Tera MMORPG Streifzüge auf Asiatisch

Willkommen in der Asiatischen Welt des Rollenspiels. Ist Tera Konkurenzfähig oder wieder nur ein MMORPG das über kurz oder lang sein dasein im Free2Play Sektor...

von Tobias B. am: 08.08.2012

Willkommen in der Asiatischen Welt des Rollenspiels. Ist Tera Konkurenzfähig oder wieder nur ein MMORPG das über kurz oder lang sein dasein im Free2Play Sektor fristet. In diesem Test werden Stärken und Schwächen (natürlich aus meiner Sicht) dargestellt. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.

Grafik 9/10

Die Unreal 3 Engine lässt bei Tera in beeindruckender Weise die Musekln spielen. Die Spielwelt ist meisthaft gestaltet und detailveliebt was Gegnermodels und Charaktermodels anbelangt. Leider kommt es mehr oder minder oft zu hässlichen Glitchingfehler bei denen man dann doch bemerkt das die Engine nicht unbedient für ein MMORPG entwickelt wurde. Des einen Leid ist des andern Freud, so oder so ähnlich kann man die weiblichen und teils auch männlichen Charaktermodels in Tera beschreiben. In gewissen Outfits grenzt Tera an einen Softporno (überspitzung hehehe).


Sound 6/10

Der Soundtrack der CE ist um es nicht zu übertreiben genial, leider hört man von diesem im Spiel nur wenig und wenn, teils an dusseligen Stellen. Die Sprecher machen ein guten Job, die Charaktermodelle dagegen nicht da Mimik zu Syncro einfach nicht passen wollen und überhaupt sind die meisten Bewohner Arboreas stumm. Darüberhinaus kommen Sounds im Kampf oder wenn wir mal 20 Zentimeter von einem Steinchen hüpfen die der asiatischen Zielgruppe geschuldet sind (Bruce Lee auf Speed und einer Dosis Helium).


Balance 8/10

Was das Balance anbelangt kann Tera Punkten, die Klassen geben sich nicht all zuviel in Kampfstärke. Durch einen fehlenden ernst zu nehmenden PVP Modus fällt das Balance ohnehin nicht so sehr ins Gewicht. Die Lernkurve ist durchweg sehr fair, erst ab Level 35 zieht der Anspruch merklich an, also spätestens hier sollte man das Kampfsystem verstanden haben. Instanzen und auch das Endgame selbst sind gut gelungen, der Anspruch hier ist durch die wählbaren Schwierigkeitsgraden immer gegeben. Besonders Endbossgegener sind sehr harte Brocken, aber auch hier nie unfair.


Atmosphäre 5/10

Tera sieht wunderschön aus ist aber unglaublich statisch. Die Welt hat keinerlei Eigendynamik wie man es von anderen MMO-Größen kennt (ja und liebt), Gegenerpacks stehen da wo sie eben stehen die Landschaft ist teilweise unglaubich leer. Darüberhinaus fühlt man sich immer eingeengt wie in Schlauchlevel, alle Erhebungen wirken wie Mauern da wir sie nicht erklettern können. Ja die Gegner sind sehr schön modelliert doch verblasst das wenn Sie wie Statuen in der Pampa rumstehen. Die Vegetationsumbrüche sind von Gebiet zu Gebiet teilweise nicht nachvollziehbar. Alles in allem fühlt sich Tera hier sehr dünn an, gibt die Unreal Eninge vllt. nicht mehr für ein MMO her oder ist der Asiatische Markt mit dieser Art Standart schon zufrieden wer weiss?


Bedienung 8/10

Gleich zu Anfang des Spielst dürfen wir uns mit Level 1 dem ersten epischen Bosskampf Stellen, dem Menü. Die Menüs in Tera sind wirklich ein durcheinander ohne gleichen es dauert lange bis man sich dort reingefummelt hat. Hat man es jedoch mal geschafft kann Tera seine Stärken zeigen. Das Interface kann sehr gut individuell eingestellt werden und auch die Maus bzw. Tastatursteuerung funktioniert tadellos.


Umfang 10/10

Im Gegensatz zu anderen Asiaten ist in Tera immer das Questbuch gefüllt und lukrativ, an allen Ecken und Enden stehen NPCs die uns mit Aufgaben zupfastern. Die Spielwelt ist groß un abwechslungsreich, auch wenn sie über weite Teile durch einfach nicht erreichbare Hügel und Berge künstlich aufgepumt ist. Tera wäre perfekt für PVP geeignet lustigerweise gibt es eben diesen Modi ansich nicht. Der Wiederspielwert ist (wie von der Gamestar schon geschrieben) relativ hoch durch die sich stark unterscheidenden Klassen. In den Instanzen und Schlachtzügen zeigt Tera ohnehin eine gute Figur, sie sind toll gestaltet und werden nicht langweilig.


