Tipps und Tricks für Einsteiger

In unserem Einsteiger-Guide erklären wir die Grundlagen von RIFT, verraten wie Sie effektiv leveln und geben Tipps zu Handwerk und PvP.

von GameStar-Team am: 04.03.2011

Was haben das Rift -Tutorial und ein Bikini gemeinsam? Beide zeigen viel, aber (leider) nicht alles. Damit Sie in den ersten Spielstunden nicht im Regen stehen, haben wir die wichtigsten Einsteiger-Tipps gesammelt. Außerdem geben wir weiterführende Hinweise zu Handwerk und PvP - und verraten Ihnen, wie sie schnell und effektiv leveln.

Grundlage: Seelen

Im ersten Spielabschnitt erhalten Sie automatisch drei Seelen. Die übrigen sechs Seelen Ihrer Klasse können Sie in der Hauptstadt Ihrer Fraktion (Sanctum für Wächter; Meridian für Skeptiker) über Quests freischalten. Die entsprechenden NPCs sind mit einem Quest-Symbol und dem Namen der Seele gekennzeichnet.

RIFT : Perfekt für Solo- und Einsteiger-Schurken: Die Barde-Scharfschütze-Waldläufer-Kombination. Skillen Sie wie hier gezeigt.
Perfekt für Solo- und Einsteiger-Schurken: Die Barde-Scharfschütze-Waldläufer-Kombination. Skillen Sie wie hier gezeigt.

Um eine Seele zu fangen, schließen Sie einfach mit der aktivierten Quest einen Riss. Anschließend noch das Seelennetz (im Inventar oder rechts in der Quest-Leiste) benutzen, die Seele besiegen und zurück zum Auftraggeber. Fies: Es kann immer nur eine Seelen-Quest gleichzeitig aktiv sein. Es empfiehlt sich also, so früh wie möglich mit der Sammlung zu beginnen und nach jedem geschlossenen Riss brav zurück zur Stadt zu marschieren.

Rollen

Haben Sie alle Seelen gesammelt, ist es Zeit, eine neue Rolle zu kaufen. Die bekommen Sie beim Klassentrainer für 30 Goldstücke. Um die Rolle zu benutzen, müssen Sie sie zunächst im Seelenbaum aktivieren. Klicken Sie anschließend auf das mittlere Seelenfeld der leeren Rolle und Sie können drei neue Seelen verteilen und skillen.

Wozu das gut ist? Manche Seelen eignen sich besonders gut für bestimmte Situationen. So ist der Waldläufer zu Beginn keine gute PvP-Wahl -- der Scharfschütze allerdings schon. Da Sie zwischen den Rollen jederzeit per Mausklick wechseln können, ist es sehr ratsam, mindestens zwei -- je nach Klasse auch drei -- Rollen anzulegen. Damit sind Sie sowohl beim Solo-Spiel als auch beim PvP und in Gruppen effektiv.

RIFT : Fürs erste Reittier gibt es keine Level-Restriktion. Gönnen Sie es sich also, sobald Sie die zwei Platinum zusammen haben.
Fürs erste Reittier gibt es keine Level-Restriktion. Gönnen Sie es sich also, sobald Sie die zwei Platinum zusammen haben.

Artefakte

Wenn es am Wegesrand blinkt und funkelt, ist ein Artefakt nicht weit. Die sollten Sie unbedingt einsammeln und anschließend im Inventar per Rechtsklick in Ihre Sammlung aufnehmen. Haben Sie ein komplettes Set beisammen, geben Sie es in der Hauptstadt beim Artefakte-Händler ab. Doubletten lassen sich im Auktionshaus übrigens prima zu Geld machen.

Die Fundorte sind über ganz Telara verstreut. Besonders gern tummeln sich Artefakte aber am Straßenrand, hinter Bäumen und Mauern sowie im Wasser. Bei längeren Märschen empfiehlt es sich, immer mal wieder einen 360-Grad-Blick (linke Maustaste) zu werfen, um kein Artefakt zu übersehen.

Leveln: Risse oder Quests?

RIFT : Behalten Sie bei Rissen und Invasionen die rechte Leiste im Auge. Je voller, desto größer Ihre Belohnung.

Im Vergleich zu Quests lassen sich mit Rissen gewaltige Mengen an Erfahrungspunkten verdienen -- und tolles Loot noch dazu. Dazu müssen allerdings zwei Faktoren erfüllt sein: Sie müssen den Riss sehr schnell schließen und Sie müssen dabei so viel Schaden oder Heilung beisteuern wie möglich.

Wer Risse alleine in Angriff nimmt oder im Schlachtzug nur zuschaut, erhält (fast) nichts. Der Balken im rechten Riss-Fenster informiert Sie übrigens über Ihre Beteiligung -- je voller, desto mehr Erfahrung und Loot.

In der Praxis heißt das: Gezielt nach Rissen zu suchen, ist nicht sehr effektiv. Beteiligen Sie sich nur, wenn der Riss ohnehin auf Ihrem Weg liegt und bereits viele Spieler (mindestens eine volle Gruppe) vor Ort sind. Ansonsten verdienen Sie in der gleichen Zeit mit Quests deutlich mehr Erfahrung.

