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Seite 2: Call of Cthulhu im Test - Das Kind von Sherlock Holmes und Lovecraft

Ein Hauch von Rollenspiel

Wie wir mit den Charakteren umgehen, beeinflusst auch unser Schicksal, was ähnlich wie in Telltale-Spielen am Bildschirmrand vermerkt wird. Insgesamt gibt es zwei Enden, die von unseren Entscheidungen abhängen.

Die wirken sich aber auch schon im Spielverlauf aus, nämlich in Form unserer Fähigkeitenpunkte. Call of Cthulhu verfügt über ein Rollenspielsystem. Wir dürfen Punkte auf Werte wie Ermittlung, Stärke oder Psychologie verteilen. Mit einem hohen Eloquenz-Wert können wir Leute zum Beispiel leichter überzeugen, durch Stärke wiederum mit Gewalt eine Tür aufbrechen, die wir sonst über ein Rätsel öffnen müssten.

Die Ausnahme stellen Okkultismus und Medizin dar. Diese Werte steigern wir nur, indem wir Objekte in der Welt finden. Deshalb lohnt sich das Erkunden der offenen Areale. Gerade Okkultismus ist extrem nützlich, um die düsteren Machenschaften in Darkwater nachzuvollziehen. Mit einem hohen Wert können wir zum Beispiel Dokumente lesen, die wir sonst nicht verstehen würden.

Erkunden lohnt sich Unsere Werte bei Medizin und Okkultismus stärken wir über das Erkunden der Welt.

Fähigkeitenpunkte Wie in einem Rollenspiel dürfen wir sonst regelmäßig Punkte auf Fähigkeiten verteilen.

Ermitteln statt Verstecken

Call of Cthulhu spielt sich grundsätzlich anders als ein Amnesia oder Outlast. Als Detektiv befragen wir die meiste Zeit Leute oder nutzen einen Rekonstruktionsmodus, um Szenen in der Vergangenheit nachzustellen und Schlüsse daraus zu ziehen. Auch klassische Rätsel gibt es. Die sind angenehm abwechslungsreich und intuitiv gestaltet. Wir sollen zum Beispiel eine Geheimtür öffnen, indem wir Koordinaten an einem Globus auswählen. Welche Koordinaten das sind, erschließen wir uns, indem wir aufmerksam Dokumente und Karten im Raum studieren.

Kein Rätsel läuft gleich ab. Zusätzlich gibt es noch Flucht- und Schleichpassagen und sogar eine kleine Shooter-Einlage. Das sind keine Spieldesign-Glanzstücke, weil beispielsweise die Sichtweise der Gegner beim Schleichen stark variiert und die Schussmechanik sehr simpel ist. Und doch sorgen sie für eine große spielerische Vielfalt. Nur eine Versteckpassage mit einem Monster ist etwas unglücklich gelöst: Wir sollen eine bestimmte Waffe in einem Raum voller Waffen ausfindig machen, um das unheimliche Wesen zu vertreiben, während wir ihm ausweichen. Das löst eher nerviges Trial&Error-Vorgehen als Angst aus, weil wir jede Waffe ausprobieren müssen. Immerhin kommt durch faire Speicherpunkte nicht zu viel Frust auf. Die Steuerung funktioniert auf dem PC zudem mit Gamepad und Maus und Tastatur flüssig, wir dürfen auch die Tasten beliebig um belegen.

Das Schleichen spielt sich nicht so flüssig wie in einem richtigen Stealth-Spiel, sorgt aber für Abwechslung.Das Schleichen spielt sich nicht so flüssig wie in einem richtigen Stealth-Spiel, sorgt aber für Abwechslung.

GS-Plus-Report: Wie Horror funktioniert - Das Spiel mit der Angst

Lovecraft wäre stolz

An anderen Punkten integriert Call of Cthulhu den Horror deutlich besser: Zum Beispiel in Form unserer Lampe, für die wir Öl finden müssen. Ohne Licht können wir bestimmte Gegenstände nicht aufheben, und in manchen Sequenzen erreichen uns übernatürliche Gegner nur in der Dunkelheit. Das sorgt für Nervenkitzel, wenn die Flamme zu flackern beginnt.

Gleichzeitig leidet unsere Figur an Panikattacken, wenn sie mit etwas Schrecklichem konfrontiert wird. Das macht den Detektiv nicht nur glaubhafter als die meisten Horror-Helden, sondern ist auch spielerisch relevant. Verstecken wir uns zu lange oder verharren an einem unheimlichen Ort, wird uns eine Zeit lang schwarz vor Augen, was uns angreifbar und orientierungslos macht.

Call of Cthulhu ist aber in erster Linie ein Detektivspiel und nur an zweiter Stelle ein Horrortitel. Grusel-Fans müssen sich gerade am Anfang auf lange Ermittlungspassagen gefasst machen, in denen nichts Unheimliches passiert. Der Schrecken entfaltet sich erst mit der Zeit. Der Horror ist damit subtiler, aber am Ende deutlich intensiver als in typischen Genrevertretern. Statt Jumpscares erwartet uns ein unter der Oberfläche brodelndes, tiefgehendes Grauen, das dem großen Lovecraft sicher gefallen hätte.

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