Siedlungsbau

Fallout 4 lässt uns erstmals eigene Siedlungen gründen und ausbauen. Mit unseren Tipps florieren die Ortschaften.

von GameStar-Team am: 30.11.2015

Wer sich nicht allein durchs Ödland schlagen, sondern das Commonwealth wieder auf die Beine bringen möchte, kommt um den Bau von Siedlungen nicht herum. Damit unsere Bastionen der Zivilisation rund laufen und zu einem echten Zuhause für die geplagten Siedler Bostons werden, sind allerdings einige Dinge zu beachten.

Das A und O einer florierenden Siedlung sind die Siedler selbst: Im Bau-Modus weisen wir ihnen per Aktionstaste spezielle Aufgaben zu, im Gespräch tauschen wir mit ihnen Ausrüstung, um sie mit besseren Waffen und Rüstungen auszustatten.

Außerdem nützlich: Um ein Städtchen schnell »aufzustocken« schicken wir Siedler aus anderen kontrollierten Orten im Bau-Modus zur Zielsiedlung. Nur wer sich um seine Bürger kümmert, wird zurecht als großer Anführer gerühmt!

 

Siedlungsbau-Grundlagen

Baumaterial

Bevor wir loslegen, zerlegen wir erst mal alles, was nicht niet- und nagelfest ist, in seine Einzelteile, um wertvolle Ressourcen zu gewinnen. Alle gelb umrandeten Objekte können verschrotten wir sofort, grün umrandete Gegenstände können wir versetzen, neu ausrichten oder im Siedlungsinventar lagern.

Um Rohstoffe zu sparen, lagern wir vorerst alle funktionstüchtigen Möbel wie Sofas, Betten und Tische ein – wollen wir später eine Wohnung einrichten, müssen wir für die Einrichtung schon mal nichts berappen.

Nahrung

Für die Nahrungsversorgung benötigen wir in Fallout 4 nur 4 Siedler.

Ohne was zu beißen, suchen sich Neuankömmlinge schnell wieder eine neue Bleibe, wir sollten also unbedingt darauf achten, genug Nahrung für all unsere Siedler anzubauen. Dazu setzen wir zuerst Pflanzen ein (Ressourcen – Nahrung) und weisen ihnen dann Feldarbeiter zu.

Ein Bauer kann bis zu 6 Einheiten Essbares herstellen, wieviel Nahrung er dabei produziert, hängt von der Art der Feldfrucht ab. Eine Mutabeere beispielsweise bringt mehr Ertrag als eine Tato-Pflanze, die kleinen Obstbäume sind deshalb besonders nützlich.

Für eine große Siedlung reichen 4 voll ausgelastete Landarbeiter vollkommen aus, alle anderen Siedler können sich anderen Aufgaben widmen.

Wasser

Die Wasserversorgung unserer Fallout-4-Siedlung stellen wir mit Wasseraufbereitern sicher.

Um unsere Siedlung mit Trinkwasser zu versorgen, bauen wir entweder Brunnen oder Wasseraufbereiter (Ressourcen – Wasser). Bessere Technik liefert zwar mehr Wasser pro Aufbereiter, frisst dafür jedoch Strom, den wir erst mit Generatoren und Leitungen bereitstellen müssen.

Für maximale Effizienz lohnt sich 1 Punkt im Perk »Wissenschaft«: ein industrieller Wasseraufbereiter produziert gleich 40 Einheiten Wasser, während normale Geräte 10 und kleine Brunnen nur 3 Einheiten liefern.

Die Aufbereiter liefern außerdem fortwährend sauberes Wasser, das wir aus dem Siedlungsinventar nehmen können - im Zusammenspiel mit den Läden produzieren wir so sehr schnell hunderte Kronkorken.

Betten

Eigentlich selbsterklärend: Unsere Siedler brauchen nicht nur ein Dach überm Kopf, sondern auch mindestens einen Schlafsack, um sich auszuruhen. Am besten bauen wir immer ein paar Betten mehr auf Vorrat, damit Neuankömmlinge direkt ein Plätzchen für sich finden.

Schutz

Wachtürmen und -Posten müssen wir in Fallout 4 erst Siedler zuweisen.

Um Gefahren aus dem Ödland abzuwehren, halten wir unseren Schutzwert möglichst immer auf einem Niveau mit der kombinierten Nahrungs- und Wasserproduktion unserer Siedlung – mehr schadet jedoch auch nicht. Dazu nutzen wir automatisierte Geschütztürme, Fallen und Wachposten.

