AMD Ryzen 4000-Release angeblich verschoben - Wegen Intel?

Laut eines Berichts aus Taiwan verschiebt AMD die Ryzen 4000 auf 2021. Nachfrage nach Ryzen 3000 und mangelnde Konkurrenz durch Intel sollen der Grund sein.

von Alexander Köpf,
16.06.2020 11:38 Uhr

Der Release der Ryzen 4000 soll von Herbst 2020 auf Anfang 2021 verschoben worden sein. Der Release der Ryzen 4000 soll von Herbst 2020 auf Anfang 2021 verschoben worden sein.

Kommen AMDs Ryzen 4000 erst 2021 und das sogar in fünf statt sieben Nanometer? Und wurde der Release verschoben, weil Intel bei Desktop-Prozessoren derzeit schlicht nichts in petto hat, das AMD gefährden könnte? Ein Bericht der taiwanischen Digitimes (maschinell übersetzt, via Wccftech) scheint das nahezulegen. Doch der Reihe nach:

Sollte der Release nicht schon im Oktober sein?

Vergangene Woche machte ein Gerücht die Runde, das den Release der Zen-3-Chips zusammen mit Radeon RX Big Navi für Anfang Oktober voraussagte. Das passte auch sehr gut ins Gesamtbild, da im Vorfeld bereits spekuliert wurde, dass eine entsprechende Produktankündigung respektive Produktvorstellung im Rahmen der ursprünglich von Anfang Juni auf 28. bis 30. September verschobenen Computex 2020 (mittlerweile abgesagt) erfolgen könnte.

Alle Infos, Leaks und Gerüchte zu Ryzen 4000 könnt ihr zusammengefasst im folgenden Artikel nachlesen:

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Ryzen 4000-Release erst 2021?

Laut Digitimes wurde der Ryzen-4000-Release nun aber auf 2021 verschoben und die Ankündigung soll im Zuge der Consumer Electronics Shows (CES) 2021 in Las Vegas stattfinden. Die Massenproduktion der Prozessoren werde demnach Ende 2020 aufgenommen.

Ob die Chips dabei sogar in einem 5-nm- statt 7-nm-Verfahren bei TSMC gefertigt werden, sei aber nicht bekannt, heißt es weiter. Ende Mai brachte Digitimes die 5-nm-Fertigung mit Blick auf die Ryzen 4000 ins Gespräch, obgleich 7 nm bis dahin als gesichert galten und so auch von AMD bestätigt wurden.

Warum die angebliche Verschiebung?

Digitimes zufolge, die sich wiederum auf Aussagen von Mainboard-Herstellern berufen, soll die Nachfrage nach Ryzen-3000-CPUs nach wie vor sehr hoch sein. Überdies werden demnächst auch die Ryzen 3000XT erwartet, die mit etwas höheren Taktraten daherkommen. So etwa wird der Ryzen 9 3900XT mit 4,1/4,8 GHz angegeben, der 3900X mit 3,8/4,6 GHz.

Viel entscheidender sei dem Bericht nach aber, dass Intels Comet Lake-S-Prozessoren (Core i 10000) nur »mittelmäßig performen« und weiterhin auf einem 14-nm-Verfahren beruhen. Gleiches gelte in Bezug auf die Fertigung auch für Rocket Lake, die Ende 2020 erwartet werden.

Wie sich Intels aktuelles Flaggschiff Core i9 10900K im Vergleich zu AMD Ryzen und 9900K schlägt, erfahrt ihr in unserem Test:

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Zudem sei mit ersten 10-nm-Chips für den Desktop frühestens mit Alder Lake Ende 2021 zu rechnen. Kurzum: AMD scheint laut Digitimes nicht zu befürchten, dass Intel in absehbarer Zeit in der Lage ist, den Thron im Desktop-Prozessoren-Segment zurückzuerobern.

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