Nachdem ihr jetzt auf dem aktuellen Stand seid, habt ihr genügend Kontext für den kommenden Teil des Artikels. Meine Erkenntnisse habe ich nach Wichtigkeit sortiert und nicht, ob sie positiver oder negativer Natur sind.
Bosch Cookit nach 4 Wochen: Meine neuen Erkenntnisse
Großer Topf ist Fluch und Segen
Bereits nach einer Woche hat der Topf in mir gemischte Gefühle hervorgerufen. Zum einen kann ich bei drei Litern locker für die gesamte Familie kochen und habe auch genügend Auflagefläche zum Anbraten. Andererseits bringt die Größe enorme Nachteile mit sich.
Der Topf ist sakrisch schwer. Mit über drei Kilo (leer) bringt das Teil ein ordentliches Kampfgewicht auf die Waage. Klar, das zeugt von Qualität, macht die Handhabung aber teilweise extrem schwierig.
Ich habe keine Spaghetti-Ärmchen, aber den vollen Topf gleichzeitig an einem Henkel halten und den Inhalt ausleeren, geht kaum. Für andere wäre es vielleicht sogar unmöglich.
Bosch ist sich dessen bewusst und bietet eine kostenpflichtige Umfüllhilfe auf seiner Webseite an. Ich hoffe, dass bei einer nächsten Iteration der Topf verkleinert wird. Die Version des Thermomix TM7 fasst 2,2 Liter und das ist für die meisten Familien ausreichend.
»Zwiebelmischung umfüllen«
Nicht wenige Rezepte beginnen damit, Zwiebeln (und wahlweise Knoblauch) kleinzuschneiden. Das kann man freilich mit dem Cookit machen, aber es kommt nicht selten vor, dass die Zwiebeln danach erstmal wieder aus dem Topf müssen, weil man sie erst später braucht.
Warum dieser Satz bei mir Schweißausbrüche hervorruft: Egal, wie sehr ich mich anstrenge, ich bekomme niemals sämtliche Speisereste aus dem Topf – schon gar nicht mit dem mitgelieferten Hartplastik Spatel.
Das Problem folgt auf dem Fuße: Muss man danach etwas anbraten, wie etwa Fleisch, heizt der Topf bis auf 200 Grad Celsius hoch – und die Zwiebelreste verbrennen. Niemand will verbrannte Zwiebelreste im Essen.
Ich habe also zwei Optionen, um das zu umgehen:
- Entweder spüle ich den Topf aus, bevor ich weiterkoche.
- Oder ich schneide die Zwiebeln gleich mit dem Messer klein.
Beides ist suboptimal. Das eine ist unnötig aufwändig, das andere verfehlt den Zweck des Cookit. Ich habe mich dennoch fürs Kleinschneiden per Messer entschieden, indem ich ins Rezept gespickt und mitgedacht habe.
Anbraten geht hervorragend
Ich habe bereits zu Protokoll gegeben, dass das Anbraten besser funktioniert als beim TM7. Allerdings möchte ich noch mal ausdrücklich erwähnen, wie gut es das tut.
Der Cookit ist eine echte Alternative zu einer Pfanne.
- Es gibt genügend Platz, um beispielsweise drei Hühnerbrüste anzubraten.
- Der Topf wird mit 200 Grad Celsius sehr heiß, wodurch sich Zutaten auch wirklich scharf anbraten lassen.
- Anbraten geht mit geöffnetem Deckel – und das muss es bei so hoher Temperatur auch.
Besonders bei Gerichten wie Bolognese oder Gulasch ist das ein echter Gewinn, da man ohne Weiteres Farbe ans Fleisch bekommt und es nicht extra vorher anbraten muss.
Schneiden und Häckseln wie beim Profi
Ich geb’s zu: Bisher habe ich nie eine klassische Küchenmaschine besessen. Dementsprechend wusste ich nicht, was mich erwartet. Aber sagen wir so: Ich habe nicht erwartet, dass der Cookit gleichmäßige Zucchinischeiben schneidet.
Ich lag falsch.
Die Funktionsweise ist wie bei Küchenmaschinen.
- Mittels Schneidscheiben lassen sich Scheiben oder Raspel produzieren.
- Über ein Erweiterungselement sitzt die Scheibe am oberen Rand des Topfes.
- Über einen Deckel mit Stutzen gibt man das Gemüse hinein.
In meinem vergangenen Artikel schrieb ich bereits, dass das Zerkleinern mit dem herkömmlichen Messer im Cookit bereits ziemlich gut klappt.
Ich würde fast dazu raten, dass, wenn man mit einem klassischen Küchenmaschine liebäugelt und das nötige Budget hat, zum Cookit greift. Den smarten Kochtopf gibt’s dann nämlich obendrauf.
Ganze Gerichte kochen
Es mag niemanden überraschen, aber es fehlte noch auf der Liste: Wie beim Thermomix kann man mit dem Cookit auch ganze Gerichte kochen (die kein Eintopf sind).
Ja, das Schnitzel mit Pommes macht so ein Gerät immer noch nicht (ihr könntet das Schnitzel aber im Cookit zumindest anbraten). Doch gerade für Rezepte, die möglichst schnell und einfach gehen, steht der Cookit der Konkurrenz von Vorwerk in nichts nach.
Was mir sonst noch aufgefallen ist
Die nachfolgenden Punkte bestehen vor allem aus Kleinigkeiten, die mir während der Nutzung aufgefallen sind, die aber keine große Erklärung brauchen.
- Saugfüße sorgen für Stabilität: Besonders praktisch sind die, wenn im Topf eine richtige Unwucht entsteht, zum Beispiel, wenn man einen Pizzateig kneten lässt.
- Silikonring riecht: Am Deckel befindet sich ein breiter Silikonring zur besseren Abdichtung. Meiner hat immer noch einen leichten Bolognesegeruch, obwohl ich ihn mehrmals in der Spülmaschine gereinigt habe. Nicht schlimm, aber auch nicht optimal.
- Flexibler Spatel: Wenn ihr einen Cookit haben wollt, legt euch unbedingt einen Silikonspatel zu. Der mitgelieferte aus Hartplastik bringt’s nicht.
- Touchdisplay anfällig für versehentliche Eingaben: Wo gekocht wird, spritzt Fett und das landet beim Cookit gerne auf dem Display. Mal eben schnell drüberwischen geht schon, aber der Bildschirm ist ziemlich touchsensitiv. Dementsprechend wird das Gerät meckern, wenn ihr es versehentlich aktiviert.
Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, wem ich den Cookit empfehle und wo die Unterschiede zum Thermomix TM7 liegen.
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