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Ant-Man and the Wasp - Filmkritik: Klein ist manchmal besser als groß

In Ant-Man and the Wasp treten anders als in anderen Marvel-Filmen keine 20 Helden auf, sondern nur zwei. Unsere Review zeigt, warum genau diese Bescheidenheit dem Film und dem gesamten Superhelden-Genre so gut tut.

von Michael Herold,
20.07.2018 15:40 Uhr

Ant-Man zeigt sich in seinem neuen Film größer und kleiner denn je. Ant-Man zeigt sich in seinem neuen Film größer und kleiner denn je.

Erst Ende April startete mit Avengers: Infinity War der größte Superhelden-Kinofilm, den es bislang gab. Stolze 22 Heroen traten darin gegen Oberbösewicht Thanos an. Knapp drei Monate später, am 26. Juli kommt nun Ant-Man and the Wasp in die Kinos und bewegt sich genau in die entgegengesetzte Richtung von Infinity War.

Statt auf Masse und große Helden setzt das neue Abenteuer des Ameisenmanns nämlich erneut auf wenige und winzige Helden. Statt 22 gibt es nur zwei Figuren, die im Mittelpunkt stehen: Neben Paul Rudd als Ant-Man mischt diesmal Evangeline Lily in einer Hauptrolle als schlagfertige Wasp mit. Im ersten Teil war sie noch eine Nebenfigur. Gemeinsam kämpfen die beiden ihren ganz eigenen Krieg, fernab von den restlichen Avengers.

Und obwohl Infinity War sicherlich das wesentlich bildgewaltigere Kinoerlebnis darstellt, kann Ant-Man and the Wasp gerade durch seinen Kontrast mit dem größten aller Marvel-Blockbuster mithalten.

Spoilerfreie Kritik:
Wir verraten in diesem Artikel keine Details, Wendepunkte und Hintergründe zur Handlung von Ant-Man and the Wasp, die ihr nicht auch in den Trailern zu sehen bekommt. Ihr könnt also ruhigen Gewissens weiterlesen, sofern ihr unser Fazit zum Film wissen wollt. Wer absolut gar nichts über den Superhelden-Film erfahren will, sollte natürlich bis nach dem Kinobesuch warten.

Ant-Man and the Wasp - Finaler Trailer zum Marvel-Sequel mit Paul Rudd 1:10 Ant-Man and the Wasp - Finaler Trailer zum Marvel-Sequel mit Paul Rudd

Herr Ober, da ist eine Wespe in meinem Film

Nach den Geschehnissen aus The First Avenger: Civil War (der neue Ant-Man spielt zeitlich vor Infinity War) steht Scott Lang alias Ant-Man unter Hausarrest und darf seinem Spezialanzug, der ihn auf Ameisengröße schrumpfen lässt, eigentlich nicht mehr nahe kommen. Doch Dr Hank Pym (Michael Douglas) benötigt dringend die Hilfe des superkleinen Helden.

Gemeinsam mit Pyms Tochter Hope van Dyne, die dank ihres eigenen Kampfanzugs nun zu The Wasp geworden ist, soll Ant-Man noch einmal in den subatomaren Raum reisen. Von dort wollen die drei nämlich Pyms verschollen geglaubte Frau Janet (Michelle Pfeiffer) retten.

Ameisen und Wespen mögen vielleicht nicht die coolsten aller Insekten sein, in Heldenform überzeugen sie aber doch. (Damit die Frage nicht offen bleibt: Das coolste aller Insekten ist natürlich der majestätische Hirschkäfer.)Ameisen und Wespen mögen vielleicht nicht die coolsten aller Insekten sein, in Heldenform überzeugen sie aber doch. (Damit die Frage nicht offen bleibt: Das coolste aller Insekten ist natürlich der majestätische Hirschkäfer.)

Damit diese Mission aber nicht zu leicht wird, treten zwei Schurken auf den Plan, die ebenfalls hinter der Schrumpftechnologie von Hank Pym her sind. Und so beginnt ein zweistündiges Wettrennen um den Zugang zum Mikrokosmos.

Vergesst die anderen Avengers

Apropos Mikrokosmos: Gerade diese geschlossene Story und die Konzentration auf die persönlichen Probleme der Hauptfiguren sind die große Stärke von Ant-Man and the Wasp.

In anderen Superheldenfilmen steht mindestens die Welt, wenn nicht gleich das ganze Universum vor dem Abgrund und ein immer größer werdender Haufen an Superhelden muss gegen Monsterarmeen antreten. Der neue Ant-Man dagegen spielt im sehr viel kleineren Rahmen und hebt sich damit von aller Konkurrenz im Marvel Cinematic Universe (MCU) ab.

Es kommt nicht plötzlich ein Iron Man angeflogen, um den Tag zu retten. Stattdessen sind die Ameise und die Wespe auf sich allein gestellt und werden lediglich von ihren menschlichen Freunden unterstützt. Dadurch wirkt Ant-Man and the Wasp erfreulich eigenständig und nicht nur wie ein weiterer Abschnitt in der ewigen MCU-Timeline.

Muss man Infinity War und die anderen MCU-Filme kennen, um Ant-Man zu verstehen?
Nein, allzu viel Vorwissen ist nicht nötig, um in Ant-Man and the Wasp alle wichtigen Details zu kapieren. Zusammenhänge zu den anderen Titeln des MCU werden entweder so klein wie eine Ameise gehalten oder ausreichend erklärt.
Wir empfehlen allerdings, den ersten Ant-Man vorab zu schauen, denn die Story des neuen Abenteuers leitet sich direkt aus der Handlung des Vorgängers ab. Sequel halt.

Charmante Helden, blasse Fieslinge

Die große Trumpfkarte von Ant-Man and the Wasp gegenüber den anderen Marvel-Filmen ist aber der Humor. Schon der erste Teil aus dem Jahr 2015 war eher eine charmante Heist-Komödie als ein dramatischer Heldenfilm. Das Sequel legt nun noch eine Schippe drauf und setzt forcierter auf lockere Sprüche und absurd komische Spielereien mit dem Schrumpfen und Vergrößern von Dingen. Etwa wenn ein zehn Zentimeter kleiner PEZ-Spender auf eine Größe von zwei Metern aufgepumpt und dadurch in eine tödliche Waffe verwandelt wird.

Marvels Ant-Man and The Wasp - Bilder zum Kinofilm ansehen

Neben Michael Peña, der als Ant-Mans Kumpel Luis wieder einige Szenen nacherzählt und damit für die größten Lacher des Films sorgt, überzeugt auch das Trio aus Paul Rudd, Evangeline Lily und Michael Douglas. Die Guten erscheinen durch die Bank sympathisch, witzig und charmant.

Die beiden Bösewichte dagegen wirken für sich allein genommen oft blass und und erfüllen meist nur den Zweck, den Helden irgendwie Steine in den Weg zu legen, weil die Geschichte sonst zu schnell um wäre. Die beiden Schurkendarsteller Walton Goggins und Hannah John-Kamen zeigen zwar alles andere als schlechtes Schauspiel, stehlen sich allerdings gegenseitig zu viel Screentime, um als wirkliche Bedrohung vorgestellt zu werden. Ein einzelner, großer Gegenspieler wie im ersten Ant-Man hätte dem Sequel vermutlich besser getan.

Der lockerste Marvel-Film seit langem

Sehr viel überzeugender sind dagegen die Action-Sequenzen und Special Effects von Ant-Man and the Wasp. Wir bekommen die beiden Hauptfiguren diesmal von winzig bis gigantisch in allen möglichen Körpergrößen zu sehen, und das wird jedes Mal mit herrlich kreativen Ideen dargestellt.

Mal verprügelt the Wasp quasi unsichtbar ihre Gegner, weil sie in Miniaturform unterwegs ist, mal rennt Ant-Man in Kindergröße getarnt durch eine Schule und mal nutzt er einen LKW als Tretroller, weil er so groß wie ein Haus ist.

Dank tollen Spezialeffekten passt Ant-Man in allen Körpergrößen in die Welt.Dank tollen Spezialeffekten passt Ant-Man in allen Körpergrößen in die Welt.

Ant-Man and the Wasp liefert nicht nur wegen seiner kleinen Figuren ein angenehm kompaktes Paket mit charismatischen Helden, die nicht um das Schicksal des Planeten kämpfen, sondern uns Kinobesucher einfach auf eine spaßige Achterbahnfahrt mitnehmen wollen. Ganz ohne Crossover-Schnickschnack und aus einer bodenständigen Perspektive überzeugt der neue Ant-Man so als simpleres und leichter verdauliches Gegenstück zu Infinity War.

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