Überflieger am Free-2-Play-Himmel

Was ist cooler als Flugzeuge? Genau! Flugzeuge mit Waffen... und Explosionen... und viel Action... kostenlos!   Ich schieße einen Bomber von hinten...

von AlphaSchmonk am: 26.05.2013

Was ist cooler als Flugzeuge? Genau! Flugzeuge mit Waffen... und Explosionen... und viel Action... kostenlos!

 

Ich schieße einen Bomber von hinten ab. Doch dann bemerke ich, dass zwei Jäger mich ins Visier genommen haben. Die Leuchtspurmunition zischt an meinen Tragflächen vorbei. Ich wage einen Sturzflug in die Klippe, unter der Brücke her. Der eine Jäger explodiert bei einer Kollision mit der Felswand, der andere hat inzwischen meine rechte Tragfläche zerschossen. Ich treibe meine Spitfire an ihre Grenze im Steilflug, dann ein Looping. Ich hänge mich hinter meinen Verfolger und treffe eine Kugel nach der anderen. Doch dann hat mein MG Ladehemmungen! Ich greife zu den Raketen und die letzte der sechs findet ihr Ziel im gegnerischen Propeller.

Eine typische Szene aus Warthunder.

 

Ein Überblick 

Spannende Multiplayer-Luftschlachten, nach ähnlichem Prinzip wie World of Tanks, gehören bei Warthunder zum Alltag. Als Jäger bekämpfe ich die gegnerischen Flugzeuge; als Bomber knüpfe ich mir die Bodenziele und Schiffe vor, welche auch zurückschießen.

Dabei kommen meine Flugzeuge aus dem Hangar meiner gewählten Nation. Anfangs stehen einem drei Slots für Flugzeuge zur Verfügung. Zwei weitere können mit der In-Game-Währung „Silver Lions“ gekauft werden ab dann muss man weiter Slots mit der Echtgeld-Währung „Golden Eagles“ bezahlen. Auch weiter Flugzeuge kaufe ich mit der In-Game-Währung, welche ich für Siege, Treffer, Abschüsse und Assists erhalte. Um neue Flugzeuge zu kaufen muss ich aber zuerst auf den Level der entsprechenden Nation aufsteigen. Die Erfahrungspunkte hierfür erhalte ich ebenfalls durch die bereits genannten Aktionen.

Die Aufgaben sind klar verteil. Jäger können mit ihren kleinkalibrigen MGs nichts gegen schwere Panzer ausrichten. Die muss ein Bomber mit seinen Bomben knacken. Doch die Bomber sind träge, langsam und können sich kaum selbst verteidigen, weswegen sie von Jagdflugzeugen beschützt werden sollten. Sind alle Bodenziele des Gegners zerstört gewinnt man im Modus „Bodenangriff“. In anderen Modi müssen Flugplätze durch Landen eingenommen und danach gehalten werden (ähnlich dem Conquest-Modus in Battlefield).

 

Die Flugzeuge

Ich liebe Flugzeuge. Besonders solche, aus dem zweiten Weltkrieg (wenn man das noch so sagen darf). Es gibt über 100 Flugzeuge von Japan, der Sowjet-Union, Deutschland, Großbritannien, Australien, Italien und den USA aus den Jahren 1927 bis 1948. Darunter findet sich also fast alles wieder von der amerikanischen P51-D5 Mustang oder der deutschen Ju-87 Stuka. Alle Maschinen sind sehr schön modelliert und der Propellersound (oder auch Düsensound) hört sich gut an. So gibt der deutsche Sturzkampfbomber, Ju-87, im Sturzflug auch originalgetreu sein angsteinflößendes Sirenengeheule von sich. Mit Ausnahme einiger Bomber haben die meisten Flugzeuge auch ein richtiges Cockpit mit funktionierenden Instrumenten wie Höhenmesser oder Gyrometer. Alle Flugzeuge verhalten sich realistisch (besonders im Simulator-Modus; mehr dazu später). So lässt sich eine B-17 Flying Fortress natürlich nicht so wendig durch die Wolken bewegen, wie dass mit einem leichten Doppeldecker geht. Ist mein Flieger von dem feindlichen MG-Kugelhagel getroffen worden so hinterlässt das auch mehr als einen Lackkratzer. Bin ich schwer getroffen so klaffen große Löcher in Tragfläche oder Rumpf. Solche Schäden beeinflussen natürlich auch die Flugeigenschaften meiner Maschine. So hängt sie z.B. nach rechts wurde mein rechter Flügel getroffen oder lässt sich nicht richtig steuern da mein Höhenruder beschädigt ist. An den meisten Flugzeugen lassen sich auch Fahrwerk und Landeklappen steuern, was elementar ist, will man seinen Flieger in einem Stück auf den Boden bringen. Große Bomber bringen einen oder mehrere MG-Schützen mit sich die z.B. aus dem Heck auf anfliegende Jäger schießen können und sich auch von dem Spieler steuern lassen, dabei fliegt das Flugzeug allerdings nur geradeaus weiter. Also gut aufpassen sonst hängt man noch mit beiden Tragflächen in einem Berg! Aber was macht ein Flugzeug zum Kampfflugzeug? Richtig, Waffen! Und davon bietet Warthunder nicht zu knapp. So lassen sich die eigenen Flieger mit Maschinengewehren, Raketen, Kanonen, Bomben und Torpedos ausstatten. Für die MGs gibt es unterschiedliche Munition, z.B. mit oder ohne Leuchtspurkugeln. Die Raketen können bei einem gezielten Treffer einen Bomber ohne Probleme zerlegen. Kanonen, Bomben und Torpedos setzt man bevorzugt gegen Boden- bzw. Marineeinheiten ein.

