Ein gutes Handy muss kein Vermögen kosten – meine 3 Top-Empfehlungen bis 400 Euro

Wer ein neues Smartphone sucht, muss dafür nicht gleich 1.000 Euro oder mehr ausgeben. Bereits für weniger als die Hälfte bekommt ihr wirklich gute Geräte.

Nach über 30 Smartphones-Tests zeige ich euch drei Handys bis rund 400 Euro, die ich bedenkenlos empfehlen kann. (Bildquelle: GameStar Tech Poco Google Nothing) Nach über 30 Smartphones-Tests zeige ich euch drei Handys bis rund 400 Euro, die ich bedenkenlos empfehlen kann. (Bildquelle: GameStar Tech / Poco / Google / Nothing)

Wer ein neues Handy kaufen will, stößt schnell auf die Premium-Modelle der Hersteller, die nicht selten 1.000 Euro und mehr kosten – klar, das sind schließlich die Aushängeschilder von Samsung, Apple und Co. und sie werden am stärksten beworben.

Allerdings lohnen sich solche Premium-Smartphones oft gar nicht. Nicht jeder braucht die maximale Leistung, die beste Kamera oder alle technischen Raffinessen der Oberklasse. Und: Nicht jeder kann oder will so viel Geld für ein Handy ausgeben.

Nach über 30 Handy-Tests habe ich eines festgestellt: Bereits für weniger als die Hälfte gibt es empfehlenswerte Geräte, an denen man lange Freude haben kann.


Video starten 14:01 Nach knapp 30 Smartphone-Tests: Hier sind unsere 5 Highlights 2025


Ich zeige euch drei Geräte in der Preisklasse bis rund 400 Euro, die viel zu bieten haben und dabei bezahlbar bleiben. Alle Modelle wurden von mir getestet, sodass ich sie euch guten Gewissens empfehlen kann.

Darauf solltet ihr beim Kauf eines Smartphones bis 400 Euro meiner Meinung nach achten:

  • Mindestens acht Gigabyte Arbeitsspeicher für flüssiges Multitasking und zukunftssichere Performance
  • Helles OLED-Display (mindestens 1.000 Nits) mit 120 Hertz für eine gute Ablesbarkeit im Freien und flüssige Darstellung

Nothing Phone (4a)

Wer ein Handy mit außergewöhnlichem Design und einer runden Ausstattung sucht, findet beides im Nothing Phone (4a). (Bildquelle: GameStar Tech) Wer ein Handy mit außergewöhnlichem Design und einer runden Ausstattung sucht, findet beides im Nothing Phone (4a). (Bildquelle: GameStar Tech)

Das Nothing Phone (4a) (ab 350 Euro) kombiniert das herstellertypische transparente Rückglas mit der neuen Glyph Bar, einem sauberen Android mit Nothing OS und einer lange Akkulaufzeit.

Im PCMark-Akku-Benchmark hielt das Phone (4a) starke 21:16 Stunden durch. Im Alltag bedeutet das problemloser Zweitages-Betrieb, bei moderater Nutzung auch drei Tage.

Das Kamerasystem des (4a) ist ein klares Upgrade gegenüber der Vorgängergeneration: Ein Periskop-Teleobjektiv gehört jetzt zum Lieferumfang – etwas, das Nothing bis dato der Pro-Reihe vorbehalten hatte.

Der Snapdragon 7s Gen 4 ist kein Leistungswunder, aber für Social Media, Streaming und alltägliche Apps ausreichend. Das 6,83-Zoll-AMOLED-Display läuft mit 120 Hertz und ist mit 1.600 Nits bei Sonnenschein gut ablesbar.

Die Einschränkungen sind dieselben wie bei der gesamten Nothing-(4a)-Linie: IP54 bedeutet Spritzwasserschutz, aber kein Untertauchen. Das (4a) unterstützt kein eSIM – wer darauf angewiesen ist, muss zur Pro-Version greifen.

Drei große Android-Updates und sechs Jahre Sicherheitspatches sind in Ordnung, aber kein Spitzenwert im Vergleich zu anderen Herstellern.

Pro
  • Helles und scharfes OLED-Display
  • Vielseitiges Kamerasystem
  • Schickes Design mit neuer Glyph Bar
  • Lange Akkulaufzeit
Kontra
  • Kein eSIM-Support
  • Kein Wireless Charging
  • Kein vollständiger Wasser- und Staubschutz
  • Kamera bei wenig Licht nur mittelmäßig

Poco F7 Pro

Das Poco F7 Pro punktet unter anderem mit viel Leistung und einem tollen OLED-Display. (Bildquelle: GameStar Tech) Das Poco F7 Pro punktet unter anderem mit viel Leistung und einem tollen OLED-Display. (Bildquelle: GameStar Tech)

Das Poco F7 Pro bietet in seiner Preisklasse eine starke Leistung. Der Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 ist der Top-Chipsatz aus dem vorletzten Jahr, der zusammen mit zwölf Gigabyte Arbeitsspeicher auch anspruchsvolle Mobile Games wie »Genshin Impact« in hoher Grafik flüssig darstellen kann.

Die Akkukapazität liegt bei 6.000 Milliamperestunden, zudem lässt sich das Smartphone mit bis zu 90 Watt aufladen – ein leerer Akku ist somit schnell wieder voll. Die Akkulaufzeit lag in meinem Akku-Benchmark bei über 18 Stunden – in meinem Testzeitraum musste das Handy meist erst nach zwei Tagen wieder an die Steckdose.

