Apple hat kürzlich sein neues AirTag vorgestellt, bei dem vor allem zwei Verbesserungen im Fokus stehen: eine größere Reichweite beim »Genaue Suche«‑Modus und ein deutlich lauterer Lautsprecher.
Auf den ersten Blick klingt das nach einem sinnvollen Update – auf den zweiten aber erkenne ich, dass ich ehrlicherweise gar kein Upgrade brauche. Und vielleicht geht es euch da ganz ähnlich?
Was ist technisch neu?
Das neue AirTag setzt auf einen aktualisierten Ultra-Breitband-Chip, der die Reichweite für die »Genaue Suche« erhöht. Dadurch kann das iPhone also aus größerer Distanz Richtung und Abstand zum Tracker anzeigen.
Das ist nützlich, wenn man beispielsweise den Schlüssel in einer großen Wohnung sucht. Daneben klappt die präzise Ortung nun auch mit der Apple Watch Series 9 und neuer.
Zudem wurde der integrierte Lautsprecher verbessert, sodass der Signalton etwa 50 Prozent lauter sein soll. Das hilft natürlich, wenn das Teil in Sofaritzen, tiefen Taschen oder in einer lauteren Umgebung verschollen ist.
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Optisch hat sich hingegen kaum etwas verändert. Das Design bleibt identisch, die IP67‑Zertifizierung ist beibehalten, Batterie und Zubehör passen weiterhin zu den alten Modellen.
Nutzer des Vorgängers können also bestehende Hüllen, Bänder oder Halterungen weiterhin nutzen, ist das ein echter Pluspunkt.
Warum ich beim AirTag 1 bleibe
Für mich ist das AirTag 1 weiterhin ausreichend gut. Ich nutze es primär auf Reisen im Koffer, wo es weniger um eine zentimetergenaue Ortung geht als darum, ob das Gepäck im »Wo ist?«‑Netzwerk erscheint und ob mein Koffer am Ziel angekommen ist.
Die Reichweiten-Unterschiede zwischen Generation 1 und 2 sind in solchen Szenarien vermutlich kaum spürbar, solange die Verbindung zum Netzwerk grundsätzlich funktioniert – und das tut sie auch mit dem alten AirTag dank der Mithilfe anderer Apple-Nutzer.
Auch die verhältnismäßig niedrige Lautstärke des Lautsprechers stört mich persönlich nicht. Wenn ich den AirTag im Rucksack oder am Schlüsselbund habe, reicht der Ton im normalen Umfeld in der Regel aus, um das AirTag zu lokalisieren. Der stärkere Lautsprecher ist im Alltag natürlich eine nette Sache, aber für mich kein Muss.
Die präzise Ortung über die Apple Watch spielt für mich keine Rolle. Ich trage keine Apple Watch mehr, sodass mir die erweiterte »Genaue Suche« direkt am Handgelenk nichts bringt.
Ein weiterer Punkt ist der Preis für ein AirTag. Der Tracker ist mit knapp 35 Euro kein Schnäppchen, gerade im Vergleich zu günstigeren Drittanbietermodellen. Da ich mit der ersten Generation weiterhin zufrieden bin, spare ich mir das Geld wieder.
Wann ein Upgrade sinnvoll ist
Ob sich das Upgrade auf den neuen AirTag für euch lohnt, hängt vom Einsatzzweck ab. Wer bereits tief im Apple‑Ökosystem steckt, ein iPhone und eine kompatible Apple Watch besitzt und häufig Gegenstände in der Wohnung sucht, profitiert von der größeren Reichweite und der präziseren Ortung.
Auch wer sich über den leisen Lautsprecher des AirTag 1 regelmäßig geärgert hat, wird mit der lauter klingenden neueren Generation wahrscheinlich zufriedener sein.
Wer jedoch – wie ich – das AirTag vor allem im Gepäck verwendet, sich auf das Wo Ist?
‑Netzwerk und einen moderat lauten Lautsprecher verlässt und keine Smartwatch nutzt, hat keinen echten Grund, zu wechseln. Für solche Nutzer ist das AirTag 1 weiterhin eine solide Basis.
Wer hingegen neu in das System einsteigt, sollte direkt zum neuen AirTag greifen. Die erste Generation verschwindet zwar perspektivisch aus den Shops – aktuell bieten jedoch noch einige Händler das alte AirTag an und verlangen dennoch mindestens 28 Euro für den Tracker.
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