AMD Ryzen 3000XT Benchmarks geleakt: Vergleich zu Intel Core i 10000

Ein Leak bestätigt Ryzen 9 3900XT & Co und vergleicht die neuen AMD-CPUs mit Intel's neuen Comet Lake-S-Chips. Wer hat die Nase vorn?

von Alexander Köpf,
27.05.2020 11:57 Uhr

Geleakte Benchmarks können als Bestätigung des Ryzen-3000-Refreshs angesehen werden. Geleakte Benchmarks können als Bestätigung des Ryzen-3000-Refreshs angesehen werden.

Kann AMD bei den Desktop-Prozessoren seine Erfolgsserie weiter fortsetzen und auch mit dem Ryzen-3000-Refresh gut im Vergleich mit Intel dastehen? Geleakte Benchmarks, die sich den Chips mit dem Namenszusatz XT widmen, geben Hinweise darauf.

Wie die Zukunft der CPUs aussieht und was ihr über Intels Kampf gegen AMDs Ryzen-Offensive wissen müsst, um beim Kauf eines neuen Prozessors 2020 keine Fehler zu machen, lest ihr im großen Marktüberblick bei GameStar Plus:

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Welche neuen Ryzen-CPUs soll es geben?

Gerüchte sprechen bislang von drei neuen Ryzen-3000-Prozessoren, die die aktuellen Modelle Ryzen 5 3600X, Ryzen 7 3800X und Ryzen 9 3900X mit angehobenen Taktraten aber unveränderten Kernzahlen ersetzen sollen:

  • Ryzen 5 3600XT (6C/12T; 4,0/4,7 GHz statt 3,8/4,4 GHz)
  • Ryzen 7 3800XT (8C,16T; 4,2/4,7 GHz statt 3,9/4,5 GHz)
  • Ryzen 9 3900XT (12C/24T; 4,1/4,8 GHz statt 3,8/4,6 GHz)

Die nun via CPU-Monkey geleakten Benchmarks bestätigen sowohl die Prozessoren selbst als auch deren Taktraten.

Single-Core-Leistung

Cinebench R20 SC (Bildquelle: CPU-Monkey)

Cinebench R15 SC (Bildquelle: CPU-Monkey)

Im Single-Core-Vergleich des Cinebench R20 kann sich der Ryzen 9 3900XT mit 542 Punkten knapp von Intel's neuem Flaggschiff Core i9 10900K(F) mit 539 Punkten absetzen. Zur besseren Einordnung: Der Ryzen 9 3900X schafft es auf 521 Punkte und liegt damit hinter dem Core i7 10700K(F) mit 524 Punkten.

Ins Auge sticht hier auch, dass sich der Ryzen 5 3600XT und der Ryzen 7 3800XT zwar hinter Intel's Spitzenmodell für den Mainstream-Desktop einordnen, gleichzeitig aber alle anderen Core i 10000 in Schach halten.

Anders hingegen sieht es im älteren Cinebench R15 (Single-Core) aus. Hier können sich die neuen Core-i7- und Core-i9-Modelle vor allen Ryzen-CPUs behaupten. Der 10900K(F) erzielt hier 234 Punkte, der 3900XT 224 Punkte.

Multi-Core-Leistung

Cinebench R20 MC R9 3900XT (Bildquelle: CPU-Monkey)

Cinebench R20 MC R7 3800XT (Bildquelle: CPU-Monkey)

Wenig überraschend kann sich der Ryzen 9 3900XT im Multi-Core-Vergleich des Cinebench R20 (7.479 Punkte) noch einmal weiter vom Core i9 10900K(F) (6.399 Punkte) absetzen als es schon der 3900X (7.178) tat. Schließlich verfügt die Ryzen-CPU neben der nun erhöhten Taktrate ohnehin über zwei Kerne und vier Threads mehr als der Intel-Chip.

Deutlich näher beisammen liegen der Ryzen 7 3800XT und der Core i7 10700K(F). Der Achtkerner von AMD erzielt 5.297 Punkte, Intel's in puncto Kernzahl ebenbürtige CPU kommt auf 5.292 Punkte. In diesem Benchmark begegnen sich die Prozessoren also auf Augenhöhe.

Der Ryzen 7 3800XT liegt im Mehr-Kern-Vergleich des Cinebench R15 etwas hinter dem Core i7 10700K(F). (Bildquelle: CPU-Monkey) Der Ryzen 7 3800XT liegt im Mehr-Kern-Vergleich des Cinebench R15 etwas hinter dem Core i7 10700K(F). (Bildquelle: CPU-Monkey)

Wie schon im Single-Core-Vergleich schneiden die neuen Intel-CPUs auch im Mehr-Kern-Vergleich des Cinebench R15 etwas besser ab als ihre AMD-Pendants ab.

Alle Infos, Leaks und Gerüchte zu den kommenden und völlig neuen AMD Ryzen 4000 für den Desktop könnt ihr in folgendem Artikel nachlesen:

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Auf Augenhöhe, aber mit Vorteilen für AMD

Mit Blick auf die Performance scheinen Ryzen 3000XT und Core i 10000 insgesamt recht nahe beieinander zu liegen. Anders könnte das bei der Leistungsaufnahme aussehen, wie aus unserem großen Vergleichstest zwischen Core i9 10900K und Ryzen 9 3900X hervorgeht. Vorausgesetzt allerdings, der Energiebedarf der XT-Variante liegt in etwa im selben Bereich.

Was den Preis anbelangt dürfte AMD jedoch sicher die Nase vorn haben. Der Ryzen 9 3900XT soll auf dem Preisniveau des alten 3900X liegen. Hierzulande werden dafür aktuell rund 430 bis 440 Euro verlangt (im günstigsten Fall sogar nur 409 Euro). Für den i9 10900K waren es zuletzt 550 Euro, neuerdings sogar 590 Euro und mehr.

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