Bereits beim Start der ersten Endlospartie trefft ihr die wichtigste Entscheidung für die vielen kommenden Spielstunden. Wählt ihr die Provinz Latium und beginnt mit den Römern, oder nehmt ihr die Kelten im sumpfigen Albion? Wir stellen die Unterschiede vor und helfen, die richtige Wahl für den Anfang zu treffen.
Für wen eignen sich die Römer?
Römer sind die dominante Partei in Anno 117. Kein Wunder, da sich im namensgebenden Jahr Rom in seiner Blütezeit befand. Wählt ihr Latium als Startprovinz, erwarten euch die Bevölkerungsstufen Liberti, Plebejer, Equites und Patrizier. Römer bevorzugen für die Grundversorgung Sardinen und Haferbrei, mit Seife und Olivenöl macht ihr Plebejer glücklich.
Die Römer spielen sich Anno-klassisch, die Bevölkerungsstufen bauen aufeinander auf, die Inseln haben außer Flüssen und Bergen keine natürlichen Hindernisse. Ihr könnt euer Militär schon frühzeitig mit Legionären stärken.
Daher eignet sich die Provinz und Spielweise vor allem für Einsteiger und erste Runden, um Anno 117 kennenzulernen. In der Kampagne startet ihr ebenfalls mit Römern, erfahrt die Basics des Spiels sowie den grundlegenden Bevölkerungsaufbau und werdet erst später nach Albion verfrachtet.
Start bei den Kelten: es ist ... komplizert
Kelten sind im Vergleich zu Römern im Jahre 117 zwar weniger mächtig, haben aber ebenfalls nützliche Vorteile. In Albion startet mit Wanderern. Sie stellen die erste Stufe der Arbeitskräfte dar und wollen keinen Brei, sondern Aale als Nahrung, sie sammeln gerne Muscheln.
Die Inseln in Albion sind allerdings oft von Sumpfgebieten bedeckt, viele Gebäude wie der Aalfänger, Schilfsammler oder der Ochsenhof samt Gehegen können nur dort platziert werden. Sie müssen mit Steg-Wegen verbunden werden, die neben Geld auch Bretter kosten.
Wohnhäuser, öffentliche Bauten und das Gros der Produktionsstätten müssen wiederum auf festem Boden erbaut werden. Damit verkompliziert sich die Inselplanung gerade beim Aufbau eurer Städte samt Produktion deutlich, weil oft weniger Platz zur Verfügung steht.
Römische Kelten oder keltische Römer?
Nicht nur die Bauoptionen variieren, beim ersten Ausbau eurer Wohnhäuser werdet ihr auch noch vor eine Wahl gestellt: Verfolgt ihr den Weg der traditionellen Kelten und macht aus euren Wanderern Schmiede und schließlich Älteste?
Alternativ romanisiert ihr sie zu Mercatoren (Kaufleuten) und schließlich anspruchsvollen Edelmännern. Daraus ergeben sich zwei unterschiedliche Wege mit eigenen Bedürfnisketten: Schmiede (Stufe 2 der traditionellen Kelten) benötigen zum Beispiel Käse, Bier, Hosen, Torques-Halsreife, Trinkhörner und Clanschilde.
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Testvideo: Anno 117 ist nicht perfekt - kann es aber noch werden
All diese Gegenstände könnt ihr noch durch Rohstoffe in Albion herstellen. Bei den Mercatoren (Stufe 2 der romanisierten Kelten) sieht es mit Brot, Würsten, Fibeln, Seife, Amphoren und Oliven schon etwas anders aus: Seife und Olivenöl gibt’s wie zuvor erklärt nicht in Albion. Bei romanisierten Kelten müsst ihr also bereits nach dem ersten Wohnhäuserausbau über eine Siedlung in der anderen Provinz und dazugehörige Handelsrouten nachdenken.
Aber selbst die Ältesten (Stufe 3 der traditionellen Kelten) möchten Wein schlürfen und edle Glaswaren aus Latium ins Haus stellen. Erst durch Forschung wird’s etwas leichter, zum Beispiel spendiert euch im Wirtschafts-Zweig Vino Veritas, die Möglichkeit, auf jeder Insel Wein anzubauen (allerdings mit halber Produktivität) – also auch in Albion.
Sumpf trockenlegen
Als Teil eines echt römischen Reiches bringt ihr selbst in Albions Sümpfe mehr Ordnung: Mit Einrichtung eurer ersten Handelsroute in Albion schaltet ihr nach dem Knotenpunkt Albionische Forschung neue Möglichkeiten frei, vor allem mit Drainage, mit der ihr Sümpfe trockenlegt – wie genau, zeigen wir noch in einem separaten Guide.
Wenn ihr auf Krieg aus seid, erforscht ihr im Militär-Forschungsbaum die nur in Albion aushebbaren Steinschleuderer und Axtträger. Die halten zwar nicht so viel aus wie römische Truppen, haben aber einen rüstungsbrechenden Angriff, der ihnen im Kampf einen nützlichen Vorteil gegen die Latiner verschafft.
Für wen eignen sich die Kelten?
Aufgrund der komplexeren Spielsysteme empfehlen wir die Kelten in Albion nicht für Anno-Einsteiger, lernt das Spiel lieber erst über die Kampagne oder das Endlosspiel mit Start in Latium kennen. Falls ihr hingegen gleich eine Herausforderung sucht und schon Anno-Erfahrung mitbringt: Willkommen bei den Kelten!
Wie auch immer ihr euch entscheidet: Verpassen werdet ihr nichts. Im späteren Spielverlauf müsst ihr ohnehin mit beiden Provinzen gleichzeitig jonglieren, um die Ansprüche eurer Bewohner zu befriedigen. Wie sieht's bei euch aus: Seid ihr beim Anno-Start eher Team Kelten oder Team Römer? Schreibt's uns gerne in die Kommentare!

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