Den Barrikaden müssen wir im Gegensatz zu den Türmen allerdings erst eine Wache zuweisen, damit sie tatsächlich zum Schutzwert beitragen. Am besten rüsten wir unseren Sicherheitsdienst gleich noch mit schwerer Rüstung und guten Waffen aus, damit sie Gefahren nicht nur entdecken, sondern auch effektiv bekämpfen können.

Strom

Irgendwann gelangen wir beim Siedlungsbau an den Punkt, an dem wir nicht mehr nur Überleben wollen – wir wollen Luxus! Für größere und höher entwickelte Bauprojekte benötigen wir jedoch Strom und dafür wiederum Generatoren (Energie – Generatoren).

Die Stromlieferanten gibt’s in vier Ausführungen: der kleinste Generator liefert 3 Einheiten Strom, der nächstgrößere 5 und eine lautlose Windturbine 3 Einheiten. Für maximale Effizienz lohnt sich wie beim Wasser ein Punkt in »Wissenschaft«, denn der beste Generator liefert auf einen Schlag 10 Einheiten Strom.

Um weiter entfernte Gegenstände mit Energie zu versorgen, brauchen wir außerdem Pylonen (Energie – Stecker und Schalter), die wir in regelmäßigen Abständen platzieren. Haben wir unsere Hochspannungsleitung in spe gesetzt, fehlen nur noch Kabel, die wir zwischen Generatoren, Pylonen und Endgeräten spannen.

Kleine Stromfresser wie Glühbirnen oder Deckenventilatoren benötigen übrigens keine aktive Stromleitung. Es reicht vollkommen, wenn wir sie in der Nähe eines Generators bauen, um sie zu betreiben. Für mehr Kontrolle müssen dann allerdings Schalter zwischen Stromquelle und Ziel.

Guide-Video: Grundlagen der Stromversorgung

 

Siedlungsbau für Fortgeschrittene

Läden heben in Fallout 4 die Moral unserer Siedler.

Haben wir für die Grundbedürfnisse unserer Siedler gesorgt, können wir uns aufmachen, der berühmteste Bürgermeister des Commonwealth zu werden. Dazu müssen wir allerdings nicht nur unser Städtchen weiter ausbauen, sondern auch einige Perk-Punkte investieren.

»Lokaler Anführer« bringen wir auf Stufe 2, um Versorgungsrouten und Kaufläden freizuschalten – für die besten Varianten benötigen wir außerdem 2 Punkte in »Meisterhändler« und 1 Punkt im Perk »Arzt«. Außerdem sollten wir jede Menge Kronkorken angespart haben, denn für einen vollständig ausgestatteten Marktplatz sind insgesamt 10.300 Deckel fällig.

Wie viele Siedler wir dem neu geschaffenen Wohnkomfort anlocken, hängt zudem vom eigenen Charisma-Wert ab. Grundsätzlich kann jede Siedlung mit ausreichend Betten 10 Einwohner aufnehmen, für jeden Charisma-Punkt kann ein Ödlandbewohner mehr einziehen.

Damit unsere Bürger in Spe überhaupt von ihrem neuen Zuhause erfahren, stellen wir jedoch erst mal einen Rekrutierungsfunkleitstrahl (Energie – Sonstiges) auf. Ist der mit Strom versorgt, stoßen nach und nach neue Siedler zu unserem Häuflein.

Karawanen und Versorgungsrouten

Reicht uns eine Siedlung nicht, können wir mehrere Ortschaften aufbauen und sie mit Karawanen miteinander vernetzen. Dazu reicht schon 1 Punkt im Perk »Lokaler Anführer«: Wählen wir nun im Bau-Modus einen Siedler (Begleiter und Story-Charaktere scheiden aus) an, können wir ihn einer Versorgungsroute zuweisen und ein Ziel festlegen.

Verbundene Siedlungen teilen sich einen Rohstoffvorrat, wir müssen also nicht immer hin- und herreisen, um beispielsweise genügend Schaltkreise für Geschütztürme zu besorgen.

Mildtätiger Anführer

Grundlagen und Meisterschaft beherrschen wir, jetzt ist es Zeit, ein wirklich großes Ziel anzupeilen: »Mildtätiger Anführer«! Das Achievement erreichen wir nur, wenn wir in einer großen Siedlung, also einen Ort mit der maximalen Bevölkerungszahl die Moral auf 100 Prozent bringen. Das kann etwas dauern, mit unseren Tipps klappt’s aber garantiert!  

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