Großartige Grafik leidet unter ärgerlichen Bugs...

Eines Vorweg: Mein System kratzt laut Sacred2 Systemanforderungen gerade so an der Minimal-Grenze.Aufgrund meines schwachen Systems war ich anfangs natürlich...

von - Gast - am: 13.10.2008

Eines Vorweg: Mein System kratzt laut Sacred2 Systemanforderungen gerade so an der Minimal-Grenze.

Aufgrund meines schwachen Systems war ich anfangs natürlich sehr vorsichtig und fragte mich natürlich ob ich S2 über haupt spielen könnte. Da ich aber ein großer Fan des ersten Teils war, musste irgendwie eine Lösung her.

Nach ausführlichem Austesten des Demos war klar: Es läuft! Wenn auch nur auf sehr niedrigen Grafikeinstellungen, aber es läuft.

Ich war schon von dem Demo begeistert. Trotz der niedrigen Grafik, war ich von der Grafik und Atmosphäre von Anfang an begeistert. In der Dem hatte man leider noch mit einigen Bugs zu kämpfen, die Entwickler versprachen allerdings im Forum eine Bug-bereingite Vollversion.

Dem war leider letztendlich nicht so....

Trotz meines relativ alten Systems konnte ich, im Gegensatz zu einigen anderen Käufern, relativ problemlos spielen und hatte eigetnlich relativ wenig 'technische' Probleme. Ledeglich ein ab und an auftretendes, kommentarloses, 'Back-to-Desktop'-Problem.

Ingame machte Sacred2 leider um einiges mehr Probleme. Der Mutliplayer-Modus ist im Moment leider unspielbar, da die Ascaron-Server dauerüberlastet sind und ein problemloses einloggen, geschweigeden spielen, unmöglich ist. Das störte mich allerdings zu Beginn nicht allzu sehr. Ich muss eh noch einige Zeit auf einen neuen PC warten und spielte daher erst einmal den Singleplayer an.

Die Grafik und Atmosphäre ist bombastisch. Auch wenn man einen high-tech Rechner braucht um S2 in voller Pracht genießen zu können, schon in den niedrigsten Einstellungen blieb mir immer wieder die Kinnlade am Boden kleben.

Die Hauptstory ist Sacred-typisch eher unscheinbar, der rote Faden geht leider schnell verloren und man konzentriert sich mehr auf das Item sammeln und den Charakter-Asubau. Die Hauptquest ist irgendwann nur noch eine Quest unter vielen. Es soll übrigens angeblich über 800 davon geben. Ich befinde mit meinem Charakter kurz vor dem Ende der Hautpquest und habe bei 20h Spielzeit gerade einmal knapp über 200 Quests gemacht.

Die Quests sind einigermaßen abwechlungsreich aber nach 200 Quests hat man irgendwann aber auch keine Lust mehr genau zu lesen was man da nun eigentlich genau machen soll. Einfach annehmen und ab zur Markierung.

Trotz vielerlei Erfahrung mit dem Vorgänger viel es mir anfangs nicht gerade leicht in den neuen Teil der Sacred-Reihe einzusteigen. Das Spielsystem ist komplexer und umständlicher - manchmal leider zu umständlich geworden. Das überfordert absolute Neulinge doch sehr. Da es im Spiel keine Möglichkeit gibt seinem Charakter einen 'respec' zu gönnen, (also die Skills nochmal neu zu verteilen zu dürfen) kann ein Charakter schnell mal 'verskillt' werden. Das führt dann immer zu großem Frust, weil komplett von Neuem angefangen werden muss.

Der Schwierigkeitsgrad ist allerdings angemessen. Anfangs gibt es zwei Schwierigkeitsgrade, Bronze und Silber. Bronze ist für Anfänger gut geeignet. Sacred-Veteranen steigen besser gleich bei Silber ein. Nach dem durchspielen eines Schwierigkeitsgrades werden weitere freigeschaltet. Für die ganz Harten unter den Spielern gibt es den sogenannten 'Hardcore-Modus'. Im Gegensatz zu den normalen Spielmodi ist das Spiel vorüber, wenn der Charakter stirbt und man muss von Neuem beginnen.

Warum dennoch eine solch hohe Wertung? Da mich im Spiel die Grafik und Atmosphäre so extrem fasziniert hat, dass ich trotz aller Bugs immer weiter spielen wollte. Und weil ich der Meinung bin, dass die größten und ärgerlichsten Bugs sicher in nächster Zeit gefixt werden.

Ich kann das Spiel nur jedem empfehlen, allerdings würde ich raten noch einige Zeit mit dem Kauf zu warten bis alle schwerwiegenden Bugs beseitigt wurden und der Multiplayer spielbar ist.


Wertung
Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Häufiger, unregelmäßig

Spielzeit:

Mehr als 40, weniger als 100 Stunden



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