Afterworld angespielt: Die Postapokalypse von Paradox hat gute Ansätze, steckt aber noch in der Identitätskrise

Afterworld soll das zugänglichste 4X-Spiel der schwedischen Entwickler werden. Komplett überzeugen kann uns der Mix aus Mad Max und Stellaris jedoch noch nicht.

Video starten 1:50 Paradox macht jetzt auf Mad Max: Neues Globalstrategiespiel schickt euch mit Raidern und Rostlauben ins Ödland

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Seit ich mich mit Afterworld beschäftige, habe ich einige Gemütslagen durchlaufen: Zuerst Überraschung und Neugier, als ich vom Setting hörte. Es folgte etwas Ernüchterung bei der ersten Präsentation vor Ort in Stockholm, die im Zuge einer zweistündigen Anspiel-Session und Gesprächen mit den Entwicklern jedoch direkt wieder Interesse wich.

Und jetzt, wo ich nochmal in aller Ruhe 15 Stunden in die Alpha-Version des Spiels investieren konnte, bin ich wieder ein Stück weit skeptischer. Denn die nordamerikanische Postapokalypse hat in ihrer Ausgestaltung noch ein Identitätsproblem und einen weiten Weg vor sich.

Reiner Hauser
Reiner Hauser

Autor Reiner hat kein großes Faible für die gängigen Postapokalypse-Szenarien, die ihm meist zu düster und kulturpessimistisch. Afterworld weckt dennoch sein Interesse, denn Reiner ist großer Fan von Globalstrategie. Für die GameStar testet er regelmäßig Spiele aus dem Genre und hat vor kurzem auch ein Video zu den besten aktuellen Globalstrategiespielen gemacht.

Disclaimer: Ich darf euch weiterhin keine eigenen Bilder oder Videos zeigen, weil das Spiel dafür noch zu roh ist. Ich kann euch aber die Vision eines Spiels näherbringen, das der einsteigerfreundlichste Titel der Schweden werden soll, aber vieles tut, was diesem Ziel im Weg steht.

Viel zu entdecken Mit der Zeit deckt ihr eure Umgebung auf und findet KI-Stämme, neutrale Bedrohungen und interessante Orte, die ihr mit Expeditionen erkunden könnt.

Viel Land zu besiedeln Letztendlich herrscht ihr aber nur über einen Teil Amerikas. Wird euer Reich zu groß, wird das Spiel mühsam.

Es ähnelt am ehesten Stellaris

Afterworld ist kein Grand-Strategy-Titel, wie ihr es von Paradox gewohnt seid. Es geht hier nicht so sehr um das Errichten eines möglichst großen Reichs. Stattdessen spielt ihr eher freie Szenarien innerhalb der Sandbox-Welt. Ein bisschen so, wie wenn ihr eine Partie in Stellaris mit der Maßgabe startet, dieses Mal zum Beispiel fanatische Fischweltraumpiraten zu spielen.

Überhaupt ist das Spiel Stellaris ähnlicher, als ich das zuerst vermutet hatte. Im Positiven wie Negativen. Denn genau wie das SciFi-Schwesterspiel startet auch Afterworld mit einer sehr interessanten Erkundungsphase und wird im Partieverlauf immer mühsamer, weil das, was im Kleinen Spaß macht, im Großen zu viel Arbeit bedeutet.

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