MMO-Vergleich 2012 :

Mit The Elder Scrolls Online wagt sich bald auch Bethesda ins Reich der Online-Rollenspiele. Während Oblivion und Skyrim nur Abenteuer für Einzelkämpfer bieten, soll der nächste Serienableger also mit MMORPGs in Konkurrenz treten – allen voran Genre-Großvater World of Warcraft und dessen kommende Erweiterung Mists of Pandaria . Aber auch Star Wars: The Old Republic , Guild Wars 2 und TERA wollen dem Elder-Scrolls-MMO das Leben schwer machen und punkten mit filmreifer Inszenierung, beeindruckender Grafik oder eindrucksvollen Kampfszenen.

MMO-Vergleich 2012 : Mit den Spezialfähigkeiten lassen sich so genannte Kettenangriffe kombinieren

TERA
Mit den Spezialfähigkeiten lassen sich so genannte Kettenangriffe kombinieren

Wir stellen die fünf großen Online-Rollenspiele in diese Special gegenüber und vergleichen bestimmte Einzelaspekte, soweit dies derzeit schon möglich ist.

Kampfsystem

Egal wie viel Zeit wir in hübschen Wäldchen oder imposanten Städten verbringen, um den Kampf gegen Monster und Gesindel kommen wir nicht herum. Die Frage ist nur, ob wir uns dabei langweilen oder bei jedem Schwertschlag mitfiebern können. Trotz der Bemühungen, neue und dynamische Kampfsysteme zu entwicklen, dominieren in WoW und TOR noch immer die statischen Scharmützel – auch für The Elder Scrolls Online haben die Entwickler keine wirklich direkten Kämpfe angekündigt. TERA und Guild Wars 2 gehen einen anderen Weg und belohnen die Spieler, die im Kampf ihre Füße nicht stillhalten können.

TERA

Tera sieht nicht nur schick aus, sondern spielt sich auch wunderbar flott. Wo wir bei World of Warcraft oder Star Wars: The Old Republic immer und immer wieder eine Hotkey-Rotation abarbeiten und uns dabei bisweilen wie ein dressiertes Äffchen fühlen, schnetzeln wir in Tera dynamisch.

Über die Leertaste lassen wir bestimmten Aktionen einen vorher festgelegten Komboangriff folgen. Mit unserem Zerstörer geht das so: Per Linksklick schwingt der Bursche sein Schwert, mit der rechten Maustaste lösen wir eine Rolle aus, um Gegenangriffen auszuweichen. Hotkeys gibt es zwar auch, die jedoch sind einer vergleichsweise überschaubaren Zahl von Spezialangriffen vorbehalten. In unserem Fall etwa einem Wirbelwind-Angriff, der ordentlich Flächenschaden anrichtet.

Spezialfähigkeiten wiederum kosten Mana, das wir zuvor mit dem Standard-Angriff ansammeln - und das sich relativ schnell wieder verflüchtigt, sodass uns das Spiel quasi dazu anhält, nicht bloß ein paar Feinde verdreschen zu gehen, sondern gleich Nägel mit Köpfen zu machen.

Mit den Spezialfähigkeiten lassen sich so genannte Kettenangriffe kombinieren. So können wir beispielsweise festlegen, dass einer Rolle ein besonders starker Nahkampfangriff folgen soll - und lösen den dann nach getanem Purzelbaum bequem mit der Leertaste aus.

The Old Republic

Die Kämpfe in The Old Republic laufen MMO-typisch ab: Statt dynamische Scharmützel zu inszenieren, in denen wir Laserschüssen ausweichen und gezielte Lichtschwerthiebe verteilen, errechnet das Programm angerichteten wie eingesteckten Schaden anhand der aktuellen Charakterwerte und Items.

Trotzdem reduziert sich das Kampfsystem aber nicht auf das bloße Anklicken von Talenten. So hat Bioware jeder Klasse eine taktische Besonderheit verpasst. Beispielsweise kann (und muss) der Schmuggler stets in Deckung gehen. Nur dann hat er Zugriff auf besonders mächtige Attacken, etwa eine Ladungssalve, deren erster Treffer besonders viel Schaden anrichtet. Andererseits ist der Han-Solo-Doppelgänger hinter einem Hindernis kauernd nicht allzu mobil, was ihn insbesondere in PvP-Schlachten zum leichten Ziel macht.

Noch mehr taktische Tiefe bringen die KI-Begleiter, den ersten bekommen wir bereits im Verlauf des Prologs an unsere Seite gestellt. Einen der Mitstreiter dürfen wir stets mit in den Kampf nehmen. Klar, dass uns die KI-Begleiter auch (ziemlich clever) im Kampf unterstützt. Über ein Menü können wir Verhaltensweisen definieren und festlegen, welche Talente er bevorzugt einsetzen soll – ausufernde Befehle können wir zwar nicht erteilen, dafür leisten sich die Begleiter auch nur selten Verhaltensschnitzer.

WoW: Mists of Pandaria

Obwohl Blizzard mit dem Mönch ein neues Kampferlebnis angekündigt hat, merkt man in der Beta-Praxis davon wenig. Kämpfe laufen immer noch relativ statisch ab und erfordern kaum mehr, als die erlernten Fähigkeiten nacheinander zu aktivieren.

Durch das neue Talentsystem und die reduzierten Fähigkeiten müssen wir zudem lange Zeit auf die immer gleichen Attacken zurückgreifen – Abwechslung sieht anders aus.

Guild Wars 2

Die Kämpfe in Guild Wars 2 laufen wesentlich dynamischer als in den meisten Konkurrenten ab. Wir können Gegner umtänzeln und ihnen mit Bonusschaden in den Rücken fallen und sogar unsere Talente mit denen der Mitspieler kombinieren: Beispielsweise verhilft Feuermagie dem verbündeten Waldläufer zu flammenden Pfeilen, die zusätzlichen Brandschaden anrichten. Mit magischen Fähigkeiten lassen sich darüber hinaus Gegenstände herumwerfen und als Waffe einsetzen.

Elder Scrolls Online

Die Ausdauer des Helden ist in den Kämpfen von The Elder Scrolls Online noch wichtiger als Mana- und Lebenspunkte: Alle Aktionen (Blocken, Ausweichen, Sprinten) kosten Ausdauer – überlegtes Vorgehen ist demnach wichtiger als rohe Gewalt. Für Magier spielt der Wert traditionell keine so große Rolle, aber alle Kämpferklassen müssen wie in Oblivion und Skyrim immer darauf achten, nicht außer Atem zu geraten.

The Elder Scrolls Online
Gerade in den öffentlichen Dungeons sollte man die Augen nach den Himmelsscherben offen halten.

Die Fähigkeiten ähneln denen der Solo-Titel stark: schnelle, leichte Attacken und schwere Hiebe wechseln sich ab, jede Klasse hat ein besonderes Talent, dass sich durch Kämpfe auflädt und besonders mächtig ist. Neu ist, dass die Kämpfe nicht mehr direkt in Echtzeit ablaufen, um Probleme mit Latenzschwankungen zu vermeiden.