Gleichzeitig ein Schritt vor Zwei zurück

Resident Evil 8 wirklich objektiv zu bewerten ist nicht einfach. Ja nachdem welchen Zugang man zur Reihe hat wird man das Spiel wohl mit unterschiedlichen...

von Revolver Ocelot am: 01.06.2021

Resident Evil 8 Village versteht sich als Best Off der gesamten Resident Evil Geschichte. Es  greift in meinen Augen recht geschickt auf die unterschiedlichen Elemente in der  mittlerweile 25 jährigen Geschichte der Reihe  zurück.  Spielerisch erinnert es eher mehr an die klassische Resident  Evil Teile aus den Anfangsjahren der Franchise als an die Neuausrichtung der Reihe in  RE 7.Die Action steht viel mehr im Vordergrund, die Gegnervielfalt ist größer und  die Schauplätze variieren stärker als noch in Teil 7 wo es eigentlich nur das Baker Anwesen und das geheime Labor als Schauplatz gab. Die Schauplätze erinnern auch an alte Resident Evil Teile. Das Dorf  erinnert z.B. an Resident Evil 4, das Schloss hingegen hat etwas von Resident Evil Code Veronica und/oder Resident  Evil Zero. Für mich als  RESI Fan der ersten Stunde tragen solche kleinen Details sehr zur Stimmung bei. 

Das Gameplay erinnert stark an  den Vorgänger auch wenn es  Neuerungen  gibt. Mann  kann Items sammeln und auch das Besiegen von Gegnern bringt einen zusätzliche Crédits ein die man dann beim Händler dem (Duke)   für neue Ausrüstung und und für Waffen Modifikationen ausgeben kann.  Der Duke ist ein witziger Charakter der aber leider komplett losgelöst von der Story ist. Es wäre besser gewesen wenn man eine Existenz  in der Spielwelt begründet hätte.

Eine weitere Neuerung stellt die Blockfunktion dar. Diese Funktion ist zwar nicht komplett nutzlos funktioniert aber nicht immer zuverlässig ist zumindest auf dem normalen Schwierigkeitsgrad verzichtbar.

 

Das gleiche kann man über die Zweite Neuerung sagen. Dem Verbarrikadieren  von Räumen. Ist im späteren Spielverlauf aufgrund der zahlreichen Munition die man so findet einfach  nicht mehr nötig.

 

Die Grafik ist sehr hübsch wenn auch nicht überragend. Die Atmosphäre kommt sehr gut rüber. Capcom hat es auch geschafft  dem Charakter Ethan Winters mehr leben einzuhauchen im Vergleich zum Vorgänger. Auch  der eher sonst immer eindimensionale Chris Redfield kommt diesmal eher Menschlich rüber.

Die deutsche Sprachausgabe ist auch sehr gelungen. Die Qualität der Schauplätze im Spiel variiert recht stark. Wirklich schlecht ist keines der Szenarien aber es gibt Abschnitte die viel besser sind als andere.

So mancher jüngere Spieler  könnte auch mit dem Aufbau des Spieles Probleme haben. Es fang eben  wie ein Horror Film an wo man stark unterlegen ist nur um sich dann später mit einen großen Waffenarsenal durch die Monster Horden zu schnetzeln als hätte man schon sein ganzes Leben nichts anderes getan.  Und dann kommt dann noch witzige aber nicht sehr schlüssige Auflösung der ganzen Geschichte.

 

Das ist das alte Klassische Resident Evil meine Damen und Herren und ich liebe es.    Aber es gibt auch genug Leute die mit so etwas nichts anfangen können und lieber einen durchgängigen Horror wie z.B. in den sehr guten   Outlast Teilen erwarten.

Fazit

Es ist daher schwierig ein wirklich objektives Fazit abzugeben. 

 

Ich würde 86 Prozent vergeben. Für Leute die mit den alten Resident Evil Teilen aufgewachsen sind und/oder Wert auf kurzweilige Action  im Stile eines B-Movies gut finden werden mit Village sicherlich ihren  Spaß und die 10 Stunden Plus Spielzeit sicher genießen.

 

Wer aber auf intelligenten Horror mit einer  nachvollziehbaren und schlüssigen Story wert legt sollte   sich lieber woanders umsehen.   Es ist eben "nur" ein klassisches Resident Evil in der Ego Perspektive und mit moderner Grafik. Es versucht gar nicht die Spielregeln zu ändern so wie es Re 7 zum Teil noch machen wollte. Daher könnte man sagen dass Spielprinzip für manche Leute wohl aus der Zeit gefallen ist  und daher nicht annähernd  so gut gefällt wie mir.

 

 

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Wertung
Pro und Kontra
  • Atmosphäre, Grafik, einige Schauplätze sind stimmungsvoll umgesetzt, gute deutsche Lokalisierung, Wiederspielwert dank zusätzlichen Schwierigkeitsgrad, Figuren sind besser ausgearbeitet noch in den Vorgängern, sogar der sonst eher eintönige Chris Redfield kommt sehr menschlich rüber, Das Design der Gegner ist recht kreativ auch wenn sich gängigen Horror Klischees bedient hat, Die Liebe zu den Details im Spiel gefallen mir sehr gut (sieht man gut bei den Nachlade Animationen bei der Handfeuerwaffe)
  • keine wirklich sinnvollen Neuerungen, mehr ein klassisches Resident Evil als noch der 7 Teil ( das ist nicht zwingend ein Negativ Punkt könnte aber für manche Spieler einer sein daher führe ich ihn hier an) auf Normal ist das Spiel fast schon zu leicht, Auch wenn die Story für Resident Evil Verhältnisse nicht schlecht ist hätte man doch mehr daraus machen können, manche Settings sind nicht so gut wie andere. Fehlender taktischer Tiefgang. Taktische Elemente wie das verbarrikadieren von Räumen oder die Nutzung von Minen sind im Spiel zwar vorhanden werden aber nicht ausreichend in das Gameplay integriert

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

eher leicht

Bugs:

Nein

Spielzeit:

Mehr als 10, weniger als 20 Stunden



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