Veni, Vidi, Warband

Warband ist für mich eines der Spiele auf die ich später noch zurückblicken werden und mir denke:'Calradia ich werde ich vermisse.' Mit mehr als über 350...

von - Gast - am: 29.06.2012

Warband ist für mich eines der Spiele auf die ich später noch zurückblicken werden und mir denke:'Calradia ich werde ich vermisse.'
Mit mehr als über 350 Stunden Spielzeit denke ich, bin ich in der Lage dieses Spiel zu bewerten und ich hoffe es hilf euch weiter.

Mount&Blade Warband, ein Titel mit vielen Gesichtern und ein Titel an dem meistens vorbeigegangen wird.
Warband ist praktisch eine Erweiterung zu dem Spiel Mount&Blade, welches ich zu meinem Bedauern noch nicht gespielt habe. Warband ist ein Rollenspiel mit Strategielementen oder einStrategiespiel mit Rollenspielelementen. Es kommt immer auf die Perspektive an.
In Warband erstellt ihr euch zu Beginn einen eigenen Charakter in einem recht simplen Verfahren. Erst wählte ihr eure Abstammung und euren Lebenslauf später gestaltet ihr dann das Aussehen eures Avatars. Doch schon bei diesen kurzen Teil fällt die ziemlich veraltete Grafik auf. Wer also eher auf Grafik setzt als auf Gameplay ist bei diesem Spiel vollkommen fehl am Platze.
Nach dem Erstellen des Charakters werdet ihr in einer der von euch ausgewählten Städte ausgesetzt und prügelt euch mit dem erstbesten Räuber. Diese Szene gilt als eine Art kleines Tutorial. Während dem Spiel werden aber im wieder kleine Popups angezeigt, die euch den einen oder anderen Teil des Spiels erklären. Wenn ihr wollt könnt ihr dann auch schon eure erste Quest annehmen oder anfangen die Welt Calradia zu erkunden. Doch seit gewarnt Kriege wüten und ihr seit schneller in den Händen von Plünderern als euch lieb ist.
Wenn ihr in dieser Welt überleben wollt, dann heuert in den Dörfern Rekruten an, oder rennt in die nächstbeste Taverne und kauft euch Söldner. Es kommt immer auf die Art und Weise an wie man spielt. Dabei haben alle Rekruten aus den 6 Reichen Vor- und Nachteile. So sind die Wikingern aus dem Reich der Nords mit Äxten versehen und haben Bögen. Krieger aus dem Reiche der Rhodoks bevorzugen eher Schwerter und Armbrüste. Alles ist aufeinander abgestimmt und recht gut balanciert. Die einzigen die aus der Reihe tanzen sind die Steppenkrieger des Khanats. Da diese fast ausschließlich beritten sind haben sie auf Feldschlachten den größten Vorteil von allen.
Während eures Spiels erhalten ihr Erfahrungspunkte ebenso wie eure Soldaten. Euch selber könnte ihr in verschiedenen Kategoriern verbessern. Einmal in den Hauptattributen, wie zum Beispiel Stärke. Dann könnte ihr eine bestimmte Waffengattung verbessern, und letztendlich auch noch Skillpunkte auf eure Fähigkeiten verteilen. Seid ihr eher der Berserker der alleine in die Schlacht zieht und Armeen niedermetzelt oder eher der berechnende Feldheer der mit Taktik seine riesige Armee in den Krieg schickt, oder wiederum der Bandit der mit einer ausgewählten Truppe Angst und Schrecken verbreitet? Es hängt viel von euren Fähigkeiten ab.
Wie eben erwähnt können auch eure Soldaten aufsteigen. So kann man wählen ob Rekruten lieber in Bereich des Nahkampfs oder doch lieber Fernkampf besser werden sollen. Doch denkt immer daran; bessere Soldaten kosten mehr, einmal die Asubildung und dann noch der wöchentliche Sold.
Sold wirkt sich direkt auf die Moral eurer Soldaten aus. Moral sinkt und steigt mit eurer Erfolgen auf dem Schlachtfeld, dem Angebot an Essen, den Soldaten selber in eurem Trupp und natürlich dem Sold.
Geld könnt ihr durch Handel und Kämpfen erringen. Mit Geld lässt sich alles machen. So kann man sich ein neues schnuckeliges Pferdchen kaufen oder den nächstbesten Kriegshammer. Wer allerdings totale 'Über-'Waffen wie zum Beispiel in Kingdoms of Amalur erwartet ist hier falsch. Warband ist wie der Vorgänger ein low-fantasy Game und wer hier und da mal eine Elfe oder einen Troll erwartet, kann lange suchen.
Die Schlachten in Warband reichen von taktisch bis Ich-stürme-nach-vorn-und-töte-alles. Es kommt auch stark auf dem Schwierigkeitsgrad an. Soldaten kann man im Truppenmenü Gruppen zuweisen und dann beispielsweise im Kampf Bogenschützen auf einem Hügel postieren während die Kavalerie die ersten Feinde niedermäht.
Und hier kommt auch schon einer der größten Schwachpunkte des Spiels: Pferde. Hat man ein Pferd, super. Hat man kein Pferd, tot. Alles hängt vom Pferd ab. Mit Pferd kann man wirklich ganze Armeen niederschlagen und ohne Pferd ist man aufgeschmissen. Es ist praktisch egal was für eine Rüstung du hast oder was für ein Schwert, kein Pferd und du bist sogut wie tot. Und auch auf dem Schlachten ist dies verheerend. Hat man nur ein paar Reiter kann man damit riesige Plünderer-Verbünde ausschalten ohne sich oder seine Reiter zu gefährden. Hier hätte ich mir doch etwas mehr Balancing gewünscht.
Doch weg vom Feld und ab in die Städte. In den Städten kann man Turniere besuchen, Quest vom örtlichen Gildenmeister annehmen, in der Arena kämpfen üben, Waffen, Rüstungen, Pferde und Essen kaufen oder in der Taverne Soldaten anheuern und der Stadt einen ausgeben.
Man kann eben diese Städte aber auch für einen König einnehmen oder selbst ein Reich gründen, aber das sollte man lieber selber probieren.
Summa Summarum ist für mich Mount&Blade Warband ein waschechter Geheimtipp für Leute die gerne mal was anderes abseits des Mainstreams erleben. Ich kann das Spiel nur weiter empfehlen und teuer ist zudem auch nicht.

Vorteile:
+ Mix aus RPG und Strategie
+ Charaktermanagement
+ low-fantasy
+ Eigene Reiche
+ Belagerungsschlachten

Nachteile:
– – Grafik
– Pferde sind Overpowered

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Wertung
Pro und Kontra
  • Grafik: Details der Items
  • Sound: schöne Schlachtensounds
  • Balance: Alles ohne Pferde
  • Atmosphäre: Städte, Kriege, Dörfer
  • Bedienung: leicht reinfindbar
  • Umfang: Man kann Stunden nur mit Rekrutieren verbringen
  • Quest: Ganz gut gestaltet
  • Charaktersystem: Ausgefeilt mit vielen Einstellungsmöglichkeiten
  • Kampfsystem: Leicht erlernbar aber dennoch nicht zu einfach
  • Items: Viele Details und low-fantasy
  • Grafik: Allgemeine Grafik auf dem Stand Anno Domini
  • Sound: Wiederholt sich oft
  • Balance: Pferde
  • Atmosphäre: manchmal wenig NPCs
  • Bedienung: nichts
  • Umfang: nichts
  • Quest: Wiederholen sich
  • Charaktersystem: -
  • Kampfsystem: -
  • Items: -

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 100 Stunden



Kommentare(2)

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