Sniper: Ghost Warrior TesT

Sniper: Ghost WarriorEine Grafik fast wie Crysis, der interessante Gameplay-Ansatz den Job des Scharfschützen glaubhaft und dennoch zugänglich in die...

von skyde am: 11.01.2011

Sniper: Ghost Warrior
Eine Grafik fast wie Crysis, der interessante Gameplay-Ansatz den Job des Scharfschützen glaubhaft und dennoch zugänglich in die Bildschirme der Zocker zu bringen und ein erfreulich niedriger Preis – klingt nach einer großartigen Kombi, die ein Pflichtkauf für jeden Action-Fan ist … oder nach einem netten Konzept, dass einen entscheidenden Haken hat. Die Wahrheit liegt – wie so oft – irgendwo dazwischen.
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Ich seh’ ich seh’ was du nicht siehst
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Suchbild: Finde den Scharfschützen...
Wenn Entwicklern nichts mehr einfällt, lässt sich immer noch ein Shooter produzieren. Speziell dann, wenn man mit der tollen Chrome 4 Engine (aus dem Hause Techland und euch vielleicht bei Call of Juarez 2 schon mal untergekommen) im Hintergrund eigentlich fast nichts mehr falsch machen kann. Dementsprechend kann man auch Sniper: Ghost Warrior eines in jedem Fall nicht vorwerfen: Nicht gut auszusehen. Das Gegenteil ist der Fall! In vielen Situationen sieht der Titel sogar richtig, richtig gut aus. Eine tolle Weitsicht und eine unglaublich realistisch wirkende Flora erinnern fast schon an alte Crysis-Abende. Vor allem dann, wenn sich auch über dem Schauplatz des Spiels langsam die Sonne Richtung Horizont schiebt und die wunderschöne Inselwelt somit in ein orange-gelbes Licht rückt. Der Teufel steckt jedoch im Detail und so hängt manchmal ein Busch durch eine Mauer, ein Gegner steht „in“ einem Objekt oder aber ihr bleibt an unsichtbaren Wänden hängen. Letzteres ist dabei besonders ärgerlich, wirkt die Welt doch sehr weitläufig und lässt auf viele unterschiedliche Routen hoffen. Da verwundert es dann weniger als dass es enttäuscht, wenn man sich via Schwimmeinlage durch einen Fluss von hinten in ein Camp schleichen möchte – dann aber plötzlich mitten im Wasser keinen Schritt mehr vorwärts kommt. Warum wir aber überhaupt schon zu Beginn des Artikels über die Optik zu labern beginnen? Weil der Rest des Spiels trotz der Scharfschützenthematik ein klassischer Ego-Shooter ist, der, wie so viele vor ihm, an den Genregrößen leider zerschellt wie eine Kugel an Superman.
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Fazit
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Sniper: Ghost Warrior ist wie ein Rohdiamant, den leider keiner mehr glattschleifen wollte. Ein paar gute Ideen und eine (zumeist) schicke Optik reichen heute leider nicht mehr, um im Spitzenfeld mitschwimmen zu können. Klar, 40 Euro sind ein guter Preis, aber zuviel darf man sich für das Geld nicht erwarten.

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Wertung
Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

eher leicht

Bugs:

Häufiger, unregelmäßig

Spielzeit:

Weniger als 5 Stunden



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