1979 flimmerte der ersten Alien-Teil von Regisseur Ridley Scott über die Kinoleinwand - das ist mittlerweile schon stolze 46 Jahre her. Seitdem folgten bereits zahlreiche Filme, Videospiele und mit Alien: Earth jetzt sogar die erste TV-Serie.
Vieles davon erlebte der »Vater des Xenomorph« nach seinem Tod 2014 gar nicht mehr mit. So verpasste er zum Beispiel die Blockbuster Alien: Covenant und Alien: Romulus. Doch wie würde er heute über sein Vermächtnis denken? Danach haben wir seine Ex-Frau und enge Partnerin Mia Bonzanigo befragt.
Wer sind HR Giger und Mia Bonzanigo?
HR Giger war ein bildender Künstler und Maler. Er gilt als Schöpfer des ikonischen Xenomorph-Designs und prägte das Aussehen der gruseligen Außerirdischen somit maßgeblich.
1979 heiratete er Mia Bonzanigo, doch die Ehe hielt nur rund anderthalb Jahre. Auch nach ihrer Scheidung blieben die beiden eng befreundet und Bonzanigo war oft bei seinen Projekten involviert. Nach Gigers Tod setzte sie sich weiter für den Erhalt seiner Kunst ein und produzierte beispielsweise mehrere Bücher und Filme über ihn.
Unser Entertainment-Experte Vali wurde zum bevorstehenden Release von Alien: Earth nach Greyerz in der französischen Schweiz eingeladen. Dort besuchte er das HR Giger Museum und durfte sich mit Bonzanigo über sein Schaffen unterhalten.
Was würde HR Giger jetzt denken?
Auf die Frage hin, was Giger wohl nach all den Jahren über sein großes Vermächtnis denken würde, richtet Bonzanigo ihren Blick erst einmal gen Himmel und fragt ihren Ex-Ehemann lachend: »Was denkst du?« Ihre darauffolgende Antwort ist dabei mehr als herzerwärmend:
Nein, er würde sich natürlich freuen. Das war sein Wunsch - dass seine Sachen unsterblich werden. Den hat wahrscheinlich jeder Künstler.
Und darum wollte er auch nicht kremiert werden. Er wollte ein Grab, wo seine Fans ihn besuchen können. Also hat er doch ein bisschen in die Zukunft gedacht und nahm an, dass es auch in zukünftigen Generationen noch Fans geben würde.
Eine Interaktion mit einem Fan ist Bonzanigo dabei besonders im Gedächtnis geblieben - denn es wurde sehr emotional.
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In Alien: Earth lauern uns die Xenomorph nicht auf irgendeinem Raumschiff auf, sondern auf unserem Heimatplaneten
Giger rührte gestandene Männer zu Tränen
Als enge Partnerin begleitete Bonzanigo ihren guten Freund HR Giger manchmal auch zu bestimmten Veranstaltungen und bekam des Öfteren zu sehen, wie tief seine Werke die Community berührten. Sie erinnert sich zurück:
[...] Ich habe natürlich Situationen erlebt mit Fans. Also sie kamen zu einer Buchsignierung und einer meinte zu [HR Giger] »Meister, Meister - ich danke Ihnen« und hatte Tränen in den Augen!
Ein gestandenes Mannsbild, auch [deutet auf unseren Redakteur Vali] überall tätowiert und hat aus lauter Dankbarkeit geweint, weil ihm [HR Giger] ein Buch signiert hat. Also wie tief seine Kunst Leute berühren kann, das hab ich auch oft erlebt.
Eins ist demnach sicher: Die Kunst von HR Giger lebt im Alien-Universum auf ewig weiter. Denn jeder Xenomorph, der die große Bühne betritt, trägt Gigers Handschrift.
Die ersten zwei Folgen von Alien: Earth erscheinen übrigens am 13. August 2025 auf dem Streaming-Anbieter Disney Plus. Vali durfte natürlich auch schon reinschauen und ist davon überzeugt: Das hatte das Sci-Fi-Franchise bitter nötig! Mehr dazu erfahrt ihr in dem oben verlinkten Artikel - natürlich ganz spoilerfrei!
Dort findet ihr ebenfalls ein Interview mit Morrow-Darsteller Babou Ceesay, der sich mit Vali über seine antagonistische Rolle unterhalten hat.
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