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Arc Raiders ist ein neuer Extraction-Shooter, der… halt, bleibt hier! Dieser hier ist anders und das hat drei Gründe

Noch ein Extraction-Shooter? Gähn. In unseren ersten Runden stellt sich aber heraus: Arc Raiders ist definitiv einen zweiten Blick wert.

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  • Bauchgefühl: Inzwischen wird jede Woche ein neuer Extraction-Shooter angekündigt und es fällt langsam schwer, sie überhaupt noch auseinanderzuhalten.
  • Fakt: Das Genre steckt in einer tiefen Krise, zahlreiche Projekte wie Hyenas, The Division: Heartland, The Cycle oder Level Zero: Extraction wurden inzwischen eingestellt.

Beides, also Fakt und gefühlte Wahrheit, zeichnen nicht gerade ein rosiges Zukunftsbild für kommende Titel wie Marathon, Exborne und Konsorten.

Trotzdem hat uns Arc Raiders beim Anspielen positiv überrascht. Könnte hier sogar der Befreiungsschlag für das Genre lauern?

Wer macht Arc Raiders?
Arc Raiders ist das zweite Spiel des schwedischen Entwicklerstudios Embark, das 2018 in Stockholm von Patrick Söderlund, Robert Runesson, Magnus Nordin, Johan Andersson und einigen weiteren Veteranen vom Battlefield-Entwickler DICE gegründet wurde. Das Studio zählt ca. 300 bis 400 Mitarbeiter und gehört dem Gaming-Konzern Nexon. Das erste Spiel von Embark ist The Finals.

Fallout trifft Terminator

Arc Raiders spielt in einer postapokalyptischen Sci-Fi-Welt. Sogenannte Arc-Maschinen haben die Erde überrannt und weitgehend ausgelöscht, nur wenige menschliche Kolonien existieren noch unter der Erde. Eine davon ist die Stadt Speranza, von wo wir als Raider ins Ödland aufbrechen, um Missionen für Händler zu erfüllen und Loot zu sammeln.

Video starten 6:15 6 Minuten in der Postapokalypse von Arc Raiders beweisen: Um zu überleben, müsst ihr improvisieren

An der Oberfläche entbrennt ein Überlebenskampf gegen feindliche Spieler und tödliche Maschinenwesen. Typisch Extraction: Sterben wir, ist alle Ausrüstung futsch, nur wer’s lebendig in einen der Schächte zurück in den Untergrund schafft, darf seine Beute behalten.

Die Endzeit-Welt von Arc Raiders ist äußerst stimmungsvoll in Szene gesetzt. Während wir neblige Sümpfe, dichte Wälder, rostige Wracks und düstere Laboratorien nach nützlichem Kram durchkämmen, lauschen wir angespannt auf Schussgeräusche oder das metallische Trippeln von tödlichen Arc-Spinnen, die sich gern mal an Decken oder in dunklen Ecken verstecken.

Dieser unscheinbare kleine Roomba steckt uns unvermittelt mit einem Flammenwerfer in Brand. Frech! Dieser unscheinbare kleine Roomba steckt uns unvermittelt mit einem Flammenwerfer in Brand. Frech!

Vorsichtig weichen wir dem Lichtkegeln einer patrouillierenden Arc-Wespendrohne aus, denn der Lärm eines Gefechts wird fast zwangsläufig mehr Feinde anlocken. Loderndes Feuer taucht verlassene Lagerhallen in geisterhaftes Licht.

Das Aufsteigen einer Leuchtkugel gibt die Position eines gerade getöteten Raiders Preis und sendet die unmissverständliche Nachricht: hier lauert Gefahr. Arc Raiders strotzt nur so vor Atmosphäre und zieht uns ab der ersten Sekunde komplett in sein düsteres Setting.

3 Dinge, die Arc Raiders besonders machen

Doch wie hebt sich Arc Raiders in Sachen Gameplay von seinen zahlreichen Konkurrenten ab? Wir haben in unseren ersten Runden im Ödland drei wichtige Aspekte kennengelernt, die besonders hervorstechen.

1. Die Arc-Gegner

Viele Extraction-Shooter rücken PvP stark in den Mittelpunkt, KI-Feinde verkommen dabei schnell zur Kulisse und/oder zu billigem Kanonenfutter. Arc Raiders dagegen geht stärker in die Richtung von Hunt: Showdown, wo jeder offene PvE-Kampf gut überlegt sein will.

Denn die Arc-Maschinenwesen tauchen in vielfältigen Formen auf – allesamt auf ihre eigene Art tödlich. Je nach Gegnertyp müssen wir andere Taktiken und Waffen wählen, sonst enden wir schneller wieder im Hauptmenü, als wir »Skynet« sagen können.

Video starten 18:35 Ein ganzes Match in Arc Raiders: Wir looten, finden Freunde und trotzdem gibt‘s kein Happy End

Die kleine mechanischen Spinnen sollten wir schnell mit einer Nahkampfwaffe plätten, bevor sie uns wie ein Facehugger ins Gesicht springen können. Abstand ist dagegen bei den ebenfalls kleinen Mech-Bällen gefragt, die auf uns zurollen und dann einen Flammenwerfer aktivieren.

Arc-Wächter sind wiederum gar nicht bewaffnet, rufen aber Verstärkung, sobald sie uns sehen und mehr als einmal endete unser Run im Kampf gegen den daraufhin anrückenden Drohnenschwarm.

