Zum Thema » Die besten Grafikkarten Top-Modelle in vier Preisbereichen » Die besten Spieler-Tastaturen Kaufberatung Tastaturen » Die besten Spieler-Mäuse Kaufberatung Mäuse Die wichtigste Schnittstelle des PCs ist neben Maus und Tastatur der Monitor. Er entscheidet maßgeblich darüber, ob wir beim Spielen in der virtuellen Welt versinken oder uns über zu lahme Reaktionszeit aufregen. Kantenunschärfe oder gar Schlieren in schnellen Shootern nerven nicht nur, sie beeinträchtigen auch unser Können, denn bei verschwommenen Gegnern hilft auch kein noch so gutes Auge.

Weniger spielentscheidend aber ebenso störend sind ungleichmäßige Ausleuchtung, miese Interpolation niedriger Auflösungen oder fehlende ergonomische Anpassungsmöglichkeiten wie eine Höhenverstellung. Da der Monitor zudem eine der PC-Komponenten ist, die am längsten aktuell bleibt und oft über Jahre genutzt wird, ist die Kaufentscheidung umso wichtiger und eine etwas teurere Investition allemal gerechtfertigt. Im Chaos von zig Billig-TFTs unter 100 Euro bis hin zu Edel-Monitoren für weit über 1.000 Euro suchen wir die besten Bildschirme für Spieler heraus.

Die besten TFT-Monitore für Spieler : In 16:10 zeigen viele Spiele weniger an als in dem verbreiteteren Bildverhältnis von 16:9. In diesem Fall wirkt 16:10 wie leicht hineingezoomt.

Bildverhältnis: 16:10
In 16:10 zeigen viele Spiele weniger an als in dem verbreiteteren Bildverhältnis von 16:9. In diesem Fall wirkt 16:10 wie leicht hineingezoomt.

Wichtigstes Kriterium eines Monitors ist die Spieletauglichkeit, darunter fällt vor allem die Reaktionsgeschwindigkeit. Aber auch weitere Faktoren wie Bildqualität, ergonomischen Funktionen, Verarbeitung oder Ausstattung bestimmen den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen TFT und empfehlenswerten Modellen. Unsere Empfehlungen sind je nach Bilddiagonale und Bildwiederholrate in vier Kategorien unterteilt.

Wir konzentrieren uns bei der Auswahl der TFTs auf Modelle mit einem Bildverhältnis von 16:9, denn es ist das in Spielen und Filmen meist genutzte. Bildschirme in 16:10, wie zum Beispiel 1920x1200 oder 2560x1600 bieten gegenüber den 16:9-Exemplaren zwar mehr Bildpunkte in der Höhe und damit mehr Platz zum Arbeiten, einige Spiele strecken aber dann den Bildinhalte unschön oder verschwenden ihn gleich durch eingeblendete schwarze Balken. Full HD mit 1920x1080 Pixeln ist die derzeit am weitesten verbreitete Auflösung und nicht nur für Blu-ray-FIlme optimal, sondern auch für Spiele. Zwar gibt es schon einige Monitore mit einer Auflösung von 2560x1440, diese verwenden aber meistens IPS-Panels, sind noch vergleichsweise teurer und haben eine langsamere Reaktionszeit. Außerdem muss die Grafikkarte deutlich mehr Pixel berechnen als bei Full HD und die Leistung in Spielen sinkt entsprechend. In den kommenden Monaten erwarten wir aber zunehmend mehr TFTs mit 2560x1440 Pixeln zu erschwinglicheren Preisen - wir aktualisieren unsere Kaufberatung dann entsprechend.

In letzter Zeit hat sich vor allem bei Spieler-Monitoren viel getan: Zum einen gibt es zunehmend mehr TFTs mit 120- beziehungsweise 144-Hz-Panels und einer entsprechend hohen Bildwiederholrate, sodass wir unsere 120+-Hz-Empfehlungen in 24- und 27-Zoll-Geräte unterteilen. Zum anderen eignen sich auch immer mehr Monitore mit IPS- oder VA-Panel zum Spielen, auch wenn die Reaktionszeit etwas langsamer ist als bei den gängigen TN-Panels. Dafür sind Farbwiedergabe, Kontrast und Blickwinkelstabilität meist deutlich besser und die Preise werden günstiger - wer nicht das letzte Quentchen Reaktionsgeschwindigkeit benötigt, spielt mit einem IPS- oder VA-Monitor daher meist schöner.

23- und 24-Zoll-Monitore

Heutzutage ist 24 Zoll die Standardgröße von Monitoren. Aus diesem Grund gibt es in diesem Segment besonders viele Modelle mit einem sehr guten Preis- Leistungsverhältnis. Unser Leistungs-Tipp der Eizo Foris FS2333-BK ist mit 23 Zoll zwar etwas kleiner, der Unterschied ist aber so gering, dass er im Alltag nicht störend auffällt. Weil für Spieler vor allem ein schneller Monitor wichtig ist, finden sich in unserer Kaufberatung verhältnismäßig viele TN-Panels. Diese sind zwar in Sachen Bildqualität in der Regel IPS- oder VA-Panels unterlegen, kosten aber auch deutlich weniger und haben die kürzeren Reaktionszeiten.

