Die besten TFT-Monitore
Kaufberatung TFT-Monitore Februar 2013
Schlieren, Unschärfe oder ungleichmäßige Ausleuchtung nerven einfach. Ein guter Monitor dagegen leistet jahrelang treue Dienste. Wir empfehlen neun Spieler-TFTs in drei Kategorien.
Von
Hendrik Weins
|
Datum:
08.02.2013
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Die wichtigste Schnittstelle des PCs ist neben Maus und Tastatur der Monitor. Er entscheidet maßgeblich darüber, ob wir beim Zocken in der Spielwelt versinken oder uns über Mängel sowie Unzulänglichkeiten aufregen. Schlieren in schnellen Shootern nerven nicht nur, sie beeinträchtigen auch unser Können, denn wenn der Gegner zu einem verzerrten Objekt verkommt, hilft auch kein noch so gutes Auge.
Weniger spielentscheidend aber ebenso nervig sind ungleichmäßige Ausleuchtung, miese Interpolation niedriger Auflösungen oder fehlende ergonomische Anpassungsmöglichkeiten wie eine Höhenverstellung. Da der Monitor zudem eine der PC-Komponenten ist, die am längsten genutzt wird, ist die Kaufentscheidung umso wichtiger und eine etwas teurere Investition allemal gerechtfertigt. Im Chaos von zig Billig-TFTs unter 100 Euro bis hin zu Edel-Monitoren für weit über 1.000 Euro suchen wir die besten Bildschirme für Spieler heraus.
Bildverhältnis: 16:10
In 16:10 zeigen viele Spiele weniger an als in dem verbreiteteren Bildverhältnis von 16:9. In diesem Fall wirkt 16:10 wie leicht hineingezoomt.
Bildverhältnis: 16:9
Denn obwohl einige wenige Spiele in 16:9 schwarze Balken oben und unten anzeigen, geben sie doch mehr vom eigentlich Bild preis.
Wichtigstes Kriterium eines Monitors ist die Spieletauglichkeit, darunter fällt vor allem die Reaktionsgeschwindigkeit. Aber auch weitere Faktoren wie Bildqualität, ergonomischen Funktionen, Verarbeitung oder Ausstattung bestimmen den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen TFT und empfehlenswerten Modellen. Dabei unterscheiden wir drei Kategorien: Monitore mit 23,6-Zoll sowie 27-Zoll und zudem noch die High-End-Exemplare mit 120 Hz. In jeder Kategorie küren wir einen Preistipp sowie das Exemplar mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis und dem besten Bild.
Wir konzentrieren uns bei der Auswahl der TFTs auf Modelle mit einem Bildverhältnis von 16:9, denn es ist das in Spielen und Filmen meist genutzte. Bildschirme in 16:10, wie zum Beispiel 1920x1200 oder 2560x1600 bieten gegenüber den 16:9-Exemplaren zwar mehr Bildpunkte in der Höhe und damit mehr Platz zum Arbeiten, einige Spiele strecken aber dann den Bildinhalte unschön oder verschwenden ihn gleich durch eingeblendete schwarze Balken. Full HD, also 1920x1080 Pixel ist die derzeit am weitesten verbreitete Auflösung und nicht nur für hochauflösende Blu-rays optimal, sondern auch für Spiele. Dementsprechend verfügen alle hier empfohlenen TFTs über mindestens diese Auflösung, einige 27-Zöller bieten mit 2560x1440 Bildpunkten noch mehr Bildfläche, stellen in der nativen Auflösung aber auch eine deutlich höhere Anforderung an die Grafikkarte.
23,6- und 24-Zoll-Monitore
Unser Preis-Tipp bis 24 Zoll ist der 150 Euro günstige Acer GL246HL Bbid.
24-Zoll-TFTs bieten mit etwa 61,0 cm Diagonale minimal mehr Bildschirmfläche als die 23,6-Zoll-Vertreter mit 59,9 cm. In der Praxis ist das kaum wahrnehmbar. Die meisten TFTs bis 200 Euro verwenden günstige TN-Panels, die den Vorteil schneller Schaltzeiten besitzen, dafür aber nur einen beschränkten Farbraum im Vergleich zu teuren Panel-Techniken bieten, also weniger Farbnuancen darstellen können. Wenn Sie nicht gerade professionelle Bildbearbeitung betreiben, stört das aber nicht, Spiele und Filme wirken auch auf den TN-TFTs farbenfroh.
