Battlefield 2042: 6 gut versteckte Details aus dem Gameplay-Trailer

Wir sind das Gameplay von Battlefield 2042 nochmal Bild für Bild durchgegangen und haben ein paar versteckte Features entdeckt.

von Philipp Elsner,
25.06.2021 17:13 Uhr

Battlefield 2042: Hier ist die Gameplay-Premiere 3:08 Battlefield 2042: Hier ist die Gameplay-Premiere

Wir dachten, wir wüssten nach unserer großen Preview bereits alles über Battlefield 2042, doch weit gefehlt: Wer sich den Gameplay-Trailer (siehe oben) nochmal ganz genau anschaut, findet kleine Details und Features, von denen bisher nichts zu hören war.

Wir sind deshalb nochmal ganz tief in die Spielszenen abgetaucht und ziehen ergänzende Infos direkt von den Entwicklern hinzu. Hier lest ihr, was wir dabei gefunden haben!

In unserem passenden Video liefern wir übrigens noch jede Menge zusätzliche Infos über Maps, Klassen und vieles mehr in Battlefield 2042.

Fahrzeuge stehen auf der Map herum

Eines der vielleicht wichtigsten Neuerungen von BF2042 ist das Call-In-System: Statt sich im Spawn-Menü ein Wettklicken mit unseren Teamkollegen um ein Vehikel zu liefern, fordern wir Fahrzeuge direkt auf dem Schlachtfeld per Tablet an. Das wird dann bequem per Fallschirmabwurf geliefert.

Doch während alle Welt über das neue System debattierte, ging ein wichtiger Punkt völlig unter: Vehikel werden nämlich auch einfach auf der Map herumstehen! Im Gameplay-Trailer sind bei 00:45 ganz klar rechts im Bild geparkte Helikopter, Jeeps und Panzer zu sehen:

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Auf Nachfrage bestätigen die Entwickler: »Wir gehen auch zurück zu den Wurzeln von Battlefield und ihr könnt Fahrzeuge wieder auf der Map finden, anstatt sie aus dem Deploy-Bildschirm heraus zu aktivieren.« Beide Systeme - das Call-In und die traditionellen Fahrzeug-Spawns - werden also gleichzeitig zum Einsatz kommen.

Taktik-Sprint: Movement aus Call of Duty

Ein kleines Detail im Gameplay-Trailer, das oft übersehen wird: Die Soldaten können sich offenbar auf zwei verschiedene Arten fortbewegen, nämlich im normalen Sprint mit der Waffe horizontal vor sich und einem schnellen Spurt, wobei die Waffe dabei vertikal nach oben gehoben wird. Dieses Bewegungsmodell dürfte CoD-Spieler ziemlich vertraut vorkommen, denn exakt genau so funktioniert der Taktik-Sprint in Modern Warfare und Warzone:

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Mit einem zweiten Druck auf die Shift-Taste verpassen wir damit unserem Charakter einen kurzen Tempo-Boost (auf Kosten der ADS-Zeit, wir können also aus dem Taktik-Sprint heraus unsere Waffe nicht so schnell anlegen).

Als wir Game Director Daniel Berlin darauf ansprechen, reagiert er auffallend ausweichend und lacht: »Soso, das ist euch also aufgefallen, ja? Ich kann aktuell jedenfalls nichts bestätigen, aber ihr dürft natürlich das Video zerlegen wie ihr wollt und euch eine Meinung bilden. Mehr sage ich jetzt nicht.«

Wer genau aufpasst, sieht irre Physik

Obwohl der Trailer (zur Überraschung einiger Fans) keineswegs mit großen Zerstörungseffekten und Physik protzt, kann man an mehreren Stellen die Leistungsfähigkeit der Engine ganz deutlich sehen.

So überrollt beispielsweise in einer Szene ein Panzer ein geparktes Zivilfahrzeug und demonstriert dabei den hohen Detailgrad der Physik: Die Ketten passen sich absolut akkurat an das Chassis des Autowracks an und verhalten sich dabei absolut glaubwürdig und simulieren das enorme Gewicht des Panzers deutlich nachvollziehbarer als in den Vorgängern:

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In einer anderen Szene kann man beobachten, wie Jeeps in den Sanddünen echte physikalische Reifenspuren in Echtzeit hinterlassen. Die Verformung des Terrains soll tatsächlich eine große Rolle spielen, wie wir auf Nachfrage erfahren: »Es wird zerstörbares Gelände geben, wir nennen dieses neue System Ground Deformation«, erklärt Daniel Berlin von DICE.

Jedes Fahrzeug hinterlässt dynamisch eigene Abdrücke in den Dünen, Explosionen reißen kleine Krater. Jedes Fahrzeug hinterlässt dynamisch eigene Abdrücke in den Dünen, Explosionen reißen kleine Krater.

Passagiere in Fahrzeugen werden viel wichtiger

Die Transportfahrzeuge im Gameplay-Trailer haben jede Menge Sitzplätze - allerdings sollen Passagiere in Battlefield 2042 weitaus mehr für ihr Team tun können, als einfach nur abzuwarten bis das Ziel erreicht wurde!

Das Transportflugzeug MV38-Condor verfügt zum Beispiel über gleich drei Gunner-Positionen mit Gatlings, die das Vehikel zu einer fliegenden Festung machen können. Wie bedrohlich das werden kann, sieht man später im Trailer, als ein offenbar voll besetzter Hind-Helikopter auftaucht und in alle Richtungen feuert:

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Andere Fahrzeuge verfügen jetzt über spezielle Spotter-Sitze, die zur Feindaufklärung gedacht sind oder über dedizierte Luftabwehrpositionen. Der Nightbird-Helikopter verfügt zum Beispiel über eine Aufklärer-Rolle: Der Co-Pilot markiert Ziele für die Schützenposition (und vermutlich auch den Rest des Teams).

»Wir wollen, dass Fahrzeuge eine Plattform für gutes Teamplay werden. Je mehr Spieler ein Fahrzeug bemannen, umso effektiver wird es«, erklärt Daniel Berlin. »Manche Vehikel können sogar Minen hinter sich auslegen, um Verfolger abzuschütteln.«

Unbekannte Specialists zeigen, was sie können

Neben den vier bereits enthüllten Specialists, zeigt der Trailer auch noch weitere Elitesoldaten und ihre Ausrüstung. In der Szene im Stadion, wo es zu heftigen Indoor-Kämpfen zwischen Infanteristen kommt, sind gleich zwei bisher nicht offiziell angekündigte Gadgets zu sehen:

Gadget #1 Ein Spieler mit ballistischem Schild bewegt sich durch Feindfeuer. Im Stadion auf Hourglass soll es intensive Nahkämpfe geben.

Gadget #2 Ein Soldat feuert hinter einem verlegefähigen Schutzschild. Mobile Deckung dürfte vor allem im offenen Gelände nützlich sein.

Ein Specialist trägt hier einen taktischen Einsatzschild vor sich her - ähnliche Ausrüstung kennen wir zum Beispiel aus CoD Modern Warfare. In der gleichen Einstellung ist außerdem ein Soldat hinter einem ballistischen Schutzschild zu sehen, das offenbar aufgestellt werden kann, ähnlich wie in Rainbow Six: Siege.

Bisher ist unklar, ob es sich um tatsächliche Specialist-Gadgets handelt, oder um universelle Zusatz-Items, die jeder Spieler frei ausrüsten kann. Außerdem zeigt das Video den bisher nicht offiziell angekündigten Specialist Sundance, dessen Fähigkeit offenbar ein Wingsuit ist: Damit gleitet er von einem Hochhausdach in die Wüste. Damit steht fest: Nicht jeder Spieler wird automatisch mit einem Gleitschirm ausgestattet sein, zumindest Fallschirme gibt es aber für alle.

Der Wingsuit kann von Vorteil sein, wenn ein Tornado die Map heimsucht. Der Wingsuit kann von Vorteil sein, wenn ein Tornado die Map heimsucht.

Munitionsarmut aus BF5 wohl über Bord

Battlefield 5 hatte sich ursprünglich dem Attrition-System verschrieben, das Munitionsmangel im Krieg simulieren sollte. Infanteristen starteten deshalb nicht mit voller Kapazität und Fahrzeuge mussten sich regelmäßig zum Aufstocken zurückziehen.

Battlefield 2042 geht hier offenbar einen Schritt zurück und schafft Attrition ab: Sowohl Kampfhubschrauber als auch Panzer im Gameplay-Trailer verfügen über endlosen Nachschub an Munition, wie die liegende Acht im Interface anzeigt.

Rechts unten im Bild zeigt das HUD unseren Munitionsstand an. Nachfüllen müssen wir wohl nicht. Rechts unten im Bild zeigt das HUD unseren Munitionsstand an. Nachfüllen müssen wir wohl nicht.

Zwar müssen wir wie üblich eine Nachladezeit abwarten, sobald wir alles leergeschossen haben, ganz auf dem Trockenen sitzen wir aber anscheinend nie. Auch die Schützenpositionen wie Miniguns auf Humvees haben theoretisch unendlich viele Patronen an Bord. Es liegt also der Schluss nahe, dass auch Infanteristen künftig wieder mit vollen Taschen in die Schlacht ziehen werden.

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