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Nein, Battlefield 6 Redsec ist nicht das beste Battle Royale aller Zeiten - aber die vernichtenden Steam-Reviews hat es absolut nicht verdient

Battlefield Redsec ist da und das Battle Royale wird auf Steam mit negativen Rezensionen überschüttet. Ich habe inzwischen einige Runden gespielt und kann sagen: Das ist nicht ganz fair.

Battlefield Redsec fällt bei Steam in den roten Bereich, doch das Battle Royale hat Besseres verdient. Battlefield Redsec fällt bei Steam in den roten Bereich, doch das Battle Royale hat Besseres verdient.

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Die Geschichte spricht nicht für Battlefield: Redsec: Zwei Mal hat die Shooter-Reihe versucht, Spielen wie Warzone oder Escape from Tarkov Konkurrenz zu machen. Aber sowohl Firestorm in Battlefield 5 als auch Hazard Zone in Battlefield 2042 sind krachend gescheitert.

Jetzt versucht man erneut, sich auf den Battle-Royale-Markt zu drängen, allerdings mit einem großen Unterschied: Battlefield: Redsec ist von Anfang an komplett kostenlos verfügbar. Hat der neue Battlefield-Ableger also eine Überlebenschance? Wir haben gespielt und glauben: Ja, aber hoffentlich nicht zu Lasten von Battlefield 6.

Warzone im Battlefield-Skin oder mehr?

Schon nach den ersten Minuten im Battle Royale von Redsec wird klar: Es gibt ein klares Vorbild, nämlich Warzone von Call of Duty. Wer Warzone gespielt hat, kennt sich auch in Redsec schnell aus: Abwurf per Helikopter, Jagd nach Waffen und Ausrüstung in Kisten, Missionen, Loadout-Drops, Artillerieschläge und Panzerungsplatten.

Video starten 2:37 Battlefield 6 RedSec - Erstes Gameplay zum brandneuen, kostenlosen Battle-Royale-Ableger

Der allgemeine Gameplay-Loop und viele kleine Mechaniken sind nichts Neues. Redsec will keine Revolution für das Genre sein, sondern eine Alternative mit ein paar Battlefield-Besonderheiten. Die sind auch gar nicht schlecht integriert: Wir wählen etwa zu Beginn einer Runde die aus dem Multiplayer bekannten Klassen, die jeweils bestimmte Vorteile und Gadgets mitbringen:

  • Der Sturmsoldat hat die Leiter dabei, mit der wir verschanzte Gegner flankieren. Er füllt schneller Rüstungsplatten nach und kann gefallene Verbündete schneller an Respawn-Türmen zurückholen.
  • Der Pionier hat sein Werkzeug dabei, mit dem er Fahrzeuge repariert und Safes für wertvolle Beute knackt. Er bekommt außerdem einen Raketenwerfer.
  • Der Versorger kann mit seiner Versorgungstasche Verbündete heilen und ihnen Munition geben. Sein Rauchgranatwerfer hilft außerdem dabei, unseren Rückzug oder Angriff zu decken.
  • Der Aufklärer kann mit seiner Drohne Feinde entdecken und sogar bombardieren. Wie im Multiplayer markiert er automatisch Gegner, wenn er auf sie zielt.

Die relativ klare Rollenverteilung hilft bei der Koordination des Squads und intensiviert die Zusammenarbeit. Bei einem Vorstoß kann der Aufklärer Deckung geben oder die Position der Gegner durchgeben, der Versorger ist der einzige, der jederzeit Munition und Heilung zur Verfügung hat und der Pionier ist Experte für die Zerstörung von Gebäuden, Safes und Fahrzeugen.

So kommen wir auch zur zweiten größeren Besonderheit: der größeren Rolle von Fahrzeugen. In Redsec können wir nicht nur Jeeps und Quads, sondern auch Hubschrauber und Panzer steuern. Letztere müssen wir aber erst einmal mit einer gefundenen Schlüsselkarte lautstark aus einem verschlossenen Anhänger holen. Die Fahrzeuge sind außerdem nicht so stark wie im Multiplayer: Sie halten weniger Treffer aus und verfügen nur über begrenzte Munition, die sie an Fahrzeugstationen nachladen.

Video starten 6:52 Battlefield 6 Redsec: Wir schlagen uns im Panzer fast bis zum Ende der Runde durch

Was taugt Redsec?

Wir haben uns inzwischen schon in einige Battle-Royale-Runden gestürzt und können mit Zuversicht sagen: Die schlechten Steam-Reviews werden Battlefield: Redsec nicht gerecht. Tatsächlich ist es ein solider neuer Genre-Ableger. Die große Map bietet viel Abwechslung, von der dicht bebauten Innenstadt, zu einem riesigen Firmengebäude, einem militärischen Übungsplatz, einem Golfplatz, einer Flugzeug-Absturzstelle und vielem mehr:

Auf der Battle-Royale-Karte gibt es einiges zu entdecken. Auf der Battle-Royale-Karte gibt es einiges zu entdecken.

Die Runden sind Battle-Royale-typisch adrenalingeladen, jeder Tod zählt, da wir nur eine zweite Chance zum Neueinstieg bekommen. Als Squad müssen wir deshalb noch enger zusammenarbeiten, wenn wir eine Überlebenschance haben wollen. Ruhige Momente gibt es nur wenige, meist stolpern wir von einem Feuergefecht ins nächste und erledigen zwischendurch Missionen.

