Gute Idee in den "Sand" gesetzt

Mad Max ist ein im September 2015 erschienendes Action-Adventure, welches auf der Filmvorlage Mad Max basiert. Mit diesem Spiel versucht Avalanche, neben Just...

von COMGORDON am: 06.12.2015

Mad Max ist ein im September 2015 erschienendes Action-Adventure, welches auf der Filmvorlage "Mad Max" basiert. Mit diesem Spiel versucht Avalanche, neben Just Cause, eine weitere große Marke aus dem Boden zu stampfen. Ist Mad Max also der Anfang einer neuen großen Marke, oder nur ein gescheiterter Versuch? Das Kläre ich hier im Test.

Story


Mad Max beginnt mit einigen Zusammenschnnitten, die kurz beschreiben, wie es dazu kam, dass die Welt sich so apokalyptisch verändert hat. Kurz darauf folgt ein Render-Intro, in dem Max (Der Protagonist des Spiels) seinen Wagen an den Hauptbösewicht Lord Scrotus verliert. Da Max eine nahezu fanatische Bindung zu seinem Wagen aufgbaut hat, trifft ihn dieser Verlust sehr.

Genau in dem Moment fängt man als Spieler an Max zu steuern. Wenige Minuten Später trifft man auf Chumbucket, einen verküppelten kleinen Mann, der in seinen Verhaltensweisen stark an Gollum, aus Tolkiens Herr der Ringe, errinert. Dieser kennt Max und hält ihn für einen Heiligen, dem er sofort seine Hilfe, beim Bau eines neuen Wagens anbietet. Ab diesem Punkt, geht es in dem gesamten Spiel darum einen neuen Wagen zu bauen, und sich letztlich an Lord Scrotus zu rächen. Klingt Langweilig? Ist es Teilweise auch. Leider schafft es die Inszenierung nur selten, den zum großteil eintönigen Plot, wetzumachen. Nachdem ich die gesamte Story durch hatte, viel mir auf, dass mir nur wenige Momente im Gedächtnis geblieben sind.

Wo wir bei Inszenierung, sind muss ich jedoch sagen, dass die Story Missionen trotz ihrer Belanglosigkeit, dennoch zum Teil echt Spaß gemacht haben. Beispielsweise gibt es eine Mission, in der man eine Lichterkette aus einem verlassenen Flughafen beschaffen soll. Von der Geschichte her total Öde, aber durchaus genial Inszeniert.

Was mich jedoch besonders gestört hat, ist dass es Story Missionen gibt die mich verpflichten, ein gutes Stück der, zum großteil sehr langweiligen, Openworld Aktivitäten abzuschließen.

Gameplay

Das Gameplay muss man in zwei Großbereiche einteilen, erstens die Auto Kämpfe und zweitens die Kämpfe zu Fuß.

Beginnen wir mit den Auto-Kämpfen. Zuertseinmal muss ich sagen, dass ich gelinde gesagt sehr enttäuscht von den Kämpfen gegen andere Autos bin. Sie bestehen daraus ewig hin und her zu fahren, um dann mit Boost den Gegner zu rammen. Zu dem hat man die Möglichkeit, wenn man Schrotflinten-Patronen verschwenden will, dem gegnerischen Wagen, auch dadurch gezielt Schaden zuzufügen. Doch da diese, gerade am Anfang, Mangelware sind, fingen mich diese Art von kämpfen recht schnell an zu nerven, weswegen ich auch jedem feindlichen Wagen, großräumig aus dem Weg fuhr. Sobald man dann die Möglichkeit hat selber Schrotflinten-Patronen zu produzieren, ist es eine Zeit lang erträglich. Dann jedoch, werden die Gegner jedoch stärker und die Kämpfe noch länger und ätzender.

Da das Auto im Spiel eigentlich im Mittelpunkt steht, erhoffte ich mir einige umfangreiche Tuningmöglichkeiten. Fehlanzeige. Alles in allem, ist es eher ein aufleveln von Autoteilen, was weder cool inszeniert ist, noch Spaß macht.

Dann sind da noch die Faustkämpfe die vom Gameplay her stark denen der Arkham Triologie ähneln. Somit machen diese eigentlich durchweg Spaß, auch wenn das Kampfsysthem, gerade im Vergleich mit den Batman-Spielen, etwas vereinfacht wirkt.

Umfang

Mad Max besitzt eine wirklich riesige Open World, die gerade Optisch, echt viel her macht. Zu dem gibt es zwar unglaublich viele Nebenaufgaben, welche jedoch  nach  drei vier mal schon keinen Spaß mehr machen, da sie sich andauernd wiederholen.

Grafik

Grafisch macht Mad Max echt was her. Eine,in sich Stimmige und Auttetische Wüsten Welt, die auch noch hübsch daherkommt, kann kaum ein anderes Spiel bieten.
Gerade wer die Möglichkeit hat dieses Spiel in 4k zu erleben, sollte es nicht versäumen.

Fazit

Dieses Spiel hätte so viel mehr sein können. Es hätte sich als große neue Marke etablieren können, doch das bleibt ihm dank repetitiven Aufgaben, mäßiger Story und zum Teil langatmigem Gameplay verwehrt. Somit wird Avalanche einen zweiten Versuch brauchen, um aus diesem Spiel, eines der wirklich großen zu machen. Doch wenn sie auf das Feedback der User eingehen und die Probleme im zweiten Teil ausmerzen, dann kann genau das gelingen.

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Wertung
Pro und Kontra
  • Große Open-World
  • Optisch nicht eintönig (trotz Wüstensetting)
  • Gut Inszenierte Zwischensequenzen
  • Langweiliger Protagonist
  • Zu wenig verrückte Charaktere
  • Mäßiges Autokampf Balancing
  • Nebenafgaben stark repetitiv
  • Openworld Aufgaben nicht optional
  • Eintönige Story
  • Keine Deutsche Synchro

Zusätzliche Angaben

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 20, weniger als 40 Stunden



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