Die neuen Klassen von Battlefield 2042: Specialist-System erklärt

Mit Battlefield 2042 bricht die Serie mit der Klassentradition und führt besondere Specialists ein. Wir erklären, wer sie sind und was das genau bedeutet.

von Fabiano Uslenghi,
10.06.2021 09:19 Uhr

DICE verfolgt mit Battlefield 2042 große Ambitionen, will die Reihe auf die Zukunft vorbereiten und geht dafür in vielen Bereichen ungewöhnliche und sehr spannende Wege. Dazu gehört auch die Überarbeitung das altbekannten Klassensystems. Das besteht mit leichten Anpassungen eigentlich schon seit den Anfangstagen der Reihe - komplett abgeschafft wird es aber nicht.

Die traditionellen Klassen bleiben dem Spiel in einer neuen Form erhalten und werden ergänzt durch sogenannte Specialists, die ein wenig an die Operator aus Rainbow Six: Siege erinnern.

Hier erfahrt ihr, was für Specialists bereits bekannt sind und wie das neue System funktioniert. Noch mehr Infos zu Battlefield 2042 findet ihr gesammelt in unserer Übersicht:

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Das neue Klassensystem im Detail

Schon seit Battlefield: Vietnam konnten Spieler immer nur aus vier verschiedenen Klassen wählen. Welche Klassen das waren, welche Fähigkeiten und Waffen sie einsetzen durften und was ihre Aufgabe war, hat sich über die Jahre aber immer wieder verändert. Im Kern blieben es aber stets vier. Mit Battlefield 2042 können wir von Beginn an aus insgesamt 10 Specialists wählen.

Unterschied zwischen Specialists und Klassen

Klassen wie in früheren Battlefields gibt es nur noch als Kategorie. Diese Kategorie bestimmt nicht länger, welche Waffen und Fähigkeiten ihr habt. Stattdessen wird so signalisiert, welche Rolle ihr in einem Gefecht am besten erfüllt. Jeder Klasse werden dann die einzelnen Specialists zugeordnet. Da es 10 Specialists und 4 Klassen gibt, wird nicht jede Klasse die gleiche Anzahl an Spezialisten bekommen.

Die Klassen (oder Kategorien) orientieren sich an den Bezeichnungen aus Battlefield 3 oder 4, erfüllen aber nicht zwangsweise die selben Aufgaben.

  • Assault: Hierzu zählen wohl alle Spezialisten, die beweglich sind und schnell vorstürmen. Der klassische Sturmsoldat also, der an vorderster Front kämpft.
  • Support: Die Spezialisten unterstützen andere Einheiten, entweder indem sie ihnen wieder auf die Beine helfen oder mit Munition versorgen.
  • Engineer: Engineers verlassen sich im Kampf offenbar auf technischen Schnickschnack, von dem es in dem futuristischen Battlefield 2042 so einigen geben wird.
  • Recon: Diese Soldaten halten sich eher bedeckt und kümmern sich um die Aufklärung oder behindern die Kommunikation der Gegner.

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Geht Battlefield 2042 damit den richtigen Weg? Experte Phil meint ja und erklärt in seiner Kolumne, warum DICE genau die richtige Entscheidung getroffen hat.

Freie Waffenwahl

Eine weitere große Neuerung besteht im freien Loadout. Specialists haben zwar ein vorgegebenes Gadget und eine feste Eigenschaft, davon abgesehen stehen euch aber alle Ausrüstungsteile frei. Es gibt also nicht länger Waffengattungen, die an einzelne Klassen oder Specialists gebunden wären.

Ihr könnt in Battlefield 2042 daher völlig frei entscheiden, was euren Soldaten auszeichnet. So werden etwa auch Sanitäter mit Scharfschützengewehren oder Aufklärer mit Schrotflinte möglich sein. Es liegt an euch zu entscheiden, wie gut die Waffen zu eurer Rolle passen.

Ein Nebeneffekt ist, dass ihr nicht länger eine bestimmte Klasse spielen müsst, um eine neue Waffe freizuschalten. Wer ein besseres Sturmgewehr braucht, kann dieses mit jedem Specialist in jeder Klasse erspielen.

Auch wenn noch kein echtes Gameplay gezeigt wurde, vermittelt der erste Trailer schon mal einen Eindruck von den Spezialisten und Schlachten in Battlefield 2042. Wir analysieren ihn im Detail:

Battlefield 2042 - Trailer-Analyse: Das müsst ihr jetzt wissen! 23:10 Battlefield 2042 - Trailer-Analyse: Das müsst ihr jetzt wissen!

Diese Specialists sind bekannt

Um sich ein paar neue Ankündigungen aufzusparen, hat DICE nicht direkt alle Spezialisten gezeigt. Offiziell wurden nur vier genauer vorgestellt. Tatsächlich wissen wir aber schon von fünf. Nur über den fünften ist bislang nicht sehr viel bekannt.

Zum Release wird es zehn geben. Außerdem haben die Entwickler schon offenbart, dass im ersten Jahr nach Release vier weitere Specialists hinzugefügt werden sollen.

Wikus »Casper« Van Daele

Der erste bekannte Recon-Spezialist in Battlefield 2042 ist Casper. Der erste bekannte Recon-Spezialist in Battlefield 2042 ist Casper.

  • Klasse: Recon
  • Herkunft: Südafrika

Primäres Gadget: Als Recon gehört es zu Caspers Aufgaben, Informationen über die Gegner zu sammeln. Dabei hilft ihm seine fliegende Drohne. Spieler können die Aufklärungsdrohne selber steuern und damit Gegner sichten und markieren. Sie kann aber auch auf der Stelle schweben und markiert dann selbständig. Zusätzlich kann die Drohne EMP-Pfeile verschießen.

Eigenschaft: Casper hat ein intuitives Gespür für seine Umgebung. Spieler bekommen auf der Minimap angezeigt, sollte sich in der unmittelbaren Umgebung ein Gegner bewegen. Das verhindert, dass sich Soldaten ohne weiteres an Casper anschleichen können.

Maria Falck

Auch eine Deutsche gehört zu den ersten Spezialisten in Battlefield 2042. Die Sanitäterin Maria. Auch eine Deutsche gehört zu den ersten Spezialisten in Battlefield 2042. Die Sanitäterin Maria.

  • Klasse: Support
  • Herkunft: Deutschland

Primäres Gadget: Die kompetente Heilerin besitzt eine S21 Syrette Pistol. Das ist keine Waffe, sondern ein medizinisches Gerät. Mit der Pistole kann Falck Mitspieler sowohl wiederbeleben, als auch heilen - und zwar aus sicherer Entfernung.

Eigenschaft: Falck kann wie andere Spezialisten natürlich auch auf einen Defibrilator zurückgreifen, um ihren Mates auf die Beine zu helfen. Doch dank ihrer besonderen Eigenschaft, werden wiederbelebte Kumpanen zusätzlich sofort vollständig geheilt.

Pyotr »Boris« Guskovsky

Der raubeinig wirkende Pyotr stammt aus Russland und ist der erste bekannte Engineer in Battlefield 2042. Der raubeinig wirkende Pyotr stammt aus Russland und ist der erste bekannte Engineer in Battlefield 2042.

  • Klasse: Engineer
  • Herkunft: Russland

Primäres Gadget: Boris bringt neben seiner Hauptwaffe eine automatisches Geschütz namens SG 36 mit ins Gefecht. Steht das Geschütz einmal, visiert es automatische feindliche Infanterie sowie Fahrzeuge an und eröffnet das Feuer. Das Geschütz kann jedoch von EMP-Angriffen deaktiviert werden.

Eigenschaft: Als Geschütz-Operator kann Boris die Fähigkeiten seiner SG 36 verbessern, solange er sich in ihrer Nähe aufhält. Dadurch werden Feinde schneller erfasst und das Geschütz markiert automatisch die Gegner, auf die es gerade feuert.

Webster McKay

Der Kanadier Webster McKay kann sich mit einem Greifhaken fortbewegen. Der Kanadier Webster McKay kann sich mit einem Greifhaken fortbewegen.

  • Klasse: Assault
  • Herkunft: Kanada

Primäres Gadget: Mit seiner Grapplegun kann McKay problemlos höher gelegene Positionen erreichen und sich schnell fortbewegen. So lässt sich die Distanz zu Gegner per Greifhaken schnell reduzieren, er kann damit aber auch ungewöhnliche Sniper-Positionen besetzen.

Eigenschaft: Als besondere Eigenschaft kann sich McKay schneller beim Zielen fortbewegen als andere Spezialisten. Das gilt auch, wenn er an einer Seilrutsche hängt.

Der Wingsuit-Mensch

Nicht jeder Spezialist darf einen Wingsuit ausrüsten. Welcher das aber kann, ist noch unbekannt. Nicht jeder Spezialist darf einen Wingsuit ausrüsten. Welcher das aber kann, ist noch unbekannt.

  • Klasse: ?
  • Herkunft: ?

Primäres Gadget: Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Es ist der der Wingsuit-Mensch! Diese Figur war im Trailer schon zu sehen, wurde aber nicht explizit als Spezialist angekündigt. Im Vorfeld haben die Entwickler allerdings verraten, dass es sich hierbei um einen weiteren besonderen Charakter handelt und nicht um etwas, das jeder Spezialist einfach ausrüsten kann.

Eigenschaft: Wir wissen ansonsten nichts über den Wingsuit-Mensch, außer, dass er einen Wingsuit hat. Im Trailer kann er damit dem Tornado entkommen. Vielleicht ist das seine besondere Eigenschaft.

Kann man Spezialisten anpassen?

DICE gab bereits bekannt, dass es kosmetische Gegenstände für die Charaktere geben wird. Beispielsweise können Spieler echtes Geld in ihren Battle Pass stecken, um kosmetische Objekte freizuschalten. Wie weit diese kosmetischen Anpassungen aber gehen, ist noch nicht bekannt und wurde noch nicht gezeigt.

Wir wissen also nicht, ob Casper immer das selbe Gesicht hat oder ob Spieler Frisur oder Nase selbst bestimmen können. In Battlefield 5 war es noch möglich, auch den Kopf einer Klasse auszutauschen. Da die Specialists aber Namen haben und damit eine etwas festere Persönlichkeit, kann dieses Feature wegfallen. Neue Klamotten oder Waffenskins sollten aber auf alle Fälle möglich sein.

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