Spaßiger Mini-Racer für zwischendurch

Die Micro-Racer sind zurück! Square-Enix lässt die kleinen Toy-Flitzer im drift-lastigen Circuit Superstars durch cartoonige Mini-Parcours rasen.

von barbArcade66 am: 26.11.2021

Natürlich kennt jeder - zumindest jeder Fan von Arcade- , Toy- und sonstigen Mini-Racern - Titel wie Micro Machines oder den spaßigen Geheimtip Bang Bang Racing von 2012. Fast genau in diese Kerbe schlägt nun der aktuelle, isometrische Top-Down Racer Circuit Superstars.

Obwohl das Driften mit den kleinen Flitzern verschiedener Fahrzeugkategorien fühlbar unterschiedlich und gut gelungen ist, die KI ausgewogen und die Schwierigkeit bereits auf dem Amateurlevel bereits herausfordernd ist, fehlt dem Titel einiges zum Überraschungshit.

So ist die Präsentation eher trocken, das Abarbeiten der Grand Prix Karriere beschränkt sich auf das Abfahren von jeweils 4 Kursen, dem anonymen Sammeln der Pokale und dem unambitionierten Freischalten von belanglosen Extras wie Lackierungen des Fahrzeugs oder einem neuen Helmdesign.

Die etwa ein dutzend Kurse umfassende Mini-Raserei verspricht im Design der Tracks wenig Abwechslung, die immer nahezu gleiche Farbgebung in violett orientierter Pastellpalette sowie die eher biederen Kurse mit Rechts- und Linkskurven ohne viele weitere Abwechslung oder rennbeeinflussende Gimmicks und Extras lässt schnell Routine aufkommen.

Der knackige Schwierigkeitsgrad , herausfordernde Gegner, eine fordernde Lernkurve bei der Steuerung sowie die Zustandsanzeige von Tank, Fahrzeug und Reifen erzeugt eine gewisses Maß an Herausforderung im Sinne einer `großen` Rennsimulation. Hier jedoch erwartet der Spieler , schon aufgrund der `Miniaturisierung` des Geschehens und der perspektivischen Top-Down Ansicht eine arcadelastige Renngaudi. Diesen Anspruch bzw. Erwartung erfüllt Circuit Superstars leider nur ansatzweise.

Nach Jahren in der Entwicklung hätte dieses Fungame aus der Indie-Sparte von Square Enix Potenzial zu mehr gehabt.

Im Onlinemodus mag das Game eine spannende Plattform für packende Mehrspielerkämpfe, ob Online oder im lokalen Splitscreen sein.  

Für die Singleplayer unter uns verliert das Spiel eher schnell an Attraktivität und erreicht mit einem Kaufpreis von 20.- Euro schnell die Schmerzgrenze.

So bleibt am Ende zwar ein kurzzeitig spaßiges Game für junge und junggebliebene Rennbahnfans, der große Wurf eines Überraschungshits jedoch gelang hier nicht.

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Wertung
Pro und Kontra
  • Einfacher Zugang
  • Niedliche cartoonige Spielzeug-Grafik
  • Herausfordendes und immersives Driftverhalten
  • Oldschool Retro Rennbahnfeeling für große Jungs
  • Simples Boxen Management inbegriffen für `kleines` F1-Feeling
  • Gemacht für Multiplayer Modus on-screen oder online
  • Verschiedene Fahrzeugkategorien und Handling, vom Leicht-Flitzer bis zum Truck
  • Braucht auf höherer Detailstufe einen leistungsstarken PC
  • Strecken grafisch und inhaltlich zu wenig abwechslungsreich
  • Eintönige Farbgebung
  • Selbst auf Amateur Level bereits herausfordernde KI
  • Dröge Präsentation der Karriere

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

eher schwer

Bugs:

Nein

Spielzeit:

Mehr als 10, weniger als 20 Stunden



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