Preis-Tipp: BenQ GL2450HM

Der BenQ GL2450HM bietet für nur etwa 140 Euro viel Spieleleistung, beschränkt sich bei der Ausstattung aber auf das Nötigste.

Um den Preis niedrig zu halten, verzichtet der GL2450HM auf Komforfunktionen wie eine Höhenverstellung oder eine Pivotfunktion. Das Display lässt sich lediglich neigen. Auch bei den Anschlüssen macht sich das Sparprogramm bemerkbar, denn der GL2450HM verfügt jeweils nur über einen Anschluss für VGA, DVI und HDMI. Einen DisplayPort-Eingang oder einen USB-Hub sucht man beim GL2450HM vergebens. Die kurze Reaktionszeit des TN-Panels eignet sich aber uneingeschränkt zum Spielen. Wenn Sie lediglich einen möglichst günstigen Monitor mit solider Bildqualität sowie voller Spieleltauglichkeit suchen und dabei auf Komfortfunktionen wie eine Höhenverstellung verzichten können, sind sie beim GL2450HM genau richtig.

» BenQ GL2450HM im Preisvergleich

BenQ GL2450HM

Preis- Leistungs-Tipp: BenQ GW2460HM

Durch das VA-Panel bietet der GW2460HM ungewöhnlich gute Bildqualität für 175 Euro. Dafür wird bei den Ergonomie-Optionen und am Lieferumfang gespart.

Auch im unteren Preissegment muss man nicht auf sehr gute Bildqualität verzichten. Der BenQ GW2460HM bietet trotz seines vergleichsweise geringen Preises von etwa 180 Euro ein VA- statt dem üblichen TN-Panel und ist deswegen den meisten Monitoren im Preisbereich in Sachen Bildqualität überlegen. Bauartbedingt ist die Reaktionszeit des VA-Panels mit vier statt der bei TN-Panels üblichen zwei Millisekunden etwas langsamer, für die meisten Spiele aber immer noch schnell genug – auch schnelle Bewegungen meistert das VA-Panel ohne störende Kantenunschärfe. Nur wer beständig extrem rasante Shooter spiel, sollte besser auf einen Monitor mit TN-Panel und am besten 120 oder 140 Hertz Bildwiederholrate ausweichen. Gespart hat BenQ beim Standfuß, der verfügt aber wie im Preissegment üblich nur über eine Neigungsfunktion. Außerdem hätten wir uns noch ein DVI-Kabel im Lieferumfang gewünscht, wer aber noch eine entsprechende Strippe übrig hat, kommt hier sehr günstig an einen TFT mit VA-Panel.

» GW2460HM im Preisvergleich

BenQ GW2460HM

Leistungs-Tipp: Eizo Foris FS2333-BK

Für den vergleichsweise hohen Preis von knapp 300 Euro für einen 23-Zoll-TFT bekommen Sie mit dem Eizo Foris FS2333-BK einen Monitor mit voll spieletauglichem IPS-Panel. Die Reaktionszeit ist selbst für sehr schnelle Spiele ausreichend und die Bildqualität ist dank IPS-Panel extrem gut.

Mit einem Preis von knapp 300 Euro reiht sich der Eizo Foris FS2333-BK in die Oberklasse der Monitore mit 23 Zoll Bildschirmdiagonale ein. Trotz des verbauten IPS-Panels erreicht der FS2333-BK eine Reaktionszeit von laut Eizo nur 3,4 Millisekunden (grau zu grau) und einen Input-Lag (Verzögerung bei der Anzeige durch die Elektronik des TFTs) von unter einer Millisekunde – Werte, die selbst für die schnellsten Spiele mehr als ausreichen. Auch die Bildqualität kann mit sehr homogener Ausleuchtung, großer Farbraumabdeckung und weiten Blickwinkel durchweg überzeugen. Durch die fünf statt der üblichen zwei oder drei Jahre Herstellergarantie relativiert sich der hohe Preis zudem noch etwas.

Speziell für Spieler hat Eizo beim FS2333-BK noch sogenannte »Smart Functions« integriert. Dabei handelt es sich um Bildfilter, die Parameter wie Helligkeit analysieren und versuchen, das Bild etwa an dunklen Stellen aufzuhellen, damit sich kein Gegner im Schatten verbergen kann. Das hilft zwar teilweise wirklich beim Entdecken von Feinden, schadet aber der Grafikqualität und damit der Atmosphäre. Alle diese Funktionen lassen sich aber auch deaktivieren.

» Eizo FS2333-BK im Preisvergleich

Eizo Foris FS2333-BK