Was können eigentlich diese Aufsätze?

In Battlefield 4 und auch anderen Shootern gibt es einen ganzen Haufen Aufsätze, mit denen man den Meinungsverstärker seiner Wahl noch besser den eigenen...

von Morrodes am: 29.08.2014

Wie schaltet man Aufsätze frei?

Aufsätze erhält man in Battlefield 4 auf zwei verschiedenen Arten. Zum einen kann man Kills mit der jeweiligen Waffe erzielen und so nach und nach ca. die Hälfte aller Aufsätze freischalten. Die andere Hälfte erhält man durch Battlepacks, wobei sowohl die Waffen-Battlepacks als auch die normalen (Gold-, Silber-, und Bronzebattlepack) Aufsätze enthalten. Es kann also durchaus sein, dass man eine neue Waffe freischaltet und bereits einen Griff, ein Visier oder etwas ähnliches zur Verfügung hat. Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, alle Aufsätze einer Waffe durch die normalen Battlepacks freizuschalten. Die dafür benötigten Waffenbattlepacks erhält man bei jedem fünfzigsten Kill nach der Freischaltung aller durch Kills freischaltbaren Aufsätze. Hat man fünfhundert Kills zusammen sollte man also alle Optionen für eine Waffe freigeschaltet haben, wobei es auch noch ein schickes Master-Dogtag obendrauf gibt. Noch zu erwähnen wäre, dass man pro Waffe jeweils andere Aufsätze durch Battlepacks und durch Kills freischalten kann. Dies hängt vom jeweiligen Herkunftsland der Waffe ab. Bei einer chinesischen Waffe erhält man zum Beispiel nach zehn Kills das Coyote-Visier während man bei einem amerikanischen Modell das Reflex-Visier sein eigen nennen darf.

Visiere

Im ersten Slot unserer Waffe können wir ein Visier platzieren. Diese unterscheiden sich lediglich durch Aussehen und Zoomstufen und bringen daher keine mathematischen Vor- und Nachteile. Hier sollte man deshalb nach den eigenen Vorlieben wählen und dabei auch den eigenen Spielstil berücksichtigen. Spielt man sehr schnell und offensiv wäre das Coyote eine gute Wahl. Bleibt man jedoch meist in der zweiten Linie und setzt auf Distanz zum Gegner dann bietet sich ein Prisma mit 3,4-facher Vergrößerung an. Wer will kann auch zu den Nachtsichtvisieren greifen, von denen ich allerdings abrate, da es in Battlefield 4 nun mal fast immer Tag ist uns sie den Rest des Bildschirms ausfüllen, sodass man keine Gegner außerhalb des Visieres erkennen kann.

Zubehör

Im zweiten Slot platziert man Zubehör welches sich je nach Wahl in Funktion und Aussehen unterscheidet. Hier hat man der Reihe nach die offene Visierung (Canted Ironsights), die ein zweites Visier hinzufügt, welches seitlich an der Waffe montiert ist und zu dem man jederzeit umschalten kann. Zu Empfehlen ist dieses Visier in Kombination mit 3,4-fach oder größer verstärkten Visieren. Als zweite Option gibt es den Verstärker (Magnifier), der sich zu einem Nahkampfvisier (also Reflex, Cobra, usw.) zuschalten lässt uns dieses dann um den Faktor 2 vergrößert. Der Verstärker ist nur in Kombination mit diesen Visieren verfügbar. Als drittes gibt es die Lampe (Flash Light) und das Taclight (Tactical Light), die unter dem Lauf eine Lampe hinzufügen. Die Lampe wird manuell ein- bzw. ausgeschaltet, während sich das Taclight beim Zielen über Kimme und Korn einschaltet und beim zurückkehren in die Hüfthaltung wieder von selbst ausschaltet. Der Blendeffekt dieser Lampen kann wirklich fies sein. Des weiteren tauchen sie dunkle Orte in Licht und machen Nachtsichtvisiere unbrauchbar. Allerdings verraten sie auch die eigenen Position und man sollte sich ihren Einsatz deshalb gut überlegen. Als letzte Wahl gibt es die Laser die allesamt die gleiche Funktion aufweißen, nämlich eine Verbesserung des Hüftfeuers um 25%. Die Laser sollte man deshalb eher auf Nahkampfwaffen wie den Pdws einsetzen. Das Laservisier (Laser Sight), das grüne Laservisier (Green Laser Sight) und der Dreistrahl-Laser (Tri Beam Laser) unterscheiden sich hierbei nur optisch, was man allerdings nicht vernachlässigen sollte. Das Grüne Laservisier ist nämlich leichter zu übersehen und gibt einem Feind somit nicht so schnell die Position preis. Zusätzlich dazu kann man sich noch für eine Kombination aus Laser und Lampe entscheiden, die man jedoch nicht deaktivieren kann, weshalb ich auch hier abraten möchte.

