Filme wie Conan der Barbar oder The Terminator machten Arnold Schwarzenegger schnell zum Action-Star der 80er-Jahre. Heutzutage würden Fans wohl eher die Bezeichnung »Action-Legende« wählen.
Und obwohl Arnie schon früh große Erfolge im Showgeschäft feiern konnte, ging er 1988 einen ganz besonderen Deal am Set der Komödie »Twins – Zwillinge« von Regisseur Ivan Reitman (Ghostbusters, Baywatch) ein.
Arnie glaubte an seinen lustigen Charme
Dass Arnold Schwarzenegger nicht nur der knallharte Typ aus Hollywood, sondern ein richtig lustiger Kerl ist, sahen damals nicht viele so. Einer, der trotzdem an das komödiantische Talent des damals 40-jährigen Schauspielers glaubte, war Filmemacher Ivan Reitman.
Da sich aber auch Schwarzenegger bewusst war, welches Risiko die Produktion mit einem scheinbar unlustigen Action-Star eingeht, bot er an, die Rolle kostenlos zu übernehmen. Er fragte lediglich nach einer Gewinnbeteiligung von 40 Prozent für DannyDeVito, Ivan Reitman und sich selbst (via The Nerdist).
So verdienen sie nur Geld, wenn das Studio auch ordentlich Moneten einsackt. Das beweist ziemlich gut, wie sehr Arnie – und auch DeVito und Reitman – an seine witzige Seite glaubte.
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In der Netflix-Serie Fubar kann Arnold Schwarzenegger ebenfalls beweisen wie lustig er ist
Der Deal seines Lebens
Gesagt, getan. Twins landete im März 1988 auf der großen Leinwand und bei einem geschätzten Budget von 15 Millionen US-Dollar spülte er etwa 216,61 Millionen Dollar in die Kinokassen (via Box Office Mojo). Wenn ihr jetzt denkt: Ach, ist das wenig
– dann wartet ab.
Unter die Gewinnbeteiligung fallen neben den Kinoeinnahmen auch die Fernseh- und Kabelrechte, so wie das Merchandising und der sonstige Rest. Das bedeutet, dass der Streifen Arnie auch nach seinem eigentlichen Release die Taschen vollmachte.
Gegenüber The Nerdist gab Schwarzenegger 2014 preis, wie sehr sich der Deal tatsächlich für alle Beteiligten gelohnt hat:
Wir alle [Danny DeVito, Ivan Reitman, Arnold Schwarzenegger] haben mit diesem Film mehr Geld verdient als mit allem, was wir je gemacht haben, obwohl ich bei manchen Filmen Gagen von 30 Millionen Dollar bekommen habe.
Das war der größte Geldsegen, weil uns ein Anteil an allem zustand – an den Fernsehrechten, den Kabelrechten, dem Merchandising, einfach allem. Was auch immer es war, das Geld gehörte uns. Also haben wir ein Vermögen verdient.
Solche Deals sind in Hollywood übrigens nicht ganz unüblich. Größere Schauspieler und Schauspielerinnen gehen nicht selten für Traumprojekte und Independent-Filme ein solches Risiko ein. Aber na gut, wer soll es sich auch sonst leisten können.
So kassierte Sandra Bullock zum Beispiel 20 Millionen US-Dollar für den Film Gravity
im Voraus. Sobald dieser Vorschuss gedeckt war, erhielt sie zusätzlich eine 15-prozentige Gewinnbeteiligungen an den Brutto-Einnahmen des Studios (via The Hollywood Reporter). Insgesamt nahm Gravity (2014) an den Kinokassen etwa 723,9 Millionen Dollar ein. Mittlerweile dürfte ihr Gewinn also bei rund 100 Millionen Dollar liegen.
Wovon handelt Twins?
Der gebildete Muskelprotz Julius (Arnold Schwarzenegger) erfährt, dass er einen Zwillingsbruder hat. Dieser ist aus einem missglückten Gen-Experiment entstanden. Julius möchte ihn natürlich kennenlernen und reist dafür nach Los Angeles.
Doch Vincent (Danny DeVito) ist nicht ganz so, wie Julius es sich vorgestellt hatte. Sein kleinwüchsiger Geschwisterteil ist nämlich ziemlich chaotisch und fristet ein Leben als Kleinganove. Gemeinsam begeben sich die beiden auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter.
Aktuell findet ihr die Komödie nur als Video-on-Demand auf diversen Streaming-Anbietern wie Prime Video, Sky, Apple TV oder MagentaTV.
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