Für mich ist die Garmin Fenix 8 bis heute die unangefochtene Königin unter den Outdoor-Smartwatches. Sie verfügt über ein MiP-Display, eine absurd hohe Anzahl an Funktionen, eine LED-Taschenlampe und eine lange Akkulaufzeit. Natürlich ist sie auch äußerst robust.
Ein Teil dieser Features bringt die Amazfit T-Rex 3 Pro mit, wenn auch mit Abstrichen. Diese lassen sich aber sehr gut verdauen, wenn man bedenkt, dass die Uhr weniger als die Hälfte des Kaufpreises der Fenix 8 kostet: zwischen 350 und 400 Euro.
1. Die LED-Taschenlampe
Warum mir eine Smartwatch ohne LED-Taschenlampe nicht mehr ins Haus kommt, habe ich bereits gepredigt.
Ihr habt eine echte Taschenlampe jederzeit griffbereit am Handgelenk. Es genügt einen Knopf gedrückt zu halten, um eine dunkle Ecke mit Licht zu fluten. Wenn ich nachts im Halbschlaf durchs Haus gehe, dankt es mir der kleine Zeh.
Ein weiteres Beispiel: Wenn ihr abends zu später Stunde eine Laufrunde dreht, könnt ihr mit der LED-Taschenlampe auf euch aufmerksam machen. Und das alles, ohne das Handy aus der Tasche zücken zu müssen.
Vor einigen Jahren war eine solche praktische Funktion den teuren High-End-Modellen vorbehalten. Inzwischen statten die Hersteller jedoch immer mehr Modelle mit einer Taschenlampe aus, so auch die T-Rex 3 Pro von Amazfit. Zurecht!
2. Die Routennavigation wird immer besser
Nach meinem Test der Fenix 8 Solar von Garmin habe ich vergeblich nach Alternativen mit einer Roundtrip-Funktion gesucht. Bis vor kurzem.
Was hat es mit dieser Funktion auf sich?
- Die smarte Uhr erstellt basierend auf dem Standort und der eingegebenen Kilometerzahl eine oder mehrere Routen. Die Länge kann bei Amazfit zwischen 5 und 50 Kilometern variieren.
- Anschließend generiert die T-Rex 3 Pro eine Route direkt am Handgelenk. Ihr müsst nur noch auf »Start« drücken.
Wenn ihr spontan eine Umgebung erkunden möchtet, ist diese Funktion unschlagbar. Einige meiner schönsten Wanderungen sind mithilfe dieser Funktion entstanden, weil es diese Routen in Apps wie Komoot oder Strava mitunter nicht gibt.
Der Knackpunkt: Während Garmin drei Routen zur Auswahl stellt, gibt Amazfit aktuell lediglich eine einzige vor.
Doch die T-Rex 3 Pro hat einiges mehr zu bieten. Die Navigation ist verlässlich und die Abbiegehinweise werden metergenau auf die Uhr eingeblendet.
Zudem lassen sich Routen mit wenigen Handgriffen in der App planen und anschließend auf die Uhr übertragen. Dazu muss man lediglich die gewünschte Route per Hand zeichnen und an die Smartwatch senden. Fertig.
Diese Strecke kann dann wiederum zum Laufen oder Radfahren verwendet werden. All das wirkt inzwischen wie aus einem Guss und wird stetig besser.
3. Sehr helles Display
Bei einer Smartwatch lasse ich auf ein MiP-Display (Memory in Pixel) nichts kommen. Wenn die Sonne auf den Solar-Bildschirm strahlt, kommt der große Vorteil dieser Technologie zum Vorschein: Alles bleibt wunderbar ablesbar.
Die Konkurrenz setzt dagegen auf ziemlich helle AMOLED-Displays, getreu dem Motto: Viel hilft viel. Mit Erfolg: Das Display der T-Rex Pro 3 wird laut Hersteller bis zu 3.000 Nits hell.
Bei direkter Sonneneinstrahlung bleiben die Informationen auf der Uhr ähnlich gut ablesbar wie bei der MiP-Technologie. Eine Eigenschaft, die inzwischen vermehrt von teuren High-End-Geräten in die Mittelklasse wandert.
In Kombination mit dem neuen Saphirglas und der Titan-Lünette spielt das Display in der Profi-Liga und lässt mir in dieser Hinsicht kaum Wünsche offen.
Hier aufklappen
| Amazfit T-Rex 3 Pro | Spezifikation |
|---|---|
| Gehäusegröße | 48 x 48 x 14 Millimeter |
| Display | 1.5 Zoll AMOLED |
| Auflösung | 480 x 480 |
| Spitzenhelligkeit | Bis zu 3000 nits |
| Glas | Saphirglas |
| Lünette / Tasten | Titan der Güteklasse 5 |
| Positionierung | Dual-Band, 6 Satellitensysteme |
| Offline-Karten / Routenplanung | Ja |
| Sportmodi | 180+ |
| Taschenlampe | Integrierte LED-Taschenlampe |
| Akku | 700 mAh |
| Akkulaufzeit Smartwatch | bis 25 Tage (laut Hersteller) |
| Akkulaufzeit GPS | bis 38 Stunden (Laut Hersteller) |
| Gewicht | 52 Gramm |
| Wasserschutz | 10 ATM |
| Preis | 400 Euro (UVP) |
Was mir an der T-Rex Pro 3 bislang nicht gefällt
Das im Lieferumfang enthaltene Armband gefällt mir nicht. Es ist zu lang und nicht so bequem wie die Schlaufen vieler anderer Hersteller.
Während die Hardware der T-Rex 3 mit der 800-Euro-Elite vergleichbar ist, hinkt die Software teilweise hinterher. Die vermeintlich smarten Funktionen sind weniger smart als bei der Konkurrenz.
So ist die Zahlung via Zepp Pay beispielsweise nur mit Mastercards kompatibel. Musik-Apps wie Spotify, YouTube Music und Co. gibt es nicht. Lediglich die Audiosteuerung für das Smartphone ist direkt über die Uhr möglich.
Zudem ist der KI-Sprachassistent für mich kosmetisches Beiwerk und im Alltag wenig hilfreich. Ähnliches gilt für das Schlaftracking beziehungsweise die Erkennung der Wachphasen. Wie bei anderen Uhren des Herstellers will die Smartwatch schlicht sporadisch keine erkennen.
Trotz dieser Schwächen halte ich die T-Rex 3 Pro für eine preiswerte Alternative zu den sehr teuren Modellen der Konkurrenz. Was die T-Rex 3 Pro noch zu bieten hat, erfahrt ihr in Kürze im ausführlichen Testbericht.




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