Lauf

Im dritten Slot können wir den Lauf einer Waffe modifizieren. Dabei steht uns als erstes die Mündungsbremse (Muzzle Brake) zur Auswahl, die den vertikalen Rückstoß um 25% reduziert. Im Gegenzug erhält man jedoch einen Erhöhung der maximalen Streuung um 30%, sowie eine Erhöhung der Streuung pro Schuss um ebenfalls 30%. Der Kompensator (Compensator) besitzt die gleichen Werte wie die Mündungsbremse, wobei der 25%-Bonus für den horizontalen und nicht den vertikalen Rückstoß gilt. Diese Aufsätze sind also für Waffen mit hohem Rückstoß wie der SCAR-H zu empfehlen. Die dritte Option, der Mündungsfeuerdämpfer (Flash Hider) besitzt keine positiven oder negativen Effekte und verringert einfach das sichtbare Feuer beim Abfeuern der Waffe. Dieser Umstand ist sicherlich nicht kriegsentscheidend aber andererseits schadet er auch nicht, sodass man beim Freilassen dieses Slots genau so gut zum Mündungsfeuerdämpfer greifen kann. Der schwere Lauf (Heavy Barrel), der die vierte Option darstellt, kann als Gegenteil zur Mündungsbremse betrachtet werden, da er die minimale Streuung um 50%  verringert aber den vertikalen Rückstoß um 50% erhöht. Er empfiehlt sich auf Waffen mit niedrigem Rückstoß, die auf längeren Distanzen eingesetzt werden. Ein Beispiel dafür wäre die SAR-21. Nun folgen vier Schalldämpfer (Suppressor) mit unterschiedlichem Aussehen aber komplett gleicher Funktion: Sie machen die Waffe leiser, wodurch man beim Schießen nicht auf der Minimap angezeigt wird, verringern aber im Gegenzug die Kugelgeschwindigkeit auf ca. 300m/s. Außerdem erhöhen sie die Streuung beim unbewegten Schießen aus der Hüfte um 20%.