Das 6,67-Zoll-AMOLED-Display löst mit 2K auf und erreicht 1.800 Nits Spitzenhelligkeit – ein sehr guter Wert. Die 50-Megapixel-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung liefert gute Fotos, der Ultraweitwinkel fällt jedoch qualitativ ab.

Das F7 Pro erhält sechs Jahre Sicherheitspatches und vier große Android-Updates.

Das Poco F7 Pro kostet bei deutschen Händlern etwa 440 Euro. Wer kein Problem damit hat, bei einem chinesischen Shop wie AliExpress zu bestellen, bekommt es dort für rund 100 Euro weniger.

Pro
  • Sehr gute Performance
  • Lange Akkulaufzeit und 90-Watt-Schnellladen
  • 2K-OLED-Display mit hoher Helligkeit und 120 Hertz
  • IP68-Wasserschutz
Kontra
  • Kein eSIM-Support
  • Wireless Charging fehlt
  • Ultraweitwinkel-Kamera schwach

Google Pixel 9a

Das Pixel 9a konnte meinen Kollegen Linh vor allem mit seiner guten Kamera und einer langen Akkulaufzeit überzeugen. (Bildquelle: GameStar Tech) Das Pixel 9a konnte meinen Kollegen Linh vor allem mit seiner guten Kamera und einer langen Akkulaufzeit überzeugen. (Bildquelle: GameStar Tech)

Das Pixel 9a gibt es aktuell ab 360 Euro. Das Handy bringt viele Funktionen der teureren Geschwistermodelle mit.

Es nutzt denselben Tensor G4-Prozessor und bringt fast alle KI-Funktionen mit. Zusammen mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher bietet es eine gute Leistung zum Surfen, Streamen, Social Media und Co.

Das 6,3-Zoll-Display ist kompakt und erreicht eine hohe Spitzenhelligkeit von 1.800 Nits. Der 5.100-mAh-Akku liefert im Benchmark eine Akkulaufzeit von fast 18 Stunden. Damit hält es bei moderater Nutzung anderthalb bis zwei Tage durch.

Google verspricht sieben Jahre Updates – länger als jeder andere Hersteller in dieser Preisklasse. Die 48-Megapixel-Hauptkamera liefert, wie von Google gewohnt, gute Ergebnisse, sowohl bei Tageslicht als auch in den Abendstunden.

Pro
  • Sieben Jahre Updates (OS und Sicherheit)
  • KI-Funktionen vom Flaggschiff
  • Gute Kamera
  • IP68-Wasserschutz
  • Lange Akkulaufzeit trotz kompakter Größe
Kontra
  • Kein optischer Zoom
  • Recht dicke Displayränder
  • Schnellladen nur mit 23 Watt

Drei Alternativen

Neben meinen drei Hauptempfehlungen gibt es noch weitere interessante Optionen, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis versprechen:

Poco F8 Pro: Wer bereit ist, etwas mehr auszugeben, und dabei maximale Performance mit einem besseren Kamerasystem kombinieren will, sollte das Poco F8 Pro in Betracht ziehen. Der Snapdragon 8 Elite liegt noch einmal deutlich über dem Snapdragon 8 Gen 3 des F7 Pro, und das Kameratrio mit Periskop-Teleobjektiv schließt die größte Schwäche des F7 Pro.

Nothing Phone 3a Pro: Das Nothing Phone 3a Pro (ab 360 Euro) ist für alle interessant, die das Nothing-Erlebnis wollen, aber auf eSIM nicht verzichten wollen. Der Chip (Snapdragon 7s Gen 3) ist eine Generation älter als im (4a), im Alltag aber kaum spürbar.

Poco X8 Pro Max: Wer bereit ist, die 400-Euro-Marke leicht zu überschreiten, bekommt mit dem Poco X8 Pro Max das ausdauerndste Smartphone dieser Aufstellung. Der 8.500-mAh-Akku ist riesig – im PCMark-Benchmark hielt es 23:31 Stunden durch und landet damit in den Top 5 meiner gesamten Testliste. Bei Amazon ist das Gerät regelmäßig für 400 bis 410 Euro erhältlich.


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Fazit

Im Preisbereich bis 400 Euro bekommt ihr vieles, was noch vor einigen Jahren der Premium-Klasse vorbehalten war:

  • Glasrückseite und Metallrahmen
  • gute Leistung
  • helle und hochaufgelöste OLED-Bildschirme mit 120 Hertz
  • ordentliche Kamerasysteme mit optischer Bildstabilisierung

Gegenüber der Top-Liga gibt es aber dennoch Abstriche:

  • Teilweise müsst ihr auf eSIM-Support oder Wireless-Charging verzichten.
  • Die allerbesten Kamerasysteme mit mehrfachem optischen Zoom und bester Low-Light-Qualität sind den Flaggschiffen vorbehalten.
  • Absolute Top-Performance mit den neuesten Chipsätzen gibt es nur in der Premium-Klasse.

Aber: Nicht jeder braucht das alles wirklich im Alltag.

Hinweis: Dieser Artikel ist in einer früheren Version bereits auf GameStar.de erschienen.:

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