 

Die Maps und Bodeneinheiten 

Die Maps sind abwechslungsreich. So spielen wir einmal in einem verschneiten Gebirge und das die nächste Runde in einer afrikanischen Wüste. Angepasst an die verschiedenen Spielmodi, gibt es auf ihnen Flugplätze oder Flugzeugträger. Manche Maps bieten auch Städte, welche z.B. das Anfliegen auf Bodeneinheiten erschweren. Die Maps an sich sind von oben sehr nett anzuschauen. Bei näherer Betrachtung jedoch fällt auf, dass die Texturen matschig und die Häuser polygonarm sind. Auch der Explosions-Effekt bedarf noch Verbesserung.

Apropos Bodeneinheiten. Diese werden (momentan noch) von der K.I. gesteuert und bestehen aus Panzern verschiedener Stärke, MG-Wagen und mobilen AA-Flaks. Neben den Schiffen auf dem Wasser gibt es noch fest stationierte Bodeneinheiten wie Flaks und MG-Nester. Wer zu tief fliegt, den zerreißt schon einmal gerne die gegnerische Flak. Besonders als Bomber sollte man sich davor hüten.

 

Neben dem normalen Arcade-Modus gibt es momentan noch zwei weitere Modi: Den „Historische Schlachten“- und den „Realistische Schlachten“-Modus. Im ersteren werden, wie der Name schon vermuten lässt, historische Schlachten nachgespielt. Darunter z.B. Pearl Harbour oder The Battle Of Britain. Hier sind die Nationen je nach Mission fest vorgegeben. Der realistische Modus ist ähnlich dem Arcade-Modus, nur das hier die Flugzeugsteuerung realistischer ist und man nur aus der Cockpitansicht fliegen kann. Zudem ist die Munition begrenzt, wenn man keine mehr hat muss man zurückfliegen und nachladen.

 

Das Free-2-Play-Modell 

Das Free-2-Play-Modell empfinde ich als sehr fair und vorbildlich. Flugzeuge können nicht mit Echtgeld gekauft werden (abgesehen von den Spezial-Flugzeugen. Darunter z.B. eroberte Flugzeuge einer anderen Nation). Von der Echtgeld-Währung kann man sich nur Erfahrung und Boosts kaufen. Alle normalen Flugzeuge und Upgrade kann man sich aber auch für In-Game-Geld kaufen. Zudem ist ein Premium-Konto mit marginalen Vorteilen sehr teuer (wie von GameStar bereits berichtet momentan ca. 70€ für ein Jahr).

 

Ein Beta-Fazit

Warthunder bietet alles was mir gefällt. Flugzeuge und Action. Die Beta macht einen sehr guten Eindruck. Die Aussicht, dass man später auch Boden- und Marineeinheiten steuern kann macht Lust auf Mehr. Die Flugzeuge sind toll und die Gefechte auch. Ein kurzweiliger Spaß mit wenigen Macken. Wer zu nah am Boden fliegt läuft nicht nur Gefahr abzustürzen, sondern sieht auch kleinere Grafikschwächen und auch ein Premium-Konto erscheint noch arg teuer. All dies kann allerdings nicht vom tollen Gesamteindruck täuschen. Definitive Empfehlung!

 

P.S.: Das war mein erster Test hier auf GameStar. Ich hoffe er hat euch gefallen! Wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt, schreibt es mir! Viel Spaß euch noch! :)

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Wertung
Pro und Kontra
  • Spannende Luftschlachten
  • Viele Flugzeuge die schön modelliert sind
  • Gut gestaltete Maps
  • Gutes Balancing
  • Faires Free-2-Play
  • Maue Bodentexturen
  • Premium Konto sehr teuer
  • Polygonarme Umgebung

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 40, weniger als 100 Stunden



Kommentare(5)

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