RTS in mal richtig groß! Einfach fantastisch

Bela, Anthony und Stina sitzen am Lagerfeuer und diskutieren über ihr weiteres Vorgehen. Im Hintergrund patrouillieren Soldaten, steigt rauch von den Häusern...

von Lars-G90 am: 14.03.2010

Bela, Anthony und Stina sitzen am Lagerfeuer und diskutieren über ihr weiteres Vorgehen. Im Hintergrund patrouillieren Soldaten, steigt rauch von den Häusern auf und ein Triceratops stapft durchs Bild. Moment mal... ein Triceratops?

Größe ist doch wichtig!

Richtig. In Paraworld, dem gelungenen RTS von SEK sind neben Menschen und einigen Maschinen auch prähistorische Tiere unterwegs. Neben Dinosauriern tummeln sich in der Parallelwelt, in der man nicht altert und Strom nicht existiert, auch weniger alte Tiere, wie etwa Mammuts und Säbelzahntiger.

Giganten und Mikromanagment

Die Dinos sind jedoch mehr als nur hübsche Kulisse. Mehr oder weniger gezähmt fungieren sie als fürchterliche Kampfmaschinen, denen man sich nicht in den Weg stellen sollte. Viele von ihnen verfügen zusätzlich noch über Spezialfähigkeiten wie etwa der Brachiosaurus, der Bäume und Feinde durch seinen Stampfangriff umhaut. Trotz dieser scheinbaren Überlegenheit sind auch normale Infanteristen für den Sieg wichtig. Denn die Mischung machts. Nur fleischfressende Monster, wie der Allosaurus beißen sich an Maschinen, wie dem Dampfpanzer, und vor allem Gebäuden die Zähne aus. Seine Einheiten hat man dabei stets im Griff, dank dem neuartigen Army-Commander. Das ist ein großes Fenster(was man aber auch wegklicken kann) in der linken Bildschirmhälfte. Dort sind alle Einheiten, die man besitzt aufgeführt. Man sieht stets was sie gerade machen, kann sie direkt auswählen und aufleveln, was sie heilt, verstärkt und Helden neue Fähigkeiten gibt.

Kinoreife Story

Die Geschichte, um die drei Helden Béla András Benedek, Anthony Cole und Stina Homund, die durch einen gemeinen Plan in die Parallelwelt verschlagen werden ist spannend und durch die super Zwischensequenzen gerade zu hollywoodreif erzählt. Kein Vergleich zu vielen anderen Spielen dieses Genres. Die Helden trennen sich, finden sich, treffen auf neue Mitstreiter und vieles mehr. Viele Missionen kommen fast ohne oder komplett ohne Basenbau aus, was die Kampagne nicht so schnell langweilig werden lässt. Zudem darf man vor jeder Mission mit Punkten, die man in den vorherigen Missionen gesammelt hat, seine eigene Armee zusammenstellen. Das sollte man auch tun, denn im späteren verlauf werden die Missionen ziemlich anspruchsvoll.

3 Völker, unendlicher Spaß

Im freien Spiel darf man leider nur zwischen 3 Völkern wählen, die sich jedoch stark unterscheiden und so einen Ausgleich schaffen. Auch vor jedem Skirmish- und MP-Spiel darf man seine Truppen selber zusammenstellen. Mit 1000, 3000 oder 10000 Punkten. Also von ein paar Arbeitern und Soldaten bis zu riesigen Trupps mit Titanen und Helden, was ein schnelleres Spiel ermöglicht. Dem Spiel wurde leider nie ein allzu großer Erfolg zu Teil, weshalb die Multiplayer-Server fast immer leer waren. hat man aber ein paar Freunde zusammengekrazt macht das Spiel viel Spaß. Denn auch die beste KI(und die von Paraworld ist durchaus nicht schlecht) ist nichts gegen einen menschlichen Mitstreiter, beziehungsweise Widersacher. Durch die leichten Rollenspielelemente(Artefakte, Stufenaufstieg, Spezialfähigkeiten) haben auch Leute Spaß, die nicht so oft Strategie-Spiele spielen. Denn mit einem starken Helden, kann man schon eine Menge machen.

Grafik und Sound zum brüllen

Die Grafik von Paraworld ist durchweg sehr schön und detailreich gestaltet. Nicht sehr realistisch, aber mit viel Liebe zum Detail.Auch heute kann man das Spiel durchaus noch als schön bezeichnen. Wenn Herden tonnenschwerer Dinosaurier im Hintergrund vorbeiziehen kann man auch einfach mal zuschauen und zumindest kurz das Schlachtengetümmel vergessen. Der Sound ist gut, die Sprecher sind gut ausgewählt und passen hervorragend. Lediglich etwas kräftigere Bässe hätten dem Spiel gut getan. zwar nett anzuhören, aber das unglaubliche Gewicht und die Größe mancher Einheiten kommt nicht so super rüber. Das ist dann aber auch ehr ein kleiner Kritikpunkt, der den Gesamteindruck nicht stört.

Fazit

Ein frisches, neues Spiel mit unverbrauchtem Szenario, das sinnvolle Neuerungen bietet und denn noch das bewährte Prinzip anderer Strategiespiele beibehält. Das ganze noch mit einer gelungenen Hintergrundstory und guter Grafik. was will man mehr?

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Wertung
Pro und Kontra
  • Grafik: Viele Details, gute Wasser- und Lichteffekte
  • Sound: Gute Sprecher, passende Musik
  • Balance: Ausgeglichene Völker mit unterschiedlichen Stärken
  • Atmosphäre: Super Geschichte, tolle Musik, lebendige Welt
  • Bedienung: Dank Army-Controller alles im Griff
  • Umfang: Viele Einheiten, 3verschiedene Modi, gute Kampagne
  • Missionsdesign: Tolle Zwischensequenzen, verschiedene Aufgaben
  • KI: Intelligent und stark
  • Einheiten: Prähistorische Einheiten, interessante Ideen
  • Kampagnen: Spannende Story, interessante Charaktere
  • Grafik: Etwas buntes Treiben beim Kampf
  • Sound: Dinos kommen nicht ganz so groß rüber
  • Balance: Offensive Anfang zu wichtig
  • Atmosphäre: -
  • Bedienung: Im Kampf etwas unübersichtlich
  • Umfang: Eigentlich nur Standardmodus interessant
  • Missionsdesign: Meistens aber Basenaufbau
  • KI: Hin und wieder unfreiwillig komisch
  • Einheiten: Grundinfanterie bei allen Völkern (fast) gleich
  • Kampagnen: -

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

eher schwer

Bugs:

Nein

Spielzeit:

Mehr als 40, weniger als 100 Stunden



Kommentare(2)

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