Größere Arc-Bots sind sogar so schwer gepanzert, dass nur spezielle Munition hilft – haben wir die nicht, bleibt nur die Flucht. Wer den Kampf (idealerweise im Dreier-Team) auf sich nimmt, darf aus den Überresten extrem wertvolle Elektrotechnik-Teile bergen.

Die Endzeit-Atmosphäre von Arc Raiders ist einmalig und die Schauplätze strotzen nur so vor stimmungsvollen Details. Die Endzeit-Atmosphäre von Arc Raiders ist einmalig und die Schauplätze strotzen nur so vor stimmungsvollen Details.

Kurzum: Die KI-Feinden von Arc Raiders werden ihrer Rolle als Vernichter der Menschheit auch im Match gerecht und zwingen uns immer wieder zu riskanten Entscheidungen und methodischem Vorgehen. Das sorgt letztlich für spannendere (und unvorhersehbare) Runden und bringt ein dickes Stimmungs-Plus.

2. Die Progression

Während bei vielen vergleichbaren Shootern der Fortschritt nur innerhalb einer Runde besteht und man bei jedem Tod sozusagen jedes Mal wieder »bei null« startet, setzt Arc Raiders auf ein hybrides Modell.

Wie bei einem Roguelite gibt es einen übergreifenden Talentbaum, in den wir für absolvierte Quests nach und nach Skillpunkte stecken und so unserem Raider einen individuellen Build verpassen können – das wirkt flexibler und persönlicher, als beispielsweise die archetypischen Helden-Blaupausen von Marathon.

Aufgeteilt in die Kategorien Überleben, Mobilität und Kondition, verpassen wir unserer Spielfigur diverse Fähigkeiten, wie zum Beispiel schnellere Beutesuche, mehr Ausdauer für Sprints, einen Gehörschutz gegen Explosionen oder Resistenz gegen Fallschaden.

Somit bleibt uns selbst wenn wir sterben immer ein wenig persistenter Fortschritt erhalten, was den genretypischen Frust bei Pechsträhnen deutlich lindern dürfte.

Ziplines sind ein beliebtes Fortbewegungsmittel, Fahrzeuge gibt es in Arc Raiders nicht. Ziplines sind ein beliebtes Fortbewegungsmittel, Fahrzeuge gibt es in Arc Raiders nicht.

Dazu kommt ein umfangreiches Crafting-System, das ein wenig an Escape from Tarkov erinnert: Mit gesammelten Rohstoffen basteln wir in unserer Basis zwischen den Raids nicht nur neue Ausrüstung, sondern erstellen und verbessern auch Werkbänke, an denen wir dann immer hochwertigere Items bauen können – die entsprechenden Rezepte vorausgesetzt.

Jeder neue Einsatz lockt also nicht nur mit der Aussicht auf viel Kohle, sondern könnte uns auch endlich die nächste Stufe unserer Tech-Station sichern, damit wir endlich die coolen Scan-Granaten zum Aufdecken von Gegnern selbst basteln können, statt sie teuer vom Händler kaufen zu müssen.

3. Das Soziale

Arc Raiders verfrachtet den PvP-Aspekt ganz bewusst in eine Grauzone. Man muss nie auf andere Spieler losgehen. Tut man es dennoch, kann man all ihre Beute an sich reißen – oder eben bei dem Versuch alles verlieren.

Es gibt aber auch noch Bereiche zwischen Bekämpfen und Ignorieren: Durch die Kombination aus Annäherungs-Voice-Chat und den enorm fiesen Arc-Gegnern, setzt der Shooter sogar Anreize, mit spontanen Bekanntschaften auf dem Schlachtfeld zusammenzuarbeiten.

Die aufsteigende Leuchtfackel verrät: Hier ist gerade ein Raider schwer verletzt worden. Die aufsteigende Leuchtfackel verrät: Hier ist gerade ein Raider schwer verletzt worden.

So stieß das GameStar-Squad aus drei Leuten in unserer Anspiel-Session zufällig auf einen Solo-Spieler. Der feuert (womöglich aus purer Shooter-Gewohnheit oder Panik) einfach drauf los, obwohl er in Unterzahl hoffnungslos unterlegen ist.

Als er besiegt am Boden lag, tat sich eine überraschende Option auf: Entweder geben wir ihm den Rest oder wir stellen ihn per Heilungsinjektor wieder auf die Beine – eine Funktion, die in fast allen anderen Shooter dem eigenen Team vorbehalten ist.

Doch in Arc Raiders konnten wir sogar den Feind wieder aufpäppeln und überzeugten den armen Solo-Spieler, sich uns anzuschließen. Zu viert besiegten wir andere Trios, machten dicke Beute und konnten sogar eine der schweren Arc-Einheiten ausschalten – im Alleingang ein schier unmögliches Unterfangen.

Ein anderer Spieler versucht über einen Bunker-Aufzug von der Map zu entkommen, wir riskieren einen Angriff. Ein anderer Spieler versucht über einen Bunker-Aufzug von der Map zu entkommen, wir riskieren einen Angriff.

Durch Voice Chat konnten wir uns mit dem neuen Kameraden sofort verständigen, vorgefertigte Emotes wie »Nicht schießen« signalisieren auf Kopfdruck eine freundliche Absicht. Natürlich sind solche Allianzen brüchig und es gibt keinerlei Garantie, dass uns ein zufälliger Typ aus dem Internet plötzlich in den Rücken fällt.

Aber schon allein die Möglichkeit der einfachen Kommunikation und Kooperation eröffnet eine spannende neue Dimension innerhalb des Extraction-Genres, die es definitiv wert ist, weiter erforscht zu werden.

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