Jeder TV hat Lautsprecher, logisch. Die sind allerdings selten gut und wenn, dann auch nur bei teuren Flaggschiff-Modellen oder Fernsehern, die dedizierte Soundsysteme mitliefern. Es sprechen hauptsächlich drei Gründe gegen TV-Boxen.
- Sitz an der Rück- oder Unterseite: Dadurch strahlt der Schall gegen die Wand, auf das Möbel oder den Boden. Der Schall prallt ab und verteilt sich im Raum – nicht toll.
- Kleine Lautsprecher: Bauartbedingt passen keine großen Kanäle in dünne Fernseher und kleine Membranen bedeuten mageren Klang.
- Dünner Korpus: Ein großer Resonanzkörper sorgt für volltönenden Sound. Bei TVs, die nur wenige Zentimeter dick sind, funktioniert das nicht.
Nicht jeder hat Platz oder Budget für ein Surroundsystem. Das heißt aber nicht, dass ihr mit dem Klang eures Fernsehers vorliebnehmen müsst. Es gibt günstige, platzsparende und besser klingende Alternativen – etwa Soundbars.
Update-Hinweis: Der Artikel erschien in seiner ursprünglichen Version schon früher. Inhaltlich passt er aber bestens zum aktuellen Black Friday, weshalb wir ihn für euch aktualisiert haben.
Soundbars: Die einfachste und günstigste Lösung
Soundbars sind vermutlich das erste Gerät, an das ihr denkt, wenn ihr euren TV-Klang aufbessern wollt. Eine Soundbar ist besser als keine Soundbar. Egal, wie gut ihr Ton ist: Er ist auf jeden Fall besser als der eures Fernsehers.
Soundriegel gibt es für jedes Budget. Von 100 Euro bis 1.000 Euro ist alles drin und gerade zum Black Friday und der Cyberweek lassen sich da gute Schnäppchen schießen, manchmal sogar mit externen Subwoofern.
- ULTIMEA 2.2-Kanal Soundbar: 70 Euro
- Amazon Fire TV Soundbar: 110 Euro
- Denon DHT-S216: 125 Euro
- Sony HT-S40R 5.1: 249 Euro
Gute Gründe, sich für eine Soundbar über den TV-Lautsprecher zu entscheiden, gibt es genug (mal vom besseren Klang abgesehen).
- Schall strahlt direkt auf den Zuschauer ab.
- Platzsparend
- Leicht zu installieren und bedienen
- Oftmals drahtlos nutzbar
- Nicht selten Musikstreaming inkludiert
Es gibt natürlich auch Nachteile. Die Größe von Soundbars variiert stark und sie brauchen Platz vor dem TV, der manchmal nicht vorhanden ist.
Sounddecks: Teurer, aber passen in nahezu jedes Setup
Im Grunde genommen sind Sounddecks wie Soundbars, nur größer. Sie sind vor allem dazu gedacht, dass man den Fernseher auf sie draufstellt – das nimmt je nach Setup kaum Platz weg.
Durch ihren größeren Körper bieten sie auch einen voller tönenden Klang als Soundbars, allerdings müsst ihr ein wenig tiefer in die Tasche greifen.
- Nubert nuBox AS-225: 198 Euro
- Canton DM 60: 369 Euro
- Magnat Sounddeck 160: 359 Euro
Dass Sounddecks dem TV-Klang überlegen sind, ist klar. Sie bringen allerdings noch ein paar weitere Vorteile mit sich:
- Platzsparender als Soundbars, da man den TV draufstellen kann.
- Leicht zu installieren und bedienen
- Mehr Körpervolumen und dadurch besserer Klang.
- Manche Sounddecks kommen mit Subwoofer.
- Oftmals drahtlos nutzbar.
Zu den Nachteilen von Sounddecks gehört die Tatsache, dass sie teurer sind als ihre dünneren Geschwister, für den Aufbau muss man den TV abbauen und sie benötigen einen großen Unterbau. Wer seinen Fernseher an der Wand hängen hat, wird also vermutlich zu anderen Audio-Optionen greifen.
Regallautsprecher: Für das extra Bisschen Raumklang
Es will natürlich nicht jeder eine Klangstange vor dem TV haben oder seine Glotzkiste auf ein Sounddeck stellen, vielleicht auch, weil die Geräte optisch nicht gefallen oder einfach stören.
Auftritt: Regallautersprecher. Ihr größter Vorteil ist die Flexibilität. Nicht nur finden sie bequem in Regalen Platz (daher der Name), sie lassen sich in ein System integrieren, sollte man sich irgendwann für ein größeres Setup entscheiden.
- LONPOO Regallautsprecher: 80 Euro
- Jam Bluetooth Bookshelf Speakers: 80 Euro
- Edifier R1280DBs: 114 Euro
- House of Marley Get Together: 137 Euro
Regallautsprecher sind eine valide Option für alle, die ihre Audiogeräte gerne aus dem Blick haben wollen. Weitere Vorteile sind:
- Platzsparendste Option
- Große Auswahl
- Kinderleicht erweiterbar
- Nachhaltig, da leicht mit zusätzlichen Speakern kombinierbar.
- Präzise Ausrichtung
Was ihr bei Regallautsprechern bedenken solltet: Je nach Schrank wird die Kabelführung knifflig, je nach Modell braucht ihr einen zusätzlichen Verstärker und allzu viel Bass solltet ihr von den Würfeln nicht erwarten.
Was ist die richtige Lösung für euch? Ein Universalgerät gibt es nicht, dazu sind Ansprüche, Budgets und Wohnsituationen zu unterschiedlich.
- Sparfüchse greifen am ehesten zur Soundbar.
- Wer wenig Platz zur Verfügung hat, ist mit einem Sounddeck gut bedient.
- Ihr plant irgendwann ein Soundsystem zu haben? Dann sind Regallautsprecher eine gute Idee.
Auf welche Lösung setzt ihr im Wohnzimmer? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare.

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