Unter dem Lauf

Im vierten Slot unserer Waffe haben wir die Möglichkeit Griffe (Grips) oder ein Zweibein (Bibod) unter dem Lauf anzubringen. Das Zweibein wirkt dabei nur wenn es aufgestellt wird, bringt dann jedoch bei einem ganzen Haufen Vorteile nur den Nachteil, dass es Zeit braucht um es aufzustellen bzw. wieder einzuziehen. Die Vorteile eines Zweibeins hängen auch von der Waffe ab, bzw. ob man mit einem Präzisionsgewehr, einem LMG oder einer anderen Waffe schießt. Bei den Präzisionsgewehren lauten die Vorteile wie folgt: 91,5 weniger minimale Streuung beim Feuern aus der Hüfte in stehender Haltung, 90% weniger minimale Streuung beim Feuern aus der Hüfte in geduckter Haltung, 88% weniger minimale Streuung beim Feuern aus der Hüfte in liegender Haltung, 70% weniger minimale Streuung beim gezielten Schießen, 75% weniger horizontaler Rückstoß, 90% weniger vertikaler Rückstoß, 50% weniger Erhöhung der Streuung pro Schuss und 85% weniger Rückstoß beim ersten Schuss. Das Zweibein für LMGs bringt folgende Vorteile: 95% weniger minimale Streuung beim Feuern aus der Hüfte in stehender Haltung, 93,7% weniger minimale Streuung beim Feuern aus der Hüfte in geduckter Haltung, 91,5% weniger minimale Streuung beim Feuern aus der Hüfte in liegender Haltung, 95% weniger minimale Streuung beim gezielten Schießen, 75% weniger horizontaler Rückstoß, 90% weniger vertikaler Rückstoß, 90% weniger Erhöhung der Streuung pro Schuss, 83,5% weniger maximale Streuung beim gezielten Schießen, 92,9% weniger maximale Streuung beim Schießen aus der Hüfte und 85% weniger Rückstoß beim ersten Schuss. Alle anderen Waffen erhalten durch das Zweibein folgende Vorteile: 87,5% weniger minimale Streuung beim Feuern aus der Hüfte in stehender Haltung, 83% weniger minimale Streuung beim Feuern aus der Hüfte in geduckter Haltung, 75% weniger minimale Streuung beim Feuern aus der Hüfte in liegender Haltung, 75% weniger minimale Streuung beim gezielten Schießen, 75% weniger horizontaler Rückstoß, 90% weniger vertikaler Rückstoß, 50% weniger Erhöhung der Streuung pro Schuss, 64% weniger maximale Streuung beim gezielten Schießen, 85,5% weniger maximale Streuung beim Schießen aus der Hüfte und 85% weniger Rückstoß beim ersten Schuss. Das Zweibein eignet sich aufgrund seiner Eigenschaften gut für LMG-Schützen, die zum Beispiel bei Rush eine Tür oder ähnliches verteidigen. Auch beim Snipern über große Distanzen kann es hilfreich sein, von Sturmgewehren mit Zweibeinen muss ich jedoch wiederum abraten. Von den Griffen, die weitaus populärer als das Zweibein sind, gibt es sechs verschiedenen Versionen, von denen sich allerdings jeweils zwei immer nur optisch unterscheiden. Hierbei kann man jeweils einen durch Kills und einen durch Battlepacks freischalten. Der Ergonomische Griff (Ergo Grip) und der Vertikale Griff (Vertical Grip) verringern die Streuung beim Schießen in Bewegung sowohl aus der Hüfte als auch über Kimme und Korn um 50%.  Der Angewinkelte Griff (Angled Grip) und der Klappgriff (Folding Grip) reduzieren den Rückstoß des ersten Schusses um 33%. Der Kurzgriff (Stubby Grip) und der Rundgriff (Potato Grip) verringern zum einen die Erhöhung der Streuung pro Schuss um 15% und zum anderen die maximale Streuung beim gezielten Schießen um 33%. Die Griff bringen keine Nachteile und können daher sowohl eingesetzt werden um den Aufsätzen auf dem Lauf entgegenzuwirken oder deren Wirkung noch zu unterstreichen. Je nach Spielstil empfiehlt sich ein anderer Griff bzw. ein anderes Loadout. Spielt man zum Beispiel gerne die SCAR-H so sollte man zum Angewinkelten Griff greifen, da man mit dieser Waffe in Bursts schießt. Spielt man nun mit einem LMG ist der Rundgriff recht gut, da man hier auch mal längere Salven einlegt.

Tarnung

Die Tarnung ist natürlich das Wichtigste an der Waffe und man sollte hier keinesfalls eine leichtfertige Entscheidung treffen. ;)

Spezielle Aufsätze für Präzisionsgewehre

Auf Präzisionsgewehren sind drei exklusive Aufsätze verfügbar, nämlich der Geradezug (Straight Pull), der Entfernungsmesser (Range Finder) und der Variable Zoom (Variable Zoom). Der Geradezug ermöglicht das Repetieren der Waffe im Visier, der Entfernungsmesser zeigt die Entfernung zum Ziel an und der Variable Zoom fügt bei jedem Visier eine 14-fache Zoomstufe ein.

 

Zu guter letzt sei gesagt, dass es sich hierbei um bloße Zahlen handelt und man sich davon nicht zu stark beeinflussen lassen sollte. Diese Werte dienen lediglich als Unterstützung zur Erstellung eines guten Loadouts welches sich von Spieler zu Spieler unterscheidet. Im Endeffekt bestimmt das eigene Spielgefühl, wie gut oder schlecht eine Waffe ist und man sollte sich da nicht zu viel erzählen lassen. 

Alle Werte in diesem Guide stammen von http://symthic.com/

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