Kochen tue ich seit vielen Jahren. Im Mai hatte ich mich erstmals an einen Thermomix gewagt – und Blut geleckt. Es stellt sich raus: Da draußen gibt es tatsächlich noch mehr solcher All-in-One-Küchengeräte.
Eines dieser Konkurrenzprodukte ist der Cookit von Bosch. Ja, der sieht ein bisschen anders aus und funktioniert nicht identisch, aber die Nutzung ist am Ende des Tages aber doch recht ähnlich.
Obwohl der Kochtopf mit 1.400 Euro fast genauso teuer ist, scheint sein Name deutlich weniger oft zu fallen.
Ein Unding, denn verstecken muss er sich vor dem Thermomix nicht. Das kann ich jetzt schon sagen.
Zur Einordnung ein paar Worte zu mir: Ob man so ein Küchengerät tatsächlich voll ausnutzt, hängt viel von der Erwartung ab und wie man selbst zum Kochen steht. Ich koche in der Regel an fünf von sieben Tagen in der Woche und das seit Jahren. Ich würde mich selbst als fortgeschrittenen Hobbykoch bezeichnen. Dementsprechend ist diese Kolumne gefärbt.
Bosch Cookit auspacken: Was steckt drin?
Beim Auspacken wird direkt klar: Der Cookit ist nicht so simpel wie der Thermomix TM7 – und das meine ich nicht despektierlich gegenüber einem der beiden Geräte!
Beim Bosch Cookit steckt viel mehr im Karton. Das hat einen guten Grund und grenzt ihn somit auch vom Thermomix ab: Das Gerät versteht sich mehr als Mischung aus Kochtopf und klassischer Küchenmaschine.
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Bosch Cookit Unboxing: Der Thermomix-Konkurrent für 1.400 Euro im Ersteindruck
Im Lieferumfang enthalten ist:
- 3-Liter‑Topf aus Edelstahl mit Deckel, inklusive Messeröffnung im Deckel und integriertem Messbecher
- Universalmesser
- 3D‑Rührer
- Zwillings‑Rührbesen
- Schneid‑Wendescheibe
- Raspel‑Wendescheibe
- Dampfgar‑Einsatz
- Dampfgar‑Aufsatz
- Küchenspatel
- Kochbuch
Vier der sieben Zusätze sind beim Thermomix (so oder so ähnlich) nicht enthalten: 3D-Rührer, Zwillings‑Rührbesen und die beiden Wendescheiben. Das Gerät von Vorwerk macht alles mit dem integrierten Messer.
Was ist macht der Cookit genau? Ihr könnt euch das Gerät vorstellen als eine Art Kochtopf-Mixer-Küchengerät-Kombi. Es hat 24 Funktionen, zu denen gehört zum Beispiel:
- Reis kochen
- Fleisch anbraten
- Teige rühren
- Gurken hobeln
- Karotten schneiden
- Soßen emulgieren
- Zutaten fermentieren
Ihr könnt in einem Topf mit dem Messereinsatz Zwiebeln kleinschneiden, Hackfleisch anbraten, mit dem 3D-Rührer Zutaten unterheben, sie via Slowcook-Methode über Stunden langsam köcheln lassen und die Bolognes dann direkt aus dem Topf servieren. Genau so könnt ihr im selben Topf einen Pizzateig zusammenmischen und so lange kneten lassen, wie ihr wollt.
Obwohl der Cookit optisch an den alten Thermomix TM6 (oder früher) erinnert, wird ein signifikanter Unterschied gleich klar: Im Gegensatz zur Konkurrenz ist der Topf ein »richtiger« Topf. Der ist auch ganz schön schwer.
Am Tag, als der TM7 zurückmusste, habe ich noch ein Vergleichsvideo gedreht, das die optischen Unterschiede klarmacht.
Unterm Strich machen beide Geräte ungefähr dasselbe, nur dass er Cookit durch seinen Topf und die Wendescheiben noch ein paar zusätzliche Funktionen besitzt.
- Scheiben schneiden
- Zerkleinern
- Hacken
- Raspeln
- Scharf anbraten
Ich muss beim Cookit tatsächlich umdenken. Bisher habe ich nur damit gekocht, aber das Gerät ist auch dazu gedacht, einfach nur zu mixen oder – salopp gesagt – Gurken und Karotten für einen Salat kleinzuschneiden oder einen Dip zusammenzumixen.
Bevor es ans Eingemachte geht, findet ihr nachstehend noch die technischen Daten. Die Leistung ist sogar höher als beim Thermomix TM7.
Bosch Cookit
- Maximale Leistung Motor: 600 Watt
- Nennleistung Heizsystem: 1.750 Watt
- Drehzahl: bis zu 11.500 U/min
- Kochtemperatur: bis zu 200 °C
- Waage: bis 5.000 Gramm
- Software: Eigenes System mit Android‑Basis
- Kochprogramme: 24 Automatikprogramme + manueller Modus
- Abmessungen (HxBxT): 31,1 × 34 × 46 cm
- Gewicht: 8,9 Kilogramm (Station), ca. 3,6 kg (Topf mit Deckel)
Thermomix TM7
- Maximale Leistung Motor: 500 Watt
- Nennleistung Heizsystem: 1.000 Watt
- Drehzahl: bis 10.700 U/min
- Kochtemperatur: bis zu 160°C
- Waage: bis 3.000 Gramm
- Software: Eigenes Betriebssystem auf Basis von Linux
- Kochprogramme: 20 Stück
- Abmessungen (HxBxT): 32 x 24,5 x 40,5 cm
- Gewicht: 6,5 kg
Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, was mir am Cookit gefällt – und was nicht.
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