Als World of Warcraft 2004 erschien, deutete sich der Siegeszug des Internets bereits an. Um Filme auszuleihen, mussten wir allerdings noch den beschwerlichen Weg zu Videotheken auf uns nehmen, und ein Video mit dem Handy zu verschicken, kostete stolze 39 Cent. Heute erschlagen uns zahlreiche Streaming-Dienste, auf Steam erscheinen täglich dutzende neue Spiele und die Anbieter kämpfen auf unzähligen Plattformen erbittert um unsere Aufmerksamkeit und Zeit.
Davon benötigt es bekanntermaßen viel, um in einem MMO erfolgreich zu sein. World of Warcraft ist da keine Ausnahme. Aber Blizzard hat spätestens mit der aktuellen Erweiterung Midnight, die zu Beginn 2026 erschien, die Zeichen der Zeit erkannt.
WoW bietet mittlerweile so viel mehr als zeitfressende Raids, Dungeons und PvP-Wettkämpfe. Für nahezu jede Spielergruppe und jedes Zeitbudget findet sich in Azeroth ein Angebot. Dafür brachte Midnight erneut einige neue Features. Aber es warf auch einiges über Bord, woran sich Spielende in mehr als 20 Jahren gewöhnt hatten.
Pünktlich zum bevorstehenden Patch 12.1 Curse of Ula'tek, der eine Vielzahl neuer Inhalte ins Spiel bringt, konnten wir mit Blizzard Game Director Ion Hazzikostas sprechen. Der WoW-Chef zieht dabei eine erste Zwischenbilanz und gibt zu, dass insbesondere bei einem neuen Feature nicht alles rund gelaufen ist.
10:30
WoW Midnight: Alle wichtigen Neuerungen aus Patch 12.1 in 10 Minuten erklärt
Wer hat an der Uhr gedreht?
Eine Frage, mit der sich das Entwicklerteam von World of Warcraft tagtäglich auseinandersetzen muss, ist die nach der Wertschätzung der Zeit aller Abenteurer, die in Azeroth unterwegs sind. Game Director Ion Hazzikostas betont dabei, dass WoW kein »Zeitfresser« mehr sein soll.
»Wir wollen den Spielern Optionen bieten, damit sie selbst entscheiden können, wie sie ihre Zeit verbringen – statt sie in Aktivitäten zu zwingen, die sie nicht mögen, nur um an Inhalte zu kommen, die sie lieben.«
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