Call of Duty - Entwickler blamiert Community mit Story des Lebkuchenmann Sets

Call of Duty: Advanced Warfare bot einige schräge kosmetische Items, die nicht immer gut bei der Community ankamen. Die Kritik um den »Lebkuchenmann« weist man nun aber zurück: Das Skin-Set entstand zu Weihnachten für einen schwerkranken Jugendlichen.

von Stefan Köhler,
27.10.2016 12:23 Uhr

Der Lebkuchen Exosuit in Call of Duty: Advanced Warfare ist sicherlich nicht nach jedermanns Geschmack. Das Set entstand im Rahmen von Make A Wish für einen schwerkranken Jugendlichen. Der Lebkuchen Exosuit in Call of Duty: Advanced Warfare ist sicherlich nicht nach jedermanns Geschmack. Das Set entstand im Rahmen von Make A Wish für einen schwerkranken Jugendlichen.

Mittlerweile zwei Jahre liegt der Release von Call of Duty: Advanced Warfare zurück, der erste vollständig von Sledgehammer Games entwickelte Teil der Shooter-Reihe. Der Titel führte ein bis heute verwendetes System ein, Supply Drops mit kosmetischen Gegenständen. Darunter auch zum Sci-Fi-Szenario unpassende Ausrüstungssets wie Samurai, Horrorclown und den Lebkuchenmann.

Besonders wegen der Lebkuchensets gab es von der Community Kritik, welche für viele Fans einfach zu schräg und zu weit weg vom ernsthaften Shooter-Szenario sei. Das bekräftigte der User Call of Duty Intel via Twitter, der Sledgehammer beim nächsten CoD um einen Verzicht auf den Lebkuchenmann bittet.

Make A Wish

Dass man mit der Kritik auch über das Ziel hinausschießen kann, zeigt die Twitter-Antwort vom Sledgehammer-Studiochef Michael Condrey. Der erklärt, wie es zum Lebkuchenmann kam: Das Set entstand für einen schwerkranken Jugendlichen zu Weihnachten im Rahmen des Programms der Make-A-Wish Stiftung. Auf dem Brustteil des Sets steht deutlich der Name »Julian«. Laut Condrey war es eine Demut einflößende Erfahrung und eine Ehre, den Wunsch des jungen Fans in Erfüllung gehen zu lassen.

Die Antwort erzeugte erwartbare Reaktionen von Fans, die die Geschichte bisher nicht kannten. Einer der größten CoD-YouTuber, Drift0r, entschuldigte sich in einem Video öffentlich für seine Kritik am Lebkuchen-Exosuit.

Nicht das erste soziale Engagement

Die Make-A-Wish Stiftung kümmert sich seit über 30 Jahren darum, die Wünsche von Kindern und Jugendlichen mit Krebs und ähnlich schweren und unheilbaren Krankheiten zu erfüllen. Neben Activision arbeitet auch Blizzard mit der Stiftung zusammen, die Phönixarmbrust des erbarmungslosen Gladiators und eine Tauren-Startquest entstanden beispielsweise für den 2008 verstorbenen Ezra Chatterton. Ob die Namen und Wünsche öffentlich gemacht werden, liegt in der Verantwortung der Beteiligten.

Die Verantwortlichen hinter Call of Duty setzen sich ebenfalls schon seit Jahren für gemeinnützige Projekte ein, beispielsweise über Call of Duty Endowment. Das Programm spendet Einnahmen an Organisationen zur Arbeitsbeschaffung für Kriegsveteranen, seit 2009 sollen mehr als 25.000 Veteranen über CoD Endowment Jobs gefunden haben.

Der neueste Teil der Reihe, Call of Duty: Infinite Warfare, erscheint am 04. November 2016. Sledgehammer ist im dreijährigen Entwicklungszyklus von CoD wieder im Jahr 2017 an der Reihe.

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