Normalerweise bin ich ein Kind der Drachen, Schwerter und Magie. Ein Fan epischer Schlachten, politischer Intrigen im Stile eines Game of Thrones oder der detailverliebten Weltbauten eines J.R.R. Tolkien. Ich meine: Meine Lieblings-Fantasy-Reihe umfasst über 20 Bücher.
Doch gelegentlich schleichen sich Geschichten in meine Leseliste, die mich aus meiner Komfortzone holen und beweisen, dass Fantasy so viel mehr kann, als nur heroische Feldzüge zu inszenieren.
Brittney Arenas Debütroman »A Dance of Lies« ist so ein Buch. Die Protagonistin hat keine magischen Kräfte oder besondere Kampffertigkeiten. Nein, sie kann nicht einmal ein Schwert richtig herumhalten. Dafür glänzt sie mit Anmut und einem unbändigen Willen, ihre chronischen Schmerzen zu überwinden und ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen.
Für mich war es ein Wagnis, mich auf eine Geschichte einzulassen, in der Ballett eine zentrale Rolle spielt, doch was ich auf den 448 Seiten (512 in der deutschen, mit »Die Spionin« untertitelten Ausgabe) erlebt habe, hat mich nicht nur überrascht, sondern viel Lust auf den zweiten Teil gemacht.
Eine gefallene Tänzerin
Die Geschichte von Vasalie beginnt an einem der dunkelsten Orte, die man sich vorstellen kann: im Kerker. Zwei Jahre hat sie dort verbracht, unschuldig des Mordes bezichtigt. Ihr Gönner, König Illian, überschüttete sie einst mit Annehmlichkeiten.
Sie war eine gefeierte Tänzerin, Favoritin an seinem Hof. Doch ihr damals durchtrainierter Körper ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Jede Bewegung, die einst mühelos und anmutig war, ist nun von Schmerz gezeichnet.
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