Preis-Tipp: Acer G246HL Bbid
Der
Acer G246HL Bbid
bietet viel Monitor fürs Geld und spart dafür bei der Ausstattung. Der nur knapp 150 Euro günstige 24-Zöller bietet ein TN-Panel mit der typischen Full-HD-Auflösung von 1920x1080 Pixeln.
Ergonomiefunktionen wie eine Höhenverstellung oder gar eine Pivot-Funktion, um den Bildschirm um 90 Grad zu drehen, finden sich bei derart günstigen Geräten eher selten und auch Acer verzichtet beim G246HL Bbid auf solche Extras, das Display lässt sich lediglich neigen. Wer auf derlei Extras gut verzichten kann, der findet im Acer G246HL Bbid einen preiswerten 24-Zöller mit insgesamt überzeugender Bildqualität. Das entspiegelte und sehr reaktionsschnelle Display erreichte im Test einen hohen Kontrast und eignet sich zum Spielen bei Tageslicht problemlos.
» Acer G246HL Bbid im Preisvergleich
Preis-Leistungs-Tipp: BenQ RL2450HT
Der 170 Euro günstige
BenQ RL2450HT
gehört zu den schnellsten 23,6-Zoll-TFTs derzeit und bietet mit niedrigen Reaktionszeiten sowie guter Interpolationsleistung alles was ein Spieler braucht.
Zwar gibt es günstigere Modelle in diesem Preissegment, doch an die Spieleleistung des RL2450HT kommt keiner heran, zumal der TFT auch umfangreiche ergonomische Features wie eine Pivot-Funktion bietet. Nachteile des vergleichsweise günstigen Preises sind der Verzicht auf 120 Hz. Allerdings benötigt die ohnehin kaum ein Spieler, ganz im Gegensatz zu einer Höhenverstellung, die der BenQ als einer der wenigen TFTs derzeit mitbringt. Die Bildqualität des 23,6-Zöllers ist gut, auch wenn der Monitor natürlich nicht an die Qualität deutlich teurerer Modelle mit IPS- oder MVA-Panel heranreicht.
Professionelle Bildbearbeitung fällt aufgrund des zu engen Blickwinkels sowie der nicht optimalen Farbdarstellung flach, für Spiele und Filme reicht die Brillanz des TN-Panels aber völlig aus. Alles in allem bietet der BenQ RL2450HT eine gute Bildqualität mit exzellenten Reaktionszeiten sowie einer Höhenverstellung zum fairen Preis von 180 Euro.
» BenQ RL2450HT im Preisvergleich
Leistungs-Tipp: Eizo EV2335W
Vor allem die Farbbrillanz des Eizo EV2335W spricht für den mit 320 Euro vergleichsweise teuren 23,6-Zoll-TFT. Das verbaute PLS-Panel liefert eine sichtbare bessere Bildqualität als die beiden anderen empfohlenen Monitore mit TN-Panel.
Farbtreue, Blickwinkelstabilität sowie der sehr gute Schwarzwert überzeugen selbst kritischste Spieler, zumal der Eizo EV2335W neben dem sehr guten Bild auch eine Höhenverstellung mitbringt und mit seinem matten Display auch an hellen Orten nicht mit nervigen Reflektionen stört. Sollte die Spieleleistung der Grafikkarte mal nicht für Full HD ausreichen, können Sie zudem problemlos die Auflösung des Monitors reduzieren, da die Interpolation des EV2335W sehr gut arbeitet – solange das Bildverhältnis von 16:9 beibehalten wird. Aufgrund des tollen Bildes und der hohen Blickwinkelstabilität eignet sich der Eizo EV2335W auch für Hobby-Grafiker, Spieler freuen sich über die niedrigen Reaktionszeiten und die leuchtenden Farben.
» Eizo EV2335W im Preisvergleich