Gute Spiele werden ja gerne mal mit Lobhudeleien überhäuft. Aber es kommt meines Wissens nach eher selten vor, dass ein Spiel zum einen »Vielleicht das intelligenteste und beste Spiel aller Zeiten« genannt wird (Sönke Steffen, Power Play 7/93) und zum anderen »More fun than sex!« auf dem Cover der PC Zone 8/93. Was ist das für ein Spiel, das zu derartiger Wortgewalt inspiriert?
Es ist natürlich ein Spiel von Bullfrog, einem der gefeiertsten Entwicklungsstudios der 80er und 90er - Titel wie Populous, Magic Carpet, Theme Park oder Dungeon Keeper werden ja noch bis heute vor allem kniend gespielt.
Wie praktisch alle Dinge in England hat auch die Entwicklung von Syndicate in einem Pub begonnen - genau genommen bei etwas, das Bullfrog-intern »liquid lunch« hieß: Beim firmenweiten Pizzamampfen und Biervernichten wurden Ideen herumjongliert, bis der damals gerade mal 20-jährige Sean Cooper irgendwann auf Mega-Corporations kam, die ihre Cyborg-Einheiten aufeinander werfen, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Bullfrog-Chef Peter Molyneux mochte die Idee, stellte Sean ein junges, neunköpfiges Team zur Seite - und knapp drei Jahre später war Syndicate auch schon fertig.
Für GameStar Plus haben wir den Klassiker nochmal ausgebraben und erzählen euch detailliert, was Syndicate damals so besonders gemacht hat. Und wieso es noch heute nichts Vergleichbares gibt.
Eine Minigun für alle Fälle
Wieso hat die Entwicklung so lang gedauert? Zum einen wurde zwischenzeitlich die Plattform gewechselt: Die Entwicklung begann auf dem Amiga, wurde dann aber komplett auf den PC umgestellt. Auch das Äußere des Spiels wurde gleich mehrfach umgekrempelt - ursprünglich sollte Syndicate aus der Vogelperspektive gezeigt werden, spätere Fassungen waren zwar bereits isometrisch, orientierten sich farblich aber noch stark am Grün-Gelb von Populous, mit vielen Bäumen und an unsere Welt erinnernden Straßen. Und eigentlich war das Spiel auch als reiner Shooter gedacht - die das Design entscheidend bestimmende Taktik-Komponente kam erst später ins Spiel.
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