Quest/Handlung 3/10

Beim eigentlich wichtigsten Faktor in einem MMORPG versagt Tera auf ganzer Linie, da rettet die Hauptgeschichte nur am Rande. Zwischensequenzen geben eine Heldentat alá 'Hat eine Zwischensequenz gefunden' und führt fortan den Titel 'Der den Render gesehen hat'. Spass bei Seite Zwischensequenzen sind leider so selten wie Sonnenschein bei Nacht. Die Quests sind langweilig und zwar sehr, töte X davon hole mir XYZ hiervon ist das was man zu 99% sieht. Selbst Rift das nun auch schon etwas älter ist konnte das um längen besser. Man erwischt sich ab Stufe 15 immer mehr dabei die Questtexte einfach weg zu klicken da die Questtexte teilweise unsinnig, aufgebläht oder einfach zu unlogisch sind 'Meine Familie hat Hunger bring mir 3 Steine' wie bitte? Warum die weiblichen Figuren übrigens wie Bordsteinschwalben durch die Gegend laufen wird nicht erklärt hehe.


Charaktersystem 8/10

Die verschiedenen Fähigkeiten fügen sich toll ist die Kämpfe ein, mit der gewissen Raffinesse lassen sich nette Taktikketten basteln und einsetzen. Dungeons und Klassen sind abwechlungsreich und langzeitmotivierend.


Kampfsystem 9/10

Hier punktet Tera wieder, die Kämpfe sind actiongeladen und schnell wie man es aus der MMO Welt eigentlich nicht kennt. Gerade im Kampf spielt sich Tera erfrischend anderst auch wenn man hier nicht wirklich von Innovation reden kann. Manöver wie aktives Ausweichen und Stellungswechsel machen die Kämpfe komplexer als in anderen MMOs. Einsteiger werden sich jedoch in höheren Stufen etwas schwer tun das unter einen Hut zu bringen. Was man noch sagen muss in Gruppen und
speziell in engen Dungeons leidet die Übersichtlichkeit extrem, woran auch das gewöhnungsbedürftige Lootsystem wie man es aus Hack&Slays kennt schuld ist.


Items 7/10

Die Gegenstände sind gut und logisch aufgebaut wie es auch aus anderen MMORPGs bekannt ist. Die Aufbereitung von Gegenständen bzw. das zerlegen eben solcher ist etwas umständlich aber motivierend. Das Crafting bei Tera ist etwas daneben, die Menüs sind unübersichtlich die Preise zu hoch und brauchen unnötig viel Items. Wer hier mehr will kommt um Grinding (und zwar viel und lang) nicht herum.


Fazit

Tera ist ein zweischneidiges Schwert, Actionreiche und schnelle Kämpfe die ihresgleichen suchen andererseits erschreckend leer und uninspiriert. Tera ist wieder ein Beispiel dafür das nur eine unglaublich gute Sache kein Spiel zum Topspiel macht. Trotz allem Spieler die mal weg vom Einheitsbrei wollen sollten bei Tera vorbei schauen.

Jetzt eigenen Artikel veröffentlichen

Schreib Deinen eigenen Artikel auf GameStar und tausche Dich mit anderen Lesern aus.

Eigenen Artikel schreiben

Wertung
Pro und Kontra
  • Grafik: Detailreich
  • Sound: Gute Vertonung...
  • Balance: Gutes Klassenbalance
  • Atmosphäre: Viele Schauplätze
  • Bedienung: Gute Maus Tastatur Steuerung
  • Umfang: Viele Quests, große Welt
  • Quests/Handlung: Geschichte
  • Charaktersystem/Teamwork: Klassen, Dungeonteamplay
  • Kampfsystem: actionreich
  • Items: Verzaubern
  • Grafik: etwas zuviel Haut
  • Sound: ... die zu selten zu hören ist
  • Balance: Auf höheren Stufen schwer
  • Atmosphäre: Extrem statische Spielwelt
  • Bedienung: Menüs
  • Umfang: -
  • Quests/Handlung: alles andere
  • Charaktersystem/Teamwork: -
  • Kampfsystem: übersicht
  • Items: hohe werte = Grinding

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

eher schwer

Bugs:

Häufiger, unregelmäßig

Spielzeit:

Mehr als 40, weniger als 100 Stunden



Kommentare(0)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.