Baldur's Gate 3 lässt euch sehr viele Freiheiten. Um Quests zu lösen, findet ihr in der Regel einen ganz eigenen Weg und das Spiel antwortet euch mit entsprechenden Konsequenzen.
Auch eure Begleiter kommen mit ihren persönlichen Geschichten und recht früh im Spielverlauf geht's bei Hexenmeister Wyll ordentlich zur Sache. Ein Spieler hat jetzt versucht, seiner Quest per Exploit gleich zu Anfang den Wind aus den Segeln zu nehmen, doch das endete auf eine unerwartete Weise. Seid hiermit vor Spoilern zu Wylls Begleiterquest gewarnt.
Ein Haufen Asche
Ihr trefft Wyll das erste Mal direkt vor der ersten Siedlung, die ihr in Akt 1 betretet. Der Smaragdhain wird von Goblins angegriffen und er unterstützt euch dabei, die Fieslinge niederzumähen. Ein wenig später schließt er sich eurer Gruppe an, denn auch er hat ein kleines Madenproblem in seinem Kopf.
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Baldur's Gate 3 ist DER Standard für RPGs - und wird es noch lange bleiben
Im Gespräch erwähnt er, dass er hinter einer Teufelin hinterher ist, die ihr später ebenfalls trefft. Dahinter verbirgt sich jedoch die Tiefling-Frau Karlach, die auch zu einer wertvollen Begleiterin werden kann – aber nur, wenn ihr sie am Leben lasst.
Trefft ihr die Entscheidung, sie als Verbündete in eure Gruppe aufzunehmen, besiegelt ihr gleichzeitig Wylls Schicksal. Denn er sollte Karlach für die Teufelin Mizora töten, mit der er einen Pakt hat. Mit der Verschonung Karlachs bricht Wyll die Vereinbarung und wird von ihr verflucht: Sie verpasst ihm dämonische Hörner und Augen.
Das wollte Spieler Vikashar verhindern und zwar ohne, Karlach ein Haar zu krümmen, und schaffte das auch. Es war ein ganz anderes Detail, das Wylls Quest in den Sand setzte. Er oder sie schreibt auf Reddit: »Tut nicht, was ich tat«:
Link zum Reddit-Inhalt
Ich habe einen Trick entdeckt, bei dem man Wylls Tod vortäuscht, bevor Mizora während der langen Rast erscheint. Das hat gut geklappt. Im Beitrag zum Trick stand aber auch, dass man Mizora so quasi auch töten kann, nur so zum Spaß. Hab ich gemacht. Sie ist zu einem Haufen Asche geworden.
Sie zu töten, hat einige Probleme bereitet. Nun könnte man denken, dass dadurch Wylls Quest gleich zu Beginn scheitert, denn eigentlich müsste sich der Pakt durch Mizoras Tod ja irgendwie auflösen. Das tat er aber nicht. Das Spiel ließ sie auch als Haufen Asche ganz normal an den Stellen im Spiel erscheinen, die für sie vorgesehen waren. Jedes Mal, wenn Vikashars Gruppe mit der Teufelin sprechen sollte, fand sie nur Asche vor.
Trotz der nicht geführten Dialoge ging Wylls Questreihe fleißig voran, als wäre nichts passiert – bis in den dritten Akt. Dort nimmt diese ihren Höhepunkt, als die Abenteurer Wylls Vater, den Großherzog Ravengard, aus dem Unterwassergefängnis Eiserner Thron retten. Er wird von Enver Gortash gefangen gehalten und Mizora bietet an, bei seiner Befreiung zu helfen, wenn Wyll den Pakt erneuert.
Aber auch wenn man das als Spieler nicht vorhat, muss man mit ihr ein Gespräch führen, um mit der Quest fortzufahren. Besteht sie allerdings nur aus Asche, gestaltet sich das schwierig:
Das große Problem war Duke Ravengard. Ich konnte ihn nicht retten, weil ich – ihr habt es erraten – nicht mit dem Aschehaufen sprechen konnte, der an Mizoras Stelle stand. Ich hatte ansonsten alles richtig gemacht, um seine Rettung aus dem Eisernen Thron zu ermöglichen. Doch da ich keinen Dialog mit Aschzora führen konnte, war er bereits tot, als ich seine Zelle erreichte. Ich habe mehrfach neu geladen, um andere Vorgehensweisen zu testen, aber er war jedes Mal tot.
In Baldur's Gate 3 gelten auch gescheiterte Quests als abgeschlossen und werden im Questlog entsprechend gekennzeichnet. Vikshar hat sich allerdings an einen Punkt manövriert, der so nicht als adäquates Ende von Wylls Odyssee vorgesehen war. Statt die Mission mit dem Tod seines Vaters ad acta zu legen, schlägt das Spiel eine andere Lösung vor. Ihr könnt es euch denken: Sprecht mit Mizora, vielleicht hat sie eine Idee. Nun ja.
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