Auf Siri AI werden wir uns gedulden müssen, die vielen neuen KI-Features von Apple Intelligence kommen aber nach Deutschland. Allerdings gibt es auch hier stellenweise Einschränkungen, etwa bei der unterstützten Sprache.
Wir führen euch nun durch den Dschungel und zeigen, auf welche neuen KI-Funktionen ihr euch in Deutschland freuen dürft.
Schnellnavigation:
- Welche iPhones werden überhaupt unterstützt?
- Die Foto-Neuerungen
- Safari soll das Tab-Chaos bändigen
- Kontextbasierte Kommunikation (nur in Englisch)
- Die Kurzbefehle-App wird massentauglich
- Die Home-App wird aufgebohrt
- Bedienungshilfen
- Datenschutz weiter im Vordergrund
Welche iPhones werden überhaupt unterstützt?
Nach wie vor gilt: Um Apple Intelligence auf dem iPhone nutzen zu können, benötigt ihr mindestens ein iPhone 15 Pro oder neuer. Ältere Geräte werden nach wie vor nicht von den KI-Funktionen profitieren.
Wie es mit Siri AI aussieht, haben wir euch ebenfalls bereits erklärt.
Die Foto-Neuerungen
Neu ausrichten: Diese Funktion ermöglicht es, die Komposition und Perspektive eines Fotos nachträglich per »Ziehen« zu verändern. Dadurch entsteht der Eindruck, als hätte man die Kamera im Moment der Aufnahme anders positioniert. In unserem Test hat das gut funktioniert, aber hin und wieder erst beim zweiten Versuch.
Erweitern: Wie der Name bereits vermuten lässt, erweitert ihr damit Bilder intelligent an den Rändern, um Motiven mehr Raum zu geben oder um einen schiefen Horizont auszugleichen.
Clean-Up-Upgrade: Das Pendant zum magischen Radierer von Google wurde verbessert. Damit lassen sich störende Objekte auch in komplexeren Szenen zuverlässiger entfernen.
Image Playground: Mit Image Playground lassen sich jetzt Bilder in fotorealistischer Qualität generieren. Die Erstellung und Bearbeitung wird dabei intuitiver: Objekte können per Textbeschreibung oder durch einfache Berührung (Kreisen/Wischen) verschoben und in der Größe angepasst werden.
Genmoji: Mit dem Tool zum Erstellen eigener Emojis sollen sich zudem Bilder in höherer Qualität erstellen und präzise Anpassungen durch detaillierte Textbeschreibungen vornehmen lassen.
Safari soll das Tab-Chaos bändigen
Automatische Tab-Sortierung: Mithilfe von Apple Intelligence sortiert Safari auf Wunsch geöffnete Tabs selbstständig nach relevanten Themen wie Urlaub oder Arbeit.
Mitteilung an mich: Diese Funktion unterstützt euch dabei, eine Webseite auf Veränderungen zu überwachen. Das ist beispielsweise bei Preissenkungen oder aktuell nicht verfügbaren Produkten praktisch. Sobald diese wieder verfügbar sind, erhaltet ihr eine Mitteilung.
Eigene Erweiterungen: Mit macOS 27 lassen sich eigene Safari-Erweiterungen erstellen, indem man einfach beschreibt, was die Erweiterung tun soll.
Passwortverwaltung: In Kombination mit der Passwort-App soll Apple Intelligence Passwörter selbstständig für euch ändern. Im Hintergrund steuert die KI die entsprechenden Webseiten an, loggt sich ein und aktualisiert schwache oder kompromittierte Passwörter zu sicheren Varianten.
Kontextbasierte Kommunikation (nur in Englisch)
Die folgenden Features sind vorerst nur in englischer Sprache verfügbar.
Vorschläge: In den Apps Messages und Mail schlägt Apple Intelligence passende Aktionen vor. Dazu zählt beispielsweise das Erstellen einer Notiz oder das Heraussuchen passender Fotos, die sich am Chatverlauf orientieren.
Call Context (Telefon-App): Ruft man bei einem Unternehmen wie einer Fluggesellschaft an, durchsucht die Telefon-App vollautomatisch und lokal auf dem Gerät die eigenen E-Mails nach relevanten Daten (etwa der Buchungsnummer) und blendet diese direkt im Anrufbildschirm ein.
Datei- und Ordnernamen: Apple Intelligence schlägt automatisch Namen für Dateien und Ordner vor, basierend auf deren Inhalt.
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Die Kurzbefehle-App wird massentauglich
Die Kurzbefehle-App von Apple zählt zu den mächtigsten Funktionen eines iPhones. Mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 wird sie endlich massentauglich.
Über die Funktion »Kurzbefehl beschreiben« teilt ihr der App mit, was ihr automatisieren möchtet. Bislang haben wir eher rudimentäre Automatisierungen getestet, wie der folgende Screenshot zeigt.
Die Home-App wird aufgebohrt
Kombinierte Mitteilungen: In der Home-App werden zusammengehörige Mitteilungen von Smart-Home-Geräten zu einer einzigen Aktivität zusammengefasst, die sich live aktualisiert.
Video-Zusammenfassungen: Für Kameras mit HomeKit Secure generiert die KI Textzusammenfassungen von aufgezeichneten Clips (Robert ist mit einer Obstschale angekommen). Dadurch soll das Sichten von Sicherheitsvideos teilweise entfallen.
Bedienungshilfen
VoiceOver und Live-Erkennung: Sehbehinderte Menschen erhalten ausführlichere Bildbeschreibungen und haben über die Aktionstaste die Möglichkeit, Fragen zu ihrer Umgebung zu stellen.
Voice Control: Tasten und Steuerelemente auf dem Bildschirm müssen nicht mehr exakt benannt werden. Es ist ausreichend, die Schaltfläche einfach zu beschreiben, um sie per Stimme zu aktivieren.
Datenschutz weiter im Vordergrund
Apple Intelligence basiert auf einer neuen Generation von Apple Foundation Models, die in Zusammenarbeit mit Google und dessen Gemini-Modellen entwickelt wurden. Trotzdem steht für Apple der Datenschutz weiter im Vordergrund.
Um höchste Leistung bei maximalem Datenschutz zu garantieren, nutzt das System einen hybriden Ansatz: Berechnungen finden entweder direkt auf dem Gerät oder über Private Cloud Compute auf sicheren Servern statt, so Apple.
Auch bei Server-Anfragen soll die Privatsphäre geschützt bleiben. Apple betont, dass keine persönlichen Daten gespeichert werden und das Unternehmen darauf auch keinen Zugriff hat.

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