Loot und Interaktivität
Ein weiterer grundlegender Unterschied zwischen Avowed und Skyrim ist die Interaktivität der Spielwelt. Denn Avowed ist keine Sandbox. Während ihr in Skyrim so ziemlich alles mitgehen lassen könnt, was nicht niet- und nagelfest ist, müsst ihr euch in Obsidians Rollenspiel damit zufriedengeben, nur Gold, Waffen und ein paar Nahrungsmittel einstecken zu können. Alle anderen Assets verbleiben an ihrem Platz.
Ein Verbrechens-System gibt es nicht; Diebstähle werden nicht geahndet. Bei Angriffen müsst ihr euch mit den vorgesehene Gegnern begnügen. Avowed wählt hier einen deutlich anderen Weg als Skyrim, in dem ihr auch friedliche NPCs angreifen könnt.
Das ist aber gut so. Denn Avowed erweckt durch den Verzicht auf überflüssige Elemente wie das Sammeln von sinnlosem Kleinkram den Eindruck, dass sich beim Gamedesign auf das Wesentliche konzentriert wurde. Alles, was das Spiel nicht braucht, ist auch nicht drin. Video-Kollege Fritz findet, das sorgt bei Avowed für ein angenehm fokussiertes Spielerlebnis.
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Wer jedoch Wert auf eine glaubhafte Simulation der Spielwelt legt, der schaut bei Avowed in die Röhre. Die Welt von Eora ist zwar optisch extrem schön, bleibt allerdings immer nur Kulisse. Die NPCs haben beispielsweise keinen eigenen Tagesablauf, sondern stehen immer genau da, wo die Entwickler sie platziert haben. Auch Zufallsevents wie in Skyrim gibt es keine.
Was taugt die Story?
Abschließend noch ein paar Worte zur Story. Denn während die Handlung in den Elder Scrolls Spielen eigentlich immer nur als obligatorischer Rahmen für die Sandbox-Erfahrung der Spielwelt daherkam, schlägt Avowed hier gleich von Anfang an einen anderen Ton an. Statt der Rückkehr der Drachen steht hier der ewige Konflikt zwischen Mensch und Natur im Fokus.
Die Story kommt mit ihrer Prämisse um die mysteriöse Traumgeißel spannend daher. Als Sondergesandter des Kaisers von Aedyr werdet ihr in die Lande der Lebenden geschickt, um die Ursache der rätselhaften Krankheit aufzuklären, die Menschen um den Verstand bringt und Pilze auf ihnen wachsen lässt. Auf eurer Reise begegnet ihr dabei verschiedenen Bewohnern von Eora, die alle glaubhaft ihre eigenen Ziele verfolgen.
Anfangs sind die Mächte, die auf der Insel am Werke sind, für euch noch ein Mysterium. Doch je mehr ihr über die Welt, ihre rivalisierenden Gottheiten und Fraktionen versteht, desto mehr wollt ihr auch das Finale dieses grandiosen Konflikts erleben.
Die Geschichte bleibt dabei spannend bis zum Schluss, denn Avowed gibt euch das Gefühl, mit euren Entscheidungen wirklich Einfluss auf seine Spielwelt und ihre Bewohner nehmen zu können. Schade nur, dass das Finale mit diesem hohen Niveau nicht ganz mithalten kann.
Wenn ihr euch nun immer noch fragt, ob Avowed das richtige Spiel für euch ist, dann solltet ihr am besten selbst einmal reinspielen. Unser Test verrät euch, wo noch eventuelle Fallstricke lauern, in unserem nützlichen Einsteiger-Guide findet ihr dagegen acht Tipps, die euch die ersten Schritte in der Spielwelt von Avowed erleichtern.
Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede seht ihr zwischen Avowed und Skyrim? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
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