Zonenweite Invasionen

Eine Ausnahme stellen zonenweite Invasionen dar. Daran sollten Sie sich unbedingt beteiligen -- auch wenn Sie sich gerade etwas ab vom Schuss befinden. Eine zonenweite Nachricht informiert Sie über den Start des Events. Schließen Sie sich einem möglichst großen Schlachtzug an und erfüllen Sie so viele Ziele wie möglich (üblicherweise das Schließen von Rissen und das Zurückschlagen von Angreifern). Sind alle Ziele erfüllt, erscheint der Boss.

Jetzt heißt es: Nix wie hin (der Boss ist auf der Karte markiert) und so viel Schaden oder Heilung wie nur möglich beisteuern -- es winkt ein Quellenstein, den Sie für erstklassige Gegenstände eintauschen können.

RIFT : Hilfreich bei zonenweiten Events: Die Karte mit dem Standort des Boss. Erreichen Sie ihn so schnell wie möglich!
Hilfreich bei zonenweiten Events: Die Karte mit dem Standort des Boss. Erreichen Sie ihn so schnell wie möglich!

Planarit und Dungeons

Auch wenn es verlockend ist: Investieren Sie Ihr Planarit nicht in niedrigstufigen Plunder, aus dem Sie übermorgen herausgewachsen sind. Sparen Sie lieber 7.500 zusammen und gönnen Sie sich den besten Ebenenfokus des Spiels. Den bekommen Sie übrigens beim Ebenenhändler in Ihrer Hauptstadt.

Dungeons machen Spaß und werfen -- den einmaligen Dungeon-Quests sei Dank -- beim ersten Durchgang viele Erfahrungspunkte und gute Gegenstände ab. Allerdings lohnt es sich vor Level 50 nicht, sie mehrfach zu absolvieren. Normales Questen bringt mehr Erfahrung in der gleichen Zeit und aus dem Loot sind Sie gerade zu Beginn ruckzuck herausgewachsen.

Handwerk: Der richtige Beruf

Sie können drei von insgesamt neun Berufen des Spiels erlernen. Bevor Sie sich für einen -- oder alle drei -- entscheiden, sollten Sie sich zunächst überlegen, was genau Sie sich vom Handwerk versprechen. Wer schnell eine Menge Geld verdienen will, ist mit den verarbeitenden Berufen schlecht bedient; wählen Sie stattdessen lieber alle drei Sammel-Berufe (Schlachter, Sammler, Bergbauer) und verkloppen Sie die gewonnenen Rohstoffe im Auktionshaus.

Wollen Sie hingegen Ihren Charakter ausstatten, hilft die folgende Übersicht, welcher Beruf welche Sammel-Fähigkeiten benötigt:

Apotheker: Sammeln und Schlachten
Ausstatter: Schlachten
Rüstungsschmied: Schlachten und Bergbau
Waffenschmied: Sammeln und Bergbau
Erfinder: Sammeln und Bergbau

Eine Ausnahme stellt der Runenfertiger dar. Er benötigt keinen Sammel-Beruf, um an seine Rohmaterialien zu gelangen. Stattdessen bricht er magische Gegenstände und verarbeitet die dadurch gewonnenen Komponenten. Deshalb eignet er sich besonders gut für angehende Ausstatter, da die lediglich eine Sammel-Fähigkeit benötigen und deshalb noch einen Beruf frei haben.

Der Weg zum Meister

Im Gegensatz zu manchen anderen Online-Rollenspielen ist es bei Rift nur leidlich effektiv, den gleichen Tand im Dutzend zu produzieren, um schnell aufzusteigen. Ein Blick ins Rezeptbuch hilft weiter: Nur Rezepte, die in orange oder gelb angezeigt werden, garantieren auch einen Gewinn von Fertigkeitspunkten. Grüne Rezepte haben lediglich eine kleine Chance auf einen Punkt (sparen Sie sich die Materialien), während graue Rezepte keinerlei Fortschritt bringen.

Ähnlich verhält es sich bei den Sammel-Berufen. Wenn Sie fürs Schlachten, Bergbauen oder Sammeln plötzlich keine Punkte mehr erhalten, müssen Sie sich höherstufige Tiere, Erze oder Bäume suchen.

Rezepte und Quests

RIFT : Die Farbe macht's: Nur orange und gelbe Rezepte bringen verlässlich einen neuen Fertigkeitspunkt im Handwerk.

Als Faustregel gilt: Schauen Sie alle zehn Fertigkeitspunkte (runde Zahlen, also 10, 20, 30 und so weiter) bei ihrem Meister vorbei und holen Sie sich den nächsten Schwung Rezepte ab. So stellen Sie sicher, dass Sie immer ein oranges oder gelbes Rezept zur Herstellung haben.

In den Handwerkszentralen der beiden großen Städte erhalten Sie tägliche Handwerks-Quests. Meist müssen Sie dabei einfach eine bestimmte Menge eines Gegenstandes produzieren und zu einem NPC -- mit Vorliebe meilenweit entfernt -- bringen. Auch wenn es langweilig und mitunter langwierig ist: Erfüllen Sie diese Aufgaben täglich. Sie erhalten nämlich Handwerks-Abzeichen, die Sie beim Anleitungs-Händler gegen neue, nicht beim Meister erhältliche Rezepte tauschen können.

Wie schon beim Planarit gilt: Verschwenden Sie die mühsam erworbenen Abzeichen nicht für niedrigstufige Baumwollkutten. Mit höheren Handwerks-Leveln werden die Rezepte sehr teuer -- und sehr mächtig. Also fleißig sparen!

Das PvP-System: Grundlegendes

RIFT : PvP-Questgeber erkennen Sie an den roten Symbolen. Vorsicht: In der Mini-Karte sind sie weißlich dargestellt.

Der Unterschied zwischen PvP- und PvE-Servern ist denkbar einfach: Auf PvP-Servern werden Sie automatisch als PvP markiert, sobald Sie die Anfangszone verlassen. Will heißen: Die gegnerische Fraktion darf Sie hemmungslos vermöbeln -- und umgekehrt. Auf PvE-Servern hingegen sind Sie so lange unantastbar, bis Sie sich selbst als PvP markieren.

In beiden Varianten gleich: Die Kriegsfronten. Dabei handelt es sich um PvP-Instanzen, die Sie von überall auf der Welt betreten können (standardmäßig über die Taste K). Mit Erreichen der Stufe 10 haben Sie Zugang zur ersten PvP-Instanz, dem Schwarzen Garten. Anschließend kommt alle zehn Stufen eine neue Instanz hinzu.

Bevor Sie sich ins Getümmel stürzen, holen Sie sich unbedingt die PvP-Quests in Ihrer Haupstadt ab. Im Gegensatz zu normalen Quests sind die entsprechenden NPCs mit roten Ringen gekennzeichnet. Zu jeder PvP-Instanz gibt es einen ganzen Schwung an Quests, die Sie beim fröhlichen Gemetzel quasi automatisch erfüllen -- und deren Belohnungen im jeweiligen Levelbereich sehr nützlich sind.

Die richtige Taktik

Der Schwarze Garten ist eine Capture-the-Flag-Instanz. Der Hauer von Regulos -- die Flagge -- erscheint einige Sekunden nach Start genau in der Mitte der Karte. Zu Beginn ist es entscheidend, diesen Punkt so schnell wie möglich -- und mit so vielen Spielern wie möglich -- zu erreichen. Zwar erhalten Sie für das Töten eines Gegners Punkte, aber die sind im Vergleich marginal. Gewinnen können Sie nur, indem Ihr Team den Hauer besitzt und hält.

RIFT : Im Kriegsfronten-Menü können Sie PvP-Instanzen betreten. Verlassen Sie sich allerdings nicht auf die angegebene Wartezeit.
Im Kriegsfronten-Menü können Sie PvP-Instanzen betreten. Verlassen Sie sich allerdings nicht auf die angegebene Wartezeit.

Das wird dadurch erschwert, dass der Hauer seinem Träger Schaden zufügt -- und zwar immer mehr, je länger er ihn hält. Der effektivste Weg zum Sieg besteht darin, dass sich das komplette Team um den Hauer-Träger versammelt. Am besten tun Sie das an einem der Bäume in der Mitte der Karte. Heiler konzentrieren Ihre Anstrengungen ausschließlich auf den Träger, der Rest wehrt Gegenangriffe ab.

Anfängerfehler vermeiden

Viele Neulinge greifen blind alles an, was eine andere Farbe hat. Tun sie das nicht! Hat Ihr Team den Hauer, dann beschützen Sie ausschließlich den Träger. Hat das andere Team den Hauer, dann konzentrieren Sie sich auf den gegnerischen Träger (alternativ auf die gegnerischen Heiler).

RIFT : Hilfreiche Einstellungen: Schalten Sie unbedingt die genauen Zahlenwerte in den Statusleisten ein.

Ein ebenfalls typischer Anfängerfehler: Mit dem Hauer in der Hand so weit wie möglich davonrennen. Klingt schlau, ist es aber nicht. Je weiter der Hauer von seinem ursprünglichen Standort entfernt wird, desto weniger Punkte erhält Ihr Team. Es kann durchaus passieren, dass Team A in 30 Sekunden dreimal so viele Punkte sammelt wie Team B in drei Minuten -- bloß weil es den Hauer in zentraler Position verteidigt.

Erschwert wird das Ganze dadurch, dass Ihnen das Spiel nicht sagt, welche Klasse bzw. Rolle ihr anvisiertes Ziel eigentlich hat. Wie also einen Heiler erkennen, besonders im dichtesten Kampfgetümmel?

In der Praxis hilft ein Blick auf das Portrait bzw. die Farbe des Mana-Balkens des Ziels. Lila bedeutet Schurke, gelb bedeutet Krieger und blau heißt entweder Magier oder Kleriker. Zumindest eine kleine Hilfe.

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