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Fazit: Ape Out im Test - Filmreife Flucht aus der Free-Jazz-Hölle

Fazit der Redaktion

Florian Zandt

Florian Zandt
@zandterbird

Ich schreie, ich wackle an meinem Monitor, ich knabbere nervös an meinen Fingernägeln: Wenn sich die Architektur der zufällig generierten Levels mal wieder nicht mit meinem Spielstil verträgt, ist Ape Out für mich die reinste Tortur. Und doch hat mich das Spiel trotz seines Frustpotenzials direkt um den Finger gewickelt.

Der Top-Down-Actiontitel franst trotz seiner chaotischen Fluchtszenarien an den Rändern nicht aus, sondern präsentiert sich derart poliert und aus einem Guss, dass es beinahe weh tut. Wenn das Schlagzeug im Soundtrack die an Wänden explodierenden Spezialeinheiten mit krachenden Beckenschlägen quittiert und das kontrastreiche Farbenspiel Trash-Ästhetik und große Posterkunst heraufbeschwört, weiß ich wieder, warum ich Indie-Spiele so schätze.

Denn mir ist es weitaus lieber, wenn jemand zwei simple Interaktionsverben wie »greifen« und »schubsen« in ein Bällebad voller Möglichkeiten wirft und Improvisation belohnt, als wenn ich offene Welten durchstreifen darf und doch nichts erlebe. So kurzweilig, so prickelnd, so ästhetisch durchdacht war für mich schon lange kein Spiel mehr.

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