Sieht aus wie eine Vault aus Fallout: Dieser Ofen soll Zutaten automatisch erkennen und ich als Hobbykoch will es am liebsten sofort ausprobieren

KI, 3D-Scan und Duckluft zum Kochen: Im Agari Kitchen steckt ein Haufen Technik.

Der Fallout-Sticker ist nicht im Lieferumfang enthalten, den habe ich per Photoshop draufgeklebt. (Bildquellen: Agari Kitchen, Bethesda, Maxe S., GameStar) Der Fallout-Sticker ist nicht im Lieferumfang enthalten, den habe ich per Photoshop draufgeklebt. (Bildquellen: Agari Kitchen, Bethesda, Maxe S., GameStar)

Ich bin Hobbykoch und irgendwie in die Thermomix-Ecke geschlittert. Seit dem Sommer habe ich sowohl besagten Thermomix als auch den Cookit von Bosch ausgiebig getestet.

Das ging auch an den Kolleginnen und Kollegen nicht vorüber, darum hat mich Mirco auf den Agari Kitchen aufmerksam gemacht. Er schickte mir den Link mit einem positiv überraschten »omg«.

Der Ofen soll nicht nur Zutaten automatisch erkennen, sondern sie auch perfekt zubereiten – und er sieht auch noch aus wie eine Vault aus Fallout.

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Maxe kocht gerne und oft. Das hat er in die Wiege gelegt bekommen, denn sowohl seine Mutter als auch seine Oma haben in der Küche stets viel am Herd gestanden. Nach den wochenlangen Tests zum Thermomix TM7 und Boschs Cookit hat er Blut geleckt.

Agari Kitchen: Wie funktioniert der Ofen?

Der Hersteller beschreibt das Gerät wie folgt: »Agari kombiniert KI, 3D-Scanning und bahnbrechende Drucktechnologie, um saftige, perfekt gebratene Speisen zu liefern – schneller als je zuvor.«

Allzu viele Informationen gibt es auf der oben verlinkten Webseite nicht. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels läuft die Kickstarter-Kampagne nämlich. Überprüfen kann ich die Aussage nicht, aber die Technik dahinter ist interessant.

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Software

Der Ofen setzt auf KI und eine Scan-Methode. Dabei erfasst er:

  • Art der Zutat
  • Form
  • Dicke

Zusätzlich kann man einstellen, ob man sein Steak medium-rare oder als Schuhsohle haben will. 

Darum kann das ein immenser Vorteil sein: kein Wiegen oder Abmessen. Kein Aufpassen. Und keine Fehler. Ich weiß, wie man ein Steak brät, aber viel Erfahrung habe ich nicht. Gerade für Leute, die nicht viel oder gerne kochen, haben hier potenziell einen richtig krassen Vorteil – sofern es denn zuverlässig funktioniert.

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Hardware

Ja, optisch zieht mir der Ofen auch nicht die Schuhe aus, aber es ist tatsächlich mehr als ein herkömmlicher Umluftofen (also, keine glorifizierte Heißluftfritteuse).

Der Agari Kitchen arbeitet mit Druck, genau wie ein Schnellkochtopf. Er nutzt Überdruck, um die Kochtemperatur über 100 Grad Celsius zu erhöhen, wodurch Lebensmittel schneller und effizienter garen.

Was ich besonders interessant finde: Das Gerät nutzt erst eine niedrige Temperatur (laut Website 84 Grad Celsius), um das Essen zu garen, und brät es dann bei 285 Grad Celsius an. Diese Methode wird auch gerne beim Sous-Vide-Kochen verwendet – ohne, dass man dabei Plastiktüten verwenden muss.

Nach den Langzeittests mit Thermomix und Cookit hatte ich eine Erkenntnis: Obwohl ich nach Anleitung gekocht habe, kommt am Ende vielleicht ein Gericht heraus, das besser gewesen wäre, wenn ich selbst gekocht hätte.

Der Agari Kitchen eliminiert diesen Fakt möglicherweise, indem der Ofen je nach Zutat immer wieder neu evaluiert. Ob ich am Ende nicht vielleicht doch das bessere Steak brate, bleibt abzuwarten.

Ich behalte den Ofen jedenfalls im Auge. Die Kickstarter-Kampagne hat jetzt schon ein Vielfaches des angepeilten Ziels überschritten. Sollte ich an ein Testgerät herankommen, lest ihr wieder von mir – und meiner Vault.

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