Für meine PS2-Eintrittskarte in die Welt von GTA: San Andreas hat meine Mutter Anfang der 2000er 50 bis 60 Euro bezahlt. Mein Bruder und ich waren (für GTA viel zu junge) Kinder und mussten angesichts des damals hohen Preises so viel wie möglich aus dem Spiel herausholen. Schließlich sollte es sich lohnen.
Seitdem sind 20 Jahre ins Land gegangen, ich bekomme erste graue Haare, die PlayStation 5 ist seit fünf Jahren auf dem Markt und Spiele kosten mittlerweile standardmäßig 70 bis 80 Euro. Ein überraschend geringer Preisanstieg, wie ich finde. Das könnte sich aber bald ändern, denn vom anstehenden GTA 6-Release erhofft sich die Industrie einen neuen Maßstab für die Bepreisung von Videospielen:
Was zunächst zum munteren »Früher war alles besser«-Gezeter einlädt, hat sich in Wahrheit aber schon lange abgezeichnet. Ich bin eher überrascht, dass es überhaupt so lange gedauert hat. Denn wirklich teurer als früher sind Spiele dank der Inflation aktuell gar nicht. Trotzdem ist es verständlich, dass sich Endverbraucher nicht über höhere Preise freuen; das kann ich auch von mir nicht behaupten.
Da kann es helfen, sich die Lage genauer anzusehen. Wie hat sich die Industrie in den letzten Jahren entwickelt? Welche Rolle spielen Mikrotransaktionen, DLCs und Live-Service-Spiele bei der Preisdebatte? Und: Zahlen wir am Ende wirklich 100 Euro für ein Videospiel?
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