Der Battlefield-Twist funktioniert gut, auch wenn er Redsec nicht zu einem grundlegend neuartigen Battle Royale macht. Aber er bietet Raum für Battlefield-Momente, wenn wir mit dem Panzer ein ganzes Squad ausradieren, ein gegnerisches Fahrzeug gemeinsam hochjagen oder ein Artillerieangriff ein ganzes Gebäude über unserem Kopf einstürzen lässt.

Video starten 5:35 Battlefield 6 Redsec: Wir springen im Battle Royale über Fort Lyndon ab und geraten direkt in ein Gefecht

Glücklicherweise macht auch die Technik keine großen Probleme, auch wenn es noch einige Bugs gibt. So kommt es etwa vor, dass wir durch den Boden unter die Map rutschen, von einer Tresortür in die Wand gequetscht werden oder das Spiel nach dem Ende einer Runde abstürzt. Ärgerliche Probleme, die aber gefixt werden können.

Wer in Battlefield 6 nach etwas mehr Aufregung sucht, ein bis drei Freunde zum Mitspielen hat und genug Frustresistenz hat, um nach einem Tod einfach die nächste Runde anzufangen, sollte dem Battle Royale von Redsec eine Chance geben. Zum Ausprobieren bietet das Hauptmenü übrigens auch Botrunden an.

Gauntlet: Hier wird Redsec kreativ

In den Hintergrund rückt zum Launch von Redsec der zweite große Modus, Gauntlet: Hier treten auf wechselnden Karten acht Squads gegeneinander an und müssen möglichst viele Punkte mit Missionen sammeln, um zu gewinnen. Mit jeder Runde werden die schwächsten Gruppen aussortiert und die Karten verkleinert, bis schließlich nur zwei Squads um den Sieg kämpfen.

Die Missionen in Gauntlet
  • Circuit: Wir erobern und halten Konsolen, die auf der Karte verteilt sind.
  • Contract: Quasi ein Team-Deathmatch, bei dem besonders viele Punkte für das Ausschalten eines ganzen Squads winken. Wird ein ganzes Squad erledigt, wird es sofort disqualifiziert.
  • Deadlock: Wir erobern und halten wechselnde Zonen. Wir können uns auch aufteilen und mehrere Punkte gleichzeitig halten (höheres Risiko, mehr Punkte).
  • Decryption: Wir heben Sender auf und entschlüsseln sie, um anschließend Punkte zu bekommen. Wir können mit den Sendern laufen, das verlangsamt aber die Entschlüsselung.
  • Extraction: Wir sammeln Daten von Konsolen und bringen sie zur Extraktion zu Drohnen.
  • Heist: Funktioniert wie Capture the Flag, wir stehlen ein Ziel von der feindlichen Basis und bringen es zu unserer zurück.
  • Vendetta: Ein Mitglied jedes Squad wird als Ziel markiert. Wir müssen unser Ziel schützen und andere ausschalten.
  • Wreckage: Wir finden Bomben und transportieren sie zu Zielen, um sie dort detonieren zu lassen.

Im Gegensatz zum Battle Royale wagt Battlefield mit Gauntlet etwas außergewöhnlicheres. Herausgekommen ist ein sehr intensiver Modus, in dem man als Squad wirklich alles geben und sich schnell an neue Umgebungen und Aufgaben gewöhnen muss. Hier wartet keine entspannte Runde Battlefield für den Feierabend, was wahrscheinlich viele Spielerinnen und Spieler abschrecken wird.

Gauntlet wird daher wohl ein eher nischiger Modus bleiben, der für kompetitive Spieler aber einen Blick wert ist.

Das Problem ist nicht Redsec selbst

Woher kommen dann also die vielen negativen Steam-Rezensionen? Daran ist nicht die Qualität des kostenlosen Battle Royale schuld. Vielmehr wiederholt sich ein Problem, dass Battlefield 6 ohnehin schon plagt, nämlich der nervige Fortschritt:

Der Battle Pass in Season 1 wird sowohl über den Multiplayer als auch über Redsec gelevelt. Grundsätzlich keine schlechte Idee, bei der Ausführung treten die Entwickler aber vielen Fans auf die Füße. Ein großer Teil der Herausforderungen, mit denen der Battle Pass hochgestuft wird, funktioniert nämlich nur im Battle Royale.

Viele Battlepass-Herausforderungen sind auf bestimmte Modi beschränkt. Viele Battlepass-Herausforderungen sind auf bestimmte Modi beschränkt.

Das schmeckt vielen Spielerinnen und Spieler gar nicht, die nur den regulären Multiplayer spielen wollen. Um möglichst schnell voranzukommen, müssten sie nämlich dennoch Redsec spielen. Viele Steam-Reviews bewerten daher gar nicht Redsec selbst, sondern ärgern sich über die Challenges. Oft kommt dann auch die Sorge zum Ausdruck, dass die Entwickler Redsec gegenüber dem Multiplayer bevorzugen würden.

Wie auch schon vor Season 1 sorgen also die Herausforderungen unnötig für Ärger. Die Entwickler müssen ohnehin schnellstens die oft verbuggten und viel zu schweren Aufträge des Hauptspiels überarbeiten. Gleichzeitig sollten sie auch dafür sorgen, dass Spielerinnen und Spieler mit voller Geschwindigkeit aufleveln können, egal ob sie nur den Multiplayer oder auch Redsec spielen.

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