da fallen keine Sonnen vom Himmel, stattdessen müssen wir auf leuchtende Pilze zurückgreifen, welche das Sonnenproblem klären. Auch nachts kommen spezifische Zombies.

Damit aber nicht genug, bald schon rücken die Zombies nämlich von der anderen Seite aus an und wollen unseren Pool, welcher zwei Reihen ausmacht, für sich erklären. Dass da auch besondere Pflanzen bzw. Zombies ins Spiel kommen, ist logisch. Dann spielen wir den Pool nochmal bei Nacht (mit einem wunderschön schaurigen Nebel) und zuletzt auf unserem Dach. Mit jedem „Biom“, welches wir spielen, müssen wir die Taktiken variieren. Dass man Pflanzen nicht einfach so in den Pool setzen kann, ist klar. Oder dass man sie nicht einfach auf dem Dach pflanzen kann, weil da einmal keine Erde ist bzw. das Dach schräg ist. Man muss halt etwas taktischer denken können.

Im Laufe des Spiels werfen die Zombies dann Geld heraus. Dieses können wir benutzen, um im Shop unseres voll bekloppten Nachbarn Deppie Dave tolle Upgrades kaufen zu könne, wie neue, sehr gemeine Pflanzen, eine zusätzliche Verteidigungsbarriere und und und. Einige davon brauchen wir auch dringend, dazu später mehr.

Neben dem Abenteuermodus schalten wir bald schon viele andere Dinge frei. So erhalten wir bald schon einen Zengarten, in welchem wir Pflanzen, die wir gekauft bzw. im Spiel erhalten haben, großziehen und für viel Geld verkaufen können. Auch den Zengarten könne wir durch Upgrades aus Deppie Daves Shop verbessern.

Daneben dürfen wir eine ganze Reihe an Minispielen ausprobieren, welche unter anderem auch an andere Computerspiele erinnern. Im Modus „Portal Kombat“ beispielsweise schlüpfen die Zombies plötzlich durch irgendwelche Portale, welche seeeehr an ein anderes Spiel mit diesem Namen erinnern…

Oder wir schlüpfen selbst mal in die Rolle der Zombies und proben uns mal daran, fiesen Pflanzen den Garaus zu machen.

Zuletzt gibt es da noch die Überlebensmodi. In diesen müssen wir anfangs halt eine bestimmte Anzahl an Angriffen seitens der Zombies abwehren, was etwas schwerer als der Abenteuermodus ausfällt. Und zuletzt gibt es dann den Endlos-Überlebens-Modus, in welchem wir versuchen müssen, so viele Wellen wir möglich zu überstehen. Und das wird seitens der schieren Gegnermasse, die mit der Zeit kommt, irgendwann echt schwer…

Schlussendlich gesagt: Pflanzen gegen Zombies gibt uns für das bisschen an Geld, welches wir zahlen müssen, einen Haufen an Umfang, welcher auch nicht so schnell langweilig wird. Dabei haben mir solche Dinge wie der Endlos-Überlebens-Modus und der Zen-Garten sehr gefallen.

Auch für Kinder geeignet

Zuletzt gibt es dann da noch den Stil des Spiels. Die Pflanzen und Zombies sind in einem sehr verspielten Comic-Look animiert worden. So lachen die Sonnenblumen die ganze Zeit, während der Untergangspilz, kurz bevor er hochgeht, mit einem bitterbösen Blick und glühend roten Augen etwas einschüchtert. Dagegen wirken die Zombies teils echt albern (was ich nicht negativ meine). An sich sind einige Zombies selbst ein Witz. Wenn man an den Opa-Zombie denkt, der ausrastet, weil man ihm die Zeitung weggeschossen hat, oder den Michael-Jackson-Zombie, der Moonwalk tanzt (obwohl im Spiel gesagt wird, dass es keinerlei Anspielung auf lebende bzw. tote Personen gebe), muss man einfach lachen. Zugleich ist das Spiel nicht im geringsten blutig gestaltet, es ist also auch für Kinder spielbar.

Fazit

Pflanzen gegen Zombies ist mittlerweile extrem günstig. Für das, was im Spiel drin steckt, ist es das kleine Geld locker wert. Gleichzeitig bleibt das Spiel auch dank einiger Spielmodi auf die Dauer sehr fesselnd und abwechslungsreich, in einigen Modi jedoch zu leicht. Das wirkt sich im Endeffekt auch etwas auf die Wertung aus. Doch zumindest für Tower-Defense-Liebhaber ist dieses Spiel ein absolutes Muss und daher gebe ich eine klare Kaufempfehlung!

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Wertung
Pro und Kontra
  • etliche Pflanzen und Zombies
  • viele Taktiken
  • verschiedene Schauplätze
  • sehr witzige Atmosphäre
  • etliche Modi
  • niedlich-verspielter Grafikstil
  • viel Abwechslung
  • Spielspaß hält sich auf Dauer nur in einigen Modi
  • in einigen Modi zu leicht

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nein

Spielzeit:

Mehr als 20, weniger